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| | Den ersten Hinweis, dass sich Menschen im Tal aufhielten, gibt ein Flintbeil aus der Zeit um 3750 vor Christi Geburt, das in [[Bad Gastein]] nächst der [[Fledermaus-Warmwasserquelle]] gefunden wurde. Es ist rund 6 000 Jahre alt und von westeuropäischer Herkunft. Mehrere steinerne Lochäxte, zum Teil aus den hochalpinen Bereichen, sind "nur" 5 000 Jahre alt. | | Den ersten Hinweis, dass sich Menschen im Tal aufhielten, gibt ein Flintbeil aus der Zeit um 3750 vor Christi Geburt, das in [[Bad Gastein]] nächst der [[Fledermaus-Warmwasserquelle]] gefunden wurde. Es ist rund 6 000 Jahre alt und von westeuropäischer Herkunft. Mehrere steinerne Lochäxte, zum Teil aus den hochalpinen Bereichen, sind "nur" 5 000 Jahre alt. |
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| − | Um 1600 vor Christi Geburt, also schon lange vor den [[Römer]]n, fand im [[Nassfeldtal]] ([[Sportgastein]]) eine massive Waldrodung statt; und aus der Zeit um 1100 vor Christi Geburt datiert das Fragment eines [[Kelten|frühkeltischen]] Kammhelms aus dem [[Anlauftal]]. | + | Um 1600 vor Christi Geburt, also schon lange vor den [[Römer]]n, fand im [[Nassfeld]] ([[Sportgastein]]) eine massive Waldrodung statt; und aus der Zeit um 1100 vor Christi Geburt datiert das Fragment eines [[Kelten|frühkeltischen]] Kammhelms aus dem [[Anlauftal]]. |
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| | Die Römerzeit ist durch Münzfunde gut bezeugt und natürlich auch durch die Reste der [[Römerstraße (römisches Straßennetz)|römischen Straßenanlagen]] über den [[Korntauern]] und über den [[Nassfelder Tauern]], Letztere dann weiter zum Bergwerksrevier des [[Bockharttal]]s hinauf. | | Die Römerzeit ist durch Münzfunde gut bezeugt und natürlich auch durch die Reste der [[Römerstraße (römisches Straßennetz)|römischen Straßenanlagen]] über den [[Korntauern]] und über den [[Nassfelder Tauern]], Letztere dann weiter zum Bergwerksrevier des [[Bockharttal]]s hinauf. |
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| | Das 19. Jahrhundert begann gleich in seinen ersten Jahren mit dramatischen politischen Veränderungen: Ende des Fürsterzbistums, die Herrschaft der [[Habsburger]], eine [[Salzburg unter Napoleon|französische Besetzung]], dann die Eingliederung in das [[Kurfürstentum Bayern]], und schließlich, [[1816]], die endgültige Aufnahme in den [[Habsburgermonarchie|österreichischen Habsburgerstaat]]. Im Bergbau konnten die Erträge an Edelmetall längst nicht mehr den Aufwand decken, und die Jahresbilanzen zeigten an ihrem Ende als globale Gesamtsummen immer rote Zahlen. Daran änderte sich auch nichts, als Oberkunstmeister [[Joseph Gainschnigg]] eine "[[Standseilbahn Radhausberg|Aufzugsmaschine]]" auf den [[Radhausberg]] baute, diese fertiggestellt im Herbst [[1803]]. | | Das 19. Jahrhundert begann gleich in seinen ersten Jahren mit dramatischen politischen Veränderungen: Ende des Fürsterzbistums, die Herrschaft der [[Habsburger]], eine [[Salzburg unter Napoleon|französische Besetzung]], dann die Eingliederung in das [[Kurfürstentum Bayern]], und schließlich, [[1816]], die endgültige Aufnahme in den [[Habsburgermonarchie|österreichischen Habsburgerstaat]]. Im Bergbau konnten die Erträge an Edelmetall längst nicht mehr den Aufwand decken, und die Jahresbilanzen zeigten an ihrem Ende als globale Gesamtsummen immer rote Zahlen. Daran änderte sich auch nichts, als Oberkunstmeister [[Joseph Gainschnigg]] eine "[[Standseilbahn Radhausberg|Aufzugsmaschine]]" auf den [[Radhausberg]] baute, diese fertiggestellt im Herbst [[1803]]. |
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| − | Es war die erste alpine Seilbahn in den Ostalpen! Reste der ehemaligen Talstation sind noch heute am alten Wanderweg ins Nassfeldtal (Sportgastein), im Bereich oberhalb der zwei Asten-Almen, zu sehen. | + | Es war die erste alpine Seilbahn in den Ostalpen! Reste der ehemaligen Talstation sind noch heute am alten Wanderweg ins Nassfeld (Sportgastein), im Bereich oberhalb der zwei Asten-Almen, zu sehen. |
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| | == Aufschwung des Kurwesens == | | == Aufschwung des Kurwesens == |