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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Johann Pesendorfer (* [[1936]]; † 2019) war der Gründer der Gaißauer Bergbahnen. [[1969]] errichtete der Flachgauer dort den ersten Zweier-Sessellift. 1969 wurde Pesendorfer erstmals beim Krispler [[Bürgermeister der Gemeinde Krispl|Bürgermeister]] [[Josef Ziller (Krispl)|Josef Ziller]] vorstellig. "''Ich kannte das Gebiet und habe immer schon darauf gespitzt. Die Gemeinde hat meine Pläne für einen Skilift unterstützt''", sagte der Flachgauer in einem Gespräch mit den [[Salzburger Nachrichten]] im Februar 2019. Der Bürgermeister habe ihm zugesagt, eine Straße zu dem geplanten Lift zu bauen. Dies sei eine Bedingung gewesen, um eine Baubewilligung vom Bund zu bekommen. "''Plötzlich wollte die Gemeinde dann nichts mehr von alledem wissen. Es hieß, dass kein Geld dafür da ist''", sagt Pesendorfer.
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=== Die Anfänge ===
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Johann Pesendorfer (* [[1936]]; † [[2019]]) war der Gründer der Gaißauer Bergbahnen. [[1969]] errichtete der Flachgauer dort den ersten Zweier-Sessellift. 1969 wurde Pesendorfer erstmals beim Krispler [[Bürgermeister der Gemeinde Krispl|Bürgermeister]] [[Josef Ziller (Krispl)|Josef Ziller]] vorstellig. "''Ich kannte das Gebiet und habe immer schon darauf gespitzt. Die Gemeinde hat meine Pläne für einen Skilift unterstützt''", sagte der Flachgauer in einem Gespräch mit den [[Salzburger Nachrichten]] im Februar 2019. Der Bürgermeister habe ihm zugesagt, eine Straße zu dem geplanten Lift zu bauen. Dies sei eine Bedingung gewesen, um eine Baubewilligung vom Bund zu bekommen. "''Plötzlich wollte die Gemeinde dann nichts mehr von alledem wissen. Es hieß, dass kein Geld dafür da ist''", sagt Pesendorfer.
    
Das Gaißauer Skigebiet schien am Ende, noch ehe es überhaupt aufgesperrt hatte. Nach langem Hin und Her konnte der Geschäftsmann mit dem damaligen [[Landeshauptmann]] DDr. [[Hans Lechner]] ([[ÖVP]]) einen Kompromiss aushandeln. "''Das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] hat den Großteil der Kosten für die Straße übernommen, ich den Rest''", sagte Pesendorfer. Zuvor hatte der Salzburger bereits Skilifte in [[Faistenau]], [[Hof bei Salzburg]] und im Mühlviertel gebaut.
 
Das Gaißauer Skigebiet schien am Ende, noch ehe es überhaupt aufgesperrt hatte. Nach langem Hin und Her konnte der Geschäftsmann mit dem damaligen [[Landeshauptmann]] DDr. [[Hans Lechner]] ([[ÖVP]]) einen Kompromiss aushandeln. "''Das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] hat den Großteil der Kosten für die Straße übernommen, ich den Rest''", sagte Pesendorfer. Zuvor hatte der Salzburger bereits Skilifte in [[Faistenau]], [[Hof bei Salzburg]] und im Mühlviertel gebaut.
    
[[1970]] wurde der Sessellift in der [[Gaißau]] eröffnet. "''Die Geschäfte liefen vom Start weg gut, auch wenn wir schon damals manchmal Probleme mit dem Schnee hatten''", sagt der 82-Jährige. Er baute das Gebiet binnen weniger Jahre zu einer [[Skischaukel Gaißau-Spielbergalm-Hintersee|Skischaukel]] mit mehreren Liftanlagen aus. Der [[1978]] eröffnete Lift nach [[Hintersee (Ort)|Hintersee]] war die erste Dreier-Sesselbahn im gesamten [[Bundesland Salzburg|Bundesland]]. "''Das war damals eine echte Attraktion''", sagt Pesendorfer.
 
[[1970]] wurde der Sessellift in der [[Gaißau]] eröffnet. "''Die Geschäfte liefen vom Start weg gut, auch wenn wir schon damals manchmal Probleme mit dem Schnee hatten''", sagt der 82-Jährige. Er baute das Gebiet binnen weniger Jahre zu einer [[Skischaukel Gaißau-Spielbergalm-Hintersee|Skischaukel]] mit mehreren Liftanlagen aus. Der [[1978]] eröffnete Lift nach [[Hintersee (Ort)|Hintersee]] war die erste Dreier-Sesselbahn im gesamten [[Bundesland Salzburg|Bundesland]]. "''Das war damals eine echte Attraktion''", sagt Pesendorfer.
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[[1971]] wurde das etwa 1,5 Kilometer lange Straßenstück von Gaißau-Zentrum zur Talstation von der [[Gemeinde Krispl]] mit einem Kostenaufwand von etwa 1,4 Millionen [[Schilling]] (rund 102.000 Euro) ausgebaut. Bei der Talstation wurde ein Parkplatz für etwa 350 Pkw angelegt. Und die Postautobuslinie wurde bis zur Talstation verlängert.
    
Der 82-Jährige hatte Pläne für einen weiteren Ausbau des Skigebiets. Aber: "''Ohne Hotels direkt im Ort ist ein Skigebiet auf lange Sicht nicht rentabel''", sagte Pesendorfer. Die Bürgermeister der Gemeinden Krispl und Hintersee hätten dies jedoch stets anders gesehen: "''Sie wollten die Orte beschaulich und ruhig halten.''" Immer wieder habe es deswegen Konflikte gegeben. Pesendorfer zog sich [[1985]] zurück und verkaufte das Skigebiet mit Gewinn an die Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm.
 
Der 82-Jährige hatte Pläne für einen weiteren Ausbau des Skigebiets. Aber: "''Ohne Hotels direkt im Ort ist ein Skigebiet auf lange Sicht nicht rentabel''", sagte Pesendorfer. Die Bürgermeister der Gemeinden Krispl und Hintersee hätten dies jedoch stets anders gesehen: "''Sie wollten die Orte beschaulich und ruhig halten.''" Immer wieder habe es deswegen Konflikte gegeben. Pesendorfer zog sich [[1985]] zurück und verkaufte das Skigebiet mit Gewinn an die Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm.
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=== 1985 übernahmen die Saalbacher Bergbahnen die Gaißauer Bergbahn ===
 
Die [[Saalbacher Bergbahnen GmbH]] hatten die {{PAGENAME}} 1985 übernommen und sollten nach schneeärmeren Wintern in den nächsten Jahren zwischen 20 und 25 Millionen Euro in das Skigebiet investieren. Dafür suchten sie Investoren. Der Grund für die notwendigen Investitionen lag in den zu geringen Bettenkapazitäten für länger bleibende Gäste in dieser Region, sowie fehlende [[Beschneiungsanlage]]n, um auch in schneeärmeren Wintern wie [[2007]]/[[2008]] überleben zu können.  
 
Die [[Saalbacher Bergbahnen GmbH]] hatten die {{PAGENAME}} 1985 übernommen und sollten nach schneeärmeren Wintern in den nächsten Jahren zwischen 20 und 25 Millionen Euro in das Skigebiet investieren. Dafür suchten sie Investoren. Der Grund für die notwendigen Investitionen lag in den zu geringen Bettenkapazitäten für länger bleibende Gäste in dieser Region, sowie fehlende [[Beschneiungsanlage]]n, um auch in schneeärmeren Wintern wie [[2007]]/[[2008]] überleben zu können.  
    
Anfang 2010 wurde von den Saalbacher Bergbahnen die Gesamtverschuldung der {{PAGENAME}} mit 2,5 Millionen Euro angegeben. Sie boten die Anlagen um drei Millionen Euro zum Verkauf an. Im Spätherbst 2011 war man mit einem Investor aus [[Bayern]] im Gespräch und wurde von diesem das Skigebiet übernommen.<ref>[[Salzburg24]] vom [https://www.salzburg24.at/archiv/renwag-kauft-gaissauer-bergbahn-59290159 29. November 2011]</ref>
 
Anfang 2010 wurde von den Saalbacher Bergbahnen die Gesamtverschuldung der {{PAGENAME}} mit 2,5 Millionen Euro angegeben. Sie boten die Anlagen um drei Millionen Euro zum Verkauf an. Im Spätherbst 2011 war man mit einem Investor aus [[Bayern]] im Gespräch und wurde von diesem das Skigebiet übernommen.<ref>[[Salzburg24]] vom [https://www.salzburg24.at/archiv/renwag-kauft-gaissauer-bergbahn-59290159 29. November 2011]</ref>
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=== 2014 kam ein chinesischer Investor, der nichts investierte ===
 
Nach einem weiteren schneearmen Winter wurden 2014 wieder Interessenten gesucht und man fand schließlich einen chinesischen Investor. Die vom neuen chinesischen Mehrheitsbesitzer angekündigten Investitionen wie eine neue Gondelbahn auf die [[Anzenberghöhe]] sowie eine teilweise künstliche Beschneiung des Skigebiets wurden aber immer wieder verschoben. Das gilt auch für eine geplante Kapitalerhöhung von einer auf fünf Millionen Euro für die {{PAGENAME}}.
 
Nach einem weiteren schneearmen Winter wurden 2014 wieder Interessenten gesucht und man fand schließlich einen chinesischen Investor. Die vom neuen chinesischen Mehrheitsbesitzer angekündigten Investitionen wie eine neue Gondelbahn auf die [[Anzenberghöhe]] sowie eine teilweise künstliche Beschneiung des Skigebiets wurden aber immer wieder verschoben. Das gilt auch für eine geplante Kapitalerhöhung von einer auf fünf Millionen Euro für die {{PAGENAME}}.
  

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