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Der '''Falkenstein''' ist eine Felsanhöhe an der linken Talseite unterhalb der Ortschaft [[Krimml]] im [[Oberpinzgau]].   
 
Der '''Falkenstein''' ist eine Felsanhöhe an der linken Talseite unterhalb der Ortschaft [[Krimml]] im [[Oberpinzgau]].   
 
==Lage==
 
==Lage==
Beim Falkenstein befindet sich eine Talenge, an der derzeit die [[Pinzgauer Lokalbahn]] noch auf Walder Gemeindegebiet endet. Er weist nach Süden hin eine unzugängliche Felswand auf, auf allen anderen Seiten war der Falkenstein ebenfalls schwer zugänglich und leicht zu befestigen. Darüber hinaus überblickt man vom Falkenstein das Salzachtal bei Krimml und den Zugang zum Krimmler Tauern. Der Falkenstein bot sich daher als idealer prähistorischer Siedlungsort an.  
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Beim Falkenstein befindet sich eine Talenge, an der derzeit die [[Pinzgauer Lokalbahn]] noch auf Walder Gemeindegebiet endet. Er weist nach Süden hin eine unzugängliche Felswand auf, auf allen anderen Seiten war der Falkenstein ebenfalls schwer zugänglich und leicht zu befestigen. Darüber hinaus überblickt man vom Falkenstein das [[Salzachtal]] bei Krimml und den Zugang zum [[Krimmler Tauern]]. Der Falkenstein bot sich daher als idealer prähistorischer Siedlungsort an.
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==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Im Jahr 1946 hat [[Martin Hell]] bei einer Begehung auf dem Krimmler Falkenstein Spuren einer vorgeschichtlichen Besiedelung entdeckt. Die ältesten Relikte reichen in die ältere [[Bronzezeit]] zurück. Aus der späten Bronzezeit und der frühen [[Hallstattzeit]] stammt das reichhaltigste Fundmaterial. Bei einer näheren Untersuchung des Siedlungsareals durch Martin Hell wurden 16 verschiedene Hütten angeschnitten, eine Hütte wurde vollständig ergraben. Die Hütten waren aus Rundholzstangen errichtet – vergleichbar mit der Bauweise alter Almhütten oder  [[Heustadel]]. Die Feuerstelle befand sich in der Hüttenmitte. Das gefundene Scherbenmaterial wies Kupferschlacke als Magerungsmittel auf. Auch andere Kupferspuren kamen zutage, was die Annahme berechtigt, dass die Bewohner dieser Felsanhöhe [[Kupferbergbau]] betrieben haben. Ihre Abbau-, Verhüttungs- und Begräbnisplätze sind noch unbekannt.  
 
Im Jahr 1946 hat [[Martin Hell]] bei einer Begehung auf dem Krimmler Falkenstein Spuren einer vorgeschichtlichen Besiedelung entdeckt. Die ältesten Relikte reichen in die ältere [[Bronzezeit]] zurück. Aus der späten Bronzezeit und der frühen [[Hallstattzeit]] stammt das reichhaltigste Fundmaterial. Bei einer näheren Untersuchung des Siedlungsareals durch Martin Hell wurden 16 verschiedene Hütten angeschnitten, eine Hütte wurde vollständig ergraben. Die Hütten waren aus Rundholzstangen errichtet – vergleichbar mit der Bauweise alter Almhütten oder  [[Heustadel]]. Die Feuerstelle befand sich in der Hüttenmitte. Das gefundene Scherbenmaterial wies Kupferschlacke als Magerungsmittel auf. Auch andere Kupferspuren kamen zutage, was die Annahme berechtigt, dass die Bewohner dieser Felsanhöhe [[Kupferbergbau]] betrieben haben. Ihre Abbau-, Verhüttungs- und Begräbnisplätze sind noch unbekannt.  
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