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| | [[File:Parornix devoniella-Salzburg, Flachgau, Kasern-E-MK-21229a.jpg|thumb|Männchen: Salzburg, [[Flachgau]], [[Kasern]], Plainberg, 1976.04.14]] | | [[File:Parornix devoniella-Salzburg, Flachgau, Kasern-E-MK-21229a.jpg|thumb|Männchen: Salzburg, [[Flachgau]], [[Kasern]], Plainberg, 1976.04.14]] |
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| − | '''Parornix devoniella''' (''Ornix devoniella'' Stainton, 1850) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]]. | + | '''Parornix devoniella''' (''Ornix devoniella'' Stainton, 1850) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten). |
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| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== |
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| − | ''P. devoniella'' wird von Embacher et al. (2011) aus allen Landesteilen Salzburgs mit Ausnahme des [[Lungau]] gemeldet und scheint mit der Nahrungspflanze der Raupen, der Haselnuss (''[[Corylus avellana]]'') in Höhenlagen von 400 bis 1300 m allgemein verbreitet zu sein. Aus dem Lungau liegt nach neueren Untersuchungen nur ein fraglicher Nachweis vor. ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021). Lebensraum der Art sind abwechslungsreich strukturierte Waldränder, Galeriewälder, sowie hochstauden- und gebüschreiche Schlagflächen. Hier fliegen die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] vermutlich in zwei (?) Generationen pro Jahr von Ende April bis Juni und von Juni bis August, während die Raupen bisher im September und Oktober gefunden wurden ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021). | + | ''P. devoniella'' wird von Embacher et al. (2011) aus allen Landesteilen Salzburgs mit Ausnahme des [[Lungau]]s gemeldet und scheint mit der Nahrungspflanze der Raupen, der [[Haselnuss]] (''[[Corylus avellana]]''), in Höhenlagen von 400 bis 1300 m allgemein verbreitet zu sein. Aus dem Lungau liegt nach neueren Untersuchungen nur ein fraglicher Nachweis vor. ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021). Lebensraum der Art sind abwechslungsreich strukturierte [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>ränder, Galeriewälder, sowie hochstauden- und gebüschreiche Schlagflächen. Hier fliegen die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] vermutlich in zwei (?) Generationen pro Jahr von Ende April bis Juni und von Juni bis August, während die Raupen bisher im September und Oktober gefunden wurden ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021). |
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| | ==Biologie und Gefährdung== | | ==Biologie und Gefährdung== |
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| − | Über die Lebensweise der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist in Salzburg nichts bekannt. Die Raupen der Art leben monophag zunächst in unterseitigen, mehr oder weniger rechteckigen Platzminen an den Blättern von ''[[Corylus avellana]]'', später fressen sie unter dem umgeschlagenen Blattrand. Gelegentlich können die Minen auch an ''[[Corylus maxima]]'' gefunden werden. An ihren Nahrungspflanzen treten die Raupen in Konkurrenz zu anderen Blattminierern wie ''[[Stigmella floslactella]]'', ''[[Stigmella microtheriella]]''. ''[[Phyllonorycter coryli]]'', ''[[Phyllonorycter nicellii]]'', ''[[Coleophora serratella]]'', aber auch Raupen der eigenen Art (Daten nach Kurz & Kurz 2021). Im Allgemeinen werden dabei aber verschiedene Blätter befallen, sodass sich die Tiere nicht direkt gegenseitig beeinflussen. Wegen der weiten Verbreitung und der ausreichenden Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume wird die Art in Salzburg als ungefährdet angesehen. | + | Über die Lebensweise der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nichts bekannt. Die Raupen der Art leben monophag zunächst in unterseitigen, mehr oder weniger rechteckigen Platzminen an den Blättern von ''[[Corylus avellana]]'', später fressen sie unter dem umgeschlagenen Blattrand. Gelegentlich können die Minen auch an ''[[Corylus maxima]]'' gefunden werden. An ihren Nahrungspflanzen treten die Raupen in Konkurrenz zu anderen Blattminierern wie ''[[Stigmella floslactella]]'', ''[[Stigmella microtheriella]]''. ''[[Phyllonorycter coryli]]'', ''[[Phyllonorycter nicellii]]'', ''[[Coleophora serratella]]'', aber auch Raupen der eigenen Art (Daten nach Kurz & Kurz 2021). Im Allgemeinen werden dabei aber verschiedene Blätter befallen, sodass sich die Tiere nicht direkt gegenseitig beeinflussen. Wegen der weiten Verbreitung und der ausreichenden Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume wird die Art in Salzburg als ungefährdet angesehen. |
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| | ==Weiterführende Informationen== | | ==Weiterführende Informationen== |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | {{Quelle Embacher et al.}} | | {{Quelle Embacher et al.}} |
| − | *Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2021. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 07 Jänner 2021]. | + | *[[Marion Kurz|Kurz, Marion A.]] & [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. E.]] 2000–2021. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 07 Jänner 2021]. |
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| | [[Kategorie:Wissenschaft]] | | [[Kategorie:Wissenschaft]] |