| | Aufgrund eines technisches Defekts blieb Walkner wenige Kilometer nach dem Start hängen (Problem mit der Kupplung) und verlor bis zur ersten Zwischenzeit 02:15 Stunden. Im Feld: Toby Price ging heute als Führender in die Etappe. Bereits bei der ersten Zwischenzeit übernahm aber Kevin Benavides (Honda-Fahrer Nr. 1). Ab ''Waypoint'' 3 lag der KTM-Fahrer Sam Sunderland voran, ehe ab ''Waypoint'' 6 Yamahas Ross Branch übernehmen konnte. Joan Barreda setzte sich auf der 2. Etappe durch und gewann damit seinen 25. Etappensieg bei einer Rallye Dakar. Der Spanier übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Der Auftaktsieger Toby Price lag 32 Minuten hinten. Heute kam kein KTM-Fahrer in die Top-5. | | Aufgrund eines technisches Defekts blieb Walkner wenige Kilometer nach dem Start hängen (Problem mit der Kupplung) und verlor bis zur ersten Zwischenzeit 02:15 Stunden. Im Feld: Toby Price ging heute als Führender in die Etappe. Bereits bei der ersten Zwischenzeit übernahm aber Kevin Benavides (Honda-Fahrer Nr. 1). Ab ''Waypoint'' 3 lag der KTM-Fahrer Sam Sunderland voran, ehe ab ''Waypoint'' 6 Yamahas Ross Branch übernehmen konnte. Joan Barreda setzte sich auf der 2. Etappe durch und gewann damit seinen 25. Etappensieg bei einer Rallye Dakar. Der Spanier übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Der Auftaktsieger Toby Price lag 32 Minuten hinten. Heute kam kein KTM-Fahrer in die Top-5. |
| − | Walkner über den Defekt: "''Für uns alle unerklärlich - aber wenn es nicht sein will, will es nicht sein''", konstatierte Walkner, der seine Chancen auf eine Top-Platzierung begraben musste. Zwar fuhr Walkner noch von Position 95 auf 69 nach vor, die realistischen Chancen auf den angestrebten Podestplatz sind allerdings mit 02:26 Stunden Rückstand auf Barreda dahin. "''Extrem enttäuscht''" schilderte der 34-Jährige aus Kuchl nachher seine Sicht der Dinge: "''Es ist echt ein gewaltiger Scheiß, aber ich kann es nicht ändern.''" | + | Walkner über den Defekt: "''Für uns alle unerklärlich - aber wenn es nicht sein will, will es nicht sein''", konstatierte Walkner, der seine Chancen auf eine Top-Platzierung begraben musste. Zwar fuhr Walkner noch von Position 95 auf 69 nach vor, die realistischen Chancen auf den angestrebten Podestplatz sind allerdings mit 02:26 Stunden Rückstand auf Barreda dahin. "''Extrem enttäuscht''" schilderte der 34-Jährige aus Kuchl nachher seine Sicht der Dinge: "''Es ist echt ein gewaltiger Scheiß, aber ich kann es nicht ändern.''" Nach etwa 45 von 685 Kilometern habe er es mit seinem Bike trotz mehrerer Versuche nicht über "''extrem weiche Sandhügel''" geschafft, immer wieder sei er hängengeblieben. Er habe dann recht schnell mit einem Getriebe- oder Kupplungsschaden gerechnet. "''Ich habe dann die Mechaniker angerufen, alles zerlegt und versucht, die ganzen Kleinteile auf meine Jacke zu geben. Weil alles, was da in den Sand runterfällt, ist mehr oder weniger unauffindbar''", berichtete Walkner. |
| | + | Anschließend habe er etliche Fahrer aufgehalten, bis ihm endlich ein Konkurrent mit einer Kupplungslamelle aushelfen konnte. Davor seien ihm einsam wartend "''fast die Tränen gekommen''", erzählte er. Mit Kabelbinder und vom Organisationsteam geliehenem Werkzeug flickte Walkner das Motorrad wieder zusammen, fuhr dann aber ohne Kupplung weiter, "''was in den Dünen oder im Sand teilweise eine ganz schöne Herausforderung ist''". Er habe trotzdem Gas gegeben, sich inmitten von Staubwolken an Lastwägen und Autos vorbeigekämpft, die ihn später teilweise zurücküberholt hätten. |
| | + | Völlig abgekämpft kam er schließlich im Ziel an. Er wolle nun Tag für Tag versuchen, sich ein Stück weiter nach vorne zu arbeiten. "''Jetzt müssen wir schauen, ob das vielleicht eine schlechte Charge von Kupplungen war"'', erklärte Walkner. "''Ich habe noch nie in meinem Leben eine Kupplung ruiniert, und jetzt nach drei Dünen ist sie mehr oder weniger abgebrannt.''" |