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| | Doch auch der Tod von Joseph II. änderte nichts an der Unterdrückung der ''ehrlichen'' Roma. Sie durften ihre Sprache nicht pflegen, das war schon unter Joseph II. bei 24 Stockhieben verboten. | | Doch auch der Tod von Joseph II. änderte nichts an der Unterdrückung der ''ehrlichen'' Roma. Sie durften ihre Sprache nicht pflegen, das war schon unter Joseph II. bei 24 Stockhieben verboten. |
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| − | ==Roma und Salzburg==
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| − | Schon immer waren Roma auch im Salzburger Land unterwegs. Früher als Hausierer oder Handwerker, zu nennen seien hier die Roma als Scherenschleifer, in den letzten Jahrzehnten tauchten sie als Clan jeweils gemeinsam auf, blieben einige Wochen und zogen dann weiter. Dazu konnten sie beispielsweise am [[Park & Ride#Park & Ride Stadt Salzburg|Park & Ride Salzburg Süd]] wohnen gegen Entrichtung von Gebühren für Wasser, Strom und Abfall.
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| − | Aufregung gab es um eine Hochzeit im Juni 2010, die in [[Puch]]-[[Urstein]] auf dem seit Jahren größtenteils brach liegenden Gewerbegrund stattfand. Anrainer beschwerten sich über die ihrer Meinung nach zu lauten Musik<ref>Anmerkung: die Roma feierten eine ihren Sitten und Gepflogenheit nach mehrere Tage dauernde Hochzeit</ref> beim Bürgermeister [[Helmut Klose]]. Dieser wollte allen ernstens, nachdem die Polizei keinen grundsätzlichen Handlungsbedarf sah<ref>Anmerkung: das Gelände gehört dem Unternehmer [[Asamer]] und ist somit Privatgrund</ref>, die friedlich feiernde Gemeinde mit Gülle (!!) vertreiben. Letztendlich blieb es bei seiner Absicht, wenn auch öffentlich geäußerten.
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| − | Anzumerken ist aber die natürlich berechtigte Forderung der Gemeinde, die Roma müssten Vereinbarungen über Dauer des Aufenthalts, Abfall- und Entsorgungskosten einhalten. Man habe bei einem ähnlichen Zusammentreffen der Roma vor rund drei Jahren insgesamt 2800 Euro an Reinigungskosten aufbringen müssen, so Wolfgang Ortner, bei der Gewerbepark Urstein für die Immobilien verantwortlich<ref>Quelle [http://sosheimat.wordpress.com/2010/06/02/roma-lager-in-puch-sorgt-fur-aufregung/ sosoheimat.wordpress.com]</ref>.
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| | ==Roma in der Geschichte Salzburgs== | | ==Roma in der Geschichte Salzburgs== |
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| | Erstmals in der Geschichte des Salzburger Erzstifts wird mit einem Dokument vom [[17. März]] [[1706]] die ''Vogelfreiheit'' der Zigeuner erklärt. [[1716]] erneuert Erzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] seine eigene ''General-Verordnung'' und bekräftigt gleichzeitig die (eine neuerliche) Vogelfreiheit von 1712. | | Erstmals in der Geschichte des Salzburger Erzstifts wird mit einem Dokument vom [[17. März]] [[1706]] die ''Vogelfreiheit'' der Zigeuner erklärt. [[1716]] erneuert Erzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] seine eigene ''General-Verordnung'' und bekräftigt gleichzeitig die (eine neuerliche) Vogelfreiheit von 1712. |
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| − | ====Geschichte der jüngeren Zeit==== | + | ====Roma in der jüngeren Zeit==== |
| | Das [[Zigeunerlager Maxglan]] war ein Zwangslager für Sinti in Salzburg. Es befand sich in Widerspruch zu seinem Namen Maxglan im Stadtteil [[Leopoldskroner Moos]] und bestand zwischen Herbst 1940 und April 1943. | | Das [[Zigeunerlager Maxglan]] war ein Zwangslager für Sinti in Salzburg. Es befand sich in Widerspruch zu seinem Namen Maxglan im Stadtteil [[Leopoldskroner Moos]] und bestand zwischen Herbst 1940 und April 1943. |
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| | + | Schon immer waren Roma auch im Salzburger Land unterwegs. Früher als Hausierer oder Handwerker, zu nennen seien hier die Roma als Scherenschleifer, in den letzten Jahrzehnten tauchten sie als Clan jeweils gemeinsam auf, blieben einige Wochen und zogen dann weiter. Dazu konnten sie beispielsweise am [[Park & Ride#Park & Ride Stadt Salzburg|Park & Ride Salzburg Süd]] wohnen gegen Entrichtung von Gebühren für Wasser, Strom und Abfall. |
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| | + | Aufregung gab es um eine Hochzeit im Juni 2010, die in [[Puch]]-[[Urstein]] auf dem seit Jahren größtenteils brach liegenden Gewerbegrund stattfand. Anrainer beschwerten sich über die ihrer Meinung nach zu lauten Musik<ref>Anmerkung: die Roma feierten eine ihren Sitten und Gepflogenheit nach mehrere Tage dauernde Hochzeit</ref> beim Bürgermeister [[Helmut Klose]]. Dieser wollte allen ernstens, nachdem die Polizei keinen grundsätzlichen Handlungsbedarf sah<ref>Anmerkung: das Gelände gehört dem Unternehmer [[Asamer]] und ist somit Privatgrund</ref>, die friedlich feiernde Gemeinde mit Gülle (!!) vertreiben. Letztendlich blieb es bei seiner Absicht, wenn auch öffentlich geäußerten. |
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| | + | Anzumerken ist aber die natürlich berechtigte Forderung der Gemeinde, die Roma müssten Vereinbarungen über Dauer des Aufenthalts, Abfall- und Entsorgungskosten einhalten. Man habe bei einem ähnlichen Zusammentreffen der Roma vor rund drei Jahren insgesamt 2800 Euro an Reinigungskosten aufbringen müssen, so Wolfgang Ortner, bei der Gewerbepark Urstein für die Immobilien verantwortlich<ref>Quelle [http://sosheimat.wordpress.com/2010/06/02/roma-lager-in-puch-sorgt-fur-aufregung/ sosheimat.wordpress.com]</ref>. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |