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Um [[450]] tauchte der heilige [[Severin]] in diesem Gebiet auf, nach seinem Tod begann der Niedergang der [[Provincia Noricum]], bis Anfang des [[6. Jahrhundert]]s die [[Bajuwaren]] in das Salzburger Gebiet und somit auch in den Raum Hallein vorstießen. Auf [[Rupert von Worms]] folgte Bischof [[Arno]], der in seinem [[Salzburger Güterverzeichnis]] alle Orte in seinem Herrschaftsgebiet festhielt.
 
Um [[450]] tauchte der heilige [[Severin]] in diesem Gebiet auf, nach seinem Tod begann der Niedergang der [[Provincia Noricum]], bis Anfang des [[6. Jahrhundert]]s die [[Bajuwaren]] in das Salzburger Gebiet und somit auch in den Raum Hallein vorstießen. Auf [[Rupert von Worms]] folgte Bischof [[Arno]], der in seinem [[Salzburger Güterverzeichnis]] alle Orte in seinem Herrschaftsgebiet festhielt.
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==Der Beginn Halleins==In diesem Güterverzeichnis findet sich aber lediglich die Dorfmark [[Gamp]]. Alle Quellen "schweigen" zum Thema Bewohner im Raum Hallein - Dürrnberg zwischen 5. und 8. Jahrhundert, daher nimmt man an, dass dieses Gebiet in diesem Zeitabschnitt unbewohnt war. Erst ab dem [[11. Jahrhundert]] regt sich wieder Leben in Hallein.  
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==Der Beginn Halleins==
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In diesem Güterverzeichnis findet sich aber lediglich die Dorfmark [[Gamp]]. Alle Quellen "schweigen" zum Thema Bewohner im Raum Hallein - Dürrnberg zwischen [[5. Jahrhundert|5.]] und [[8. Jahrhundert]], daher nimmt man an, dass dieses Gebiet in diesem Zeitabschnitt unbewohnt war. Erst ab dem [[11. Jahrhundert]] regt sich wieder Leben in Hallein.  
    
==Erste neuerliche Salzgewinnung==
 
==Erste neuerliche Salzgewinnung==
 
Und auch Salz wird wieder gewonnen. Doch (noch) nicht am Dürrnberg, sondern am ''Tuval'', dem Bergzug zwischen der [[Ruine Guetrat]] und [[Sankt Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]] (siehe auch [[Niederalm#Geschichte#Salzgewinnung der Fürstpropstei Berchtesgaden in Niederal|Salzgewinnung der Fürstpropstei Berchtesgaden in Niederalm]]). Allerdings geologisch konnte Salz nur im Bereich der Ruine in Richtung [[Kaltenhausen]] vorgekommen sein. Nun setzen wieder Beurkundungen ein: [[1123]] schenkte in einer Urkunde [[Erzbischof]] [[Konrad I. von Abensberg]] dem Salzburger [[Domkapitel]] eben eine Saline auf dem Tuval. Allerdings stellte sich diese Urkunde als Fälschung aus dem Jahr 1195/96 heraus. Dies, um alte Besitzrechte gegenüber der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] geltend machen zu können (vergleiche dazu auch [[Salzkrieg]]). Die erste echte, ungefälschte Urkunde stammt dann vom [[14. April]] [[1191]], in der erstmals eine Saline auf dem Tuval bezeugt wird.  
 
Und auch Salz wird wieder gewonnen. Doch (noch) nicht am Dürrnberg, sondern am ''Tuval'', dem Bergzug zwischen der [[Ruine Guetrat]] und [[Sankt Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]] (siehe auch [[Niederalm#Geschichte#Salzgewinnung der Fürstpropstei Berchtesgaden in Niederal|Salzgewinnung der Fürstpropstei Berchtesgaden in Niederalm]]). Allerdings geologisch konnte Salz nur im Bereich der Ruine in Richtung [[Kaltenhausen]] vorgekommen sein. Nun setzen wieder Beurkundungen ein: [[1123]] schenkte in einer Urkunde [[Erzbischof]] [[Konrad I. von Abensberg]] dem Salzburger [[Domkapitel]] eben eine Saline auf dem Tuval. Allerdings stellte sich diese Urkunde als Fälschung aus dem Jahr 1195/96 heraus. Dies, um alte Besitzrechte gegenüber der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] geltend machen zu können (vergleiche dazu auch [[Salzkrieg]]). Die erste echte, ungefälschte Urkunde stammt dann vom [[14. April]] [[1191]], in der erstmals eine Saline auf dem Tuval bezeugt wird.  
      
Eine erste urkundliche Erwähnung des Ortes Hallein findet sich dann [[1198]] als  ''muelpach'', jedoch ist der [[Salzbergbau|Salzabbau]] am [[Bad  Dürrnberg|Dürrnberg]] schon [[1191]] nachgewiesen. Wann aber tatsächlich dort Salzlager wieder entdeckt wurden, ist heute nicht mehr nachweisbar. Die Urkunde aus 1198 von Erzbischof [[Adalbert III.]] verfügt, dass aller Ertrag des Salzwerkes am Tuval von den [[Barmsteine]]n bis zur ''Alm'' ([[Königsseeache]]) und [[Grafengaden]] zwischen dem Erzbischof, dem [[Domkapitel]] und dem Stift Berchtesgaden gleichmäßig aufgeteilt werden sollte.  
 
Eine erste urkundliche Erwähnung des Ortes Hallein findet sich dann [[1198]] als  ''muelpach'', jedoch ist der [[Salzbergbau|Salzabbau]] am [[Bad  Dürrnberg|Dürrnberg]] schon [[1191]] nachgewiesen. Wann aber tatsächlich dort Salzlager wieder entdeckt wurden, ist heute nicht mehr nachweisbar. Die Urkunde aus 1198 von Erzbischof [[Adalbert III.]] verfügt, dass aller Ertrag des Salzwerkes am Tuval von den [[Barmsteine]]n bis zur ''Alm'' ([[Königsseeache]]) und [[Grafengaden]] zwischen dem Erzbischof, dem [[Domkapitel]] und dem Stift Berchtesgaden gleichmäßig aufgeteilt werden sollte.  
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Zur Stadt wird  Hallein [[1230]] erhoben, den Namen ''Hallein'' trägt sie dann ab der ersten Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s. Zu dieser Zeit wird es still um die Salzgewinnung am Tuval, der Dürrnberg gewinnt wieder an Bedeutung.
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Zur Stadt wird  Hallein [[1230]] erhoben, den Namen ''Hallein'' trägt sie dann ab der ersten Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s (''Hallinum'' [1237], ''Haellinum'' [1244], ab 1300 dann als ''Haellin'', ''Haellein'' und schließlich ''Hallein''). Zu dieser Zeit wird es still um die Salzgewinnung am Tuval, der Dürrnberg gewinnt wieder an Bedeutung. [[1218]] standen im Stadtgebiet neun Salzpfannen<ref>siehe auch [[Salzwelten Hallein bei Salzburg]]</ref>, die im [[19. Jahrhundert]] mit Ausnahme des [[Colloredo-Sudhaus]]es  von [[1798]], abgetragen wurden  und es kam zur Verlegung der [[Saline Hallein|Saline]] in den Jahren [[1854]] bis [[1862]] auf die [[Pernerinsel]]. Es war auch Sitz eines  [[Pflegegericht]]s, wie im [[Atlas Salisburgensis]] vom Salzburger  Kartografen [[Joseph Jakob Fürstaller]] angeführt.  
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[[1218]] standen im Stadtgebiet neun Salzpfannen, die im [[19. Jahrhundert]] mit  Ausnahme des [[Colloredo-Sudhaus]]es  von [[1798]], abgetragen wurden und es kam zur Verlegung der [[Saline Hallein|Saline]] in den Jahren [[1854]] bis [[1862]] auf die [[Pernerinsel]]. Es war auch Sitz eines  [[Pflegegericht]]s, wie im [[Atlas Salisburgensis]] vom Salzburger  Kartografen [[Joseph Jakob Fürstaller]] angeführt.  
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Im ehemaligen Salinenverwaltungsgebäude ([[1654]]) befindet sich jetzt das [[Keltenmuseum Hallein]], in dem seit [[1970]] Funde aus der [[Hallstattzeit|Hallstatt-]] und La-Tène-Zeit aus den Gräberfeldern des Dürrnbergs ebenso wie die Rekonstruktion eines Fürstengrabs zu sehen sind.
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Im  ehemaligen Salinenverwaltungsgebäude ([[1654]]) befindet sich jetzt das  [[Keltenmuseum Hallein]], in dem seit [[1970]] Funde aus der [[Hallstattzeit|Hallstatt-]] und La-Tène-Zeit aus den Gräberfeldern des  Dürrnbergs ebenso wie die Rekonstruktion eines Fürstengrabs zu sehen  sind.
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==Die Stadtentwicklung==
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Um die [[Stadtpfarrkirche Hallein]] entwickelte sich gegen Ende des [[12. Jahrhundert]]s der älteste Kern Halleins. Die Sudhäuser lagen tiefer auf einer kleinen Ebene zwischen der [[Salzach]] und dem Kotbach-Schwemmkegel. Es war der Beginn der Entwicklung eines Kerns oben bei der Kirche und unten um den [[Unterer Markt|Unteren Markt]].
    
==Quellen==
 
==Quellen==
 
* [[Ernst Penninger]], [[Georg Stadler]] ''Hallein, Ursprung und Geschichte der Salinenstadt'', bearbeitet von [[Pert Peternell]], 1970, [[Salzburger Nachrichten]] Verlag
 
* [[Ernst Penninger]], [[Georg Stadler]] ''Hallein, Ursprung und Geschichte der Salinenstadt'', bearbeitet von [[Pert Peternell]], 1970, [[Salzburger Nachrichten]] Verlag
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==Fußnoten==
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<references/>
    
[[Kategorie:Hallein]]
 
[[Kategorie:Hallein]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]

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