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Das '''Berchtesgadener Land''' mit einer Fläche von 840 qkm und 101.926 Einwohnern (Stand 30.6.2004) teilt sich in drei geographische Regionen: die um [[Laufen (Bayern)|Laufen]] und Freilassing, die um [[Bad Reichenhall]] und die um [[Berchtesgaden]].
==Daten==
*höchster Punkt: 2713 m (Watzmann-Mittelspitze)
*tiefster Punkt: 383 m (Einmündung des Schinderbaches in die [[Salzach]] in Laufen).
*Fläche von 840 qkm
*Einwohner: 101.926 Einwohner
==Geschichte==
Aufzeichnungen der Augustiner ist zu entnehmen, dass sie im [[11. Jahrhundert]] mit Rodungsarbeiten im Gebiet begannen. Die Stiftskirche von [[Berchtesgaden]] wurde [[1122]] geweiht.
Bis ins Jahr [[12. Jahrhundert]] läßt sich auch die Geschichte rund ums Salz im Berchtesgadener Land zurück verfolgen. Damals wurden unterhalb des Götschenkopfes bei Markt Schellenberg erste Salzvorkommnisse entdeckt. Dort ist auch um [[1220]] die erste Saline zur Weiterverarbeitung entstanden, die bis [[1805]] betrieben wurde. Im Markt Berchtesgaden ist im Jahre [[1517]] mit dem Anschlagen des Petersberg-Stollen mit dem [[Salzbergwerk Berchtesgaden|Salzabbau]] begonnen worden. Die hier erzeugte Sole wurde erst zur Saline nach Schellenberg, ab [[1555]] in die neu errichtete Saline Frauenreuth in Berchtesgaden (Gelände des heutigen Bahnhofes) geleitet.
Die reichen Salzvorkommen und ihrer Verwertung brachten Reichtum und Wohlstand und die Ernennung von Berchtesgaden zur Fürstprobstei. Salz war es auch, dass mehrmals zu Kriegen mit [[Erzbistum Salzburg (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] führte (u. a. zur Entmachtung von [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. Berchtesgaden stand von [[1393]] bis [[1404]] unter der Verwaltung von Salzburg. Erst mit der allgemeinen Säkularisation im Jahre [[1803]] wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden. [[1810]] kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die darauf folgenden Jahrzehnte zeigen das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Erst waren es Künstler, dann Alpinisten, bis schließlich der allgemeine Tourismus einsetzte, der auch heute noch dominiert.
Ganz zum Unterschied vom Gebiet um [[Bad Reichenhall]], das seit jeher bayerisches Territorium war. Aus keltischen und römischen Anfängen erreichte auch dieses Gebiet dank der Solevorkommen und der Salzverarbeitung Reichtum und Ansehen. Kehrseite war, dass auch hier immer wieder Kriege wegen des Salzes geführt wurden, besonders mit den benachbarten [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Fürstbischöfen]]. Um die Mitte des [[19. Jahrhunderts]] entdeckte man die Heilkraft der Sole und Bad Reichenhall entwickelte sich zu einem bekannten Soleheilbad.
Der nördliche Teil des Landkreises gehört zum so genannten Rupertiwinkel, dessen Name auf Rupertus, den ersten Bischof von Salzburg, [[Rupert von Worms]], zurückgeht. Dieses Gebiet unterstand bis zur Säkularisation im Jahre [[1803]] dem [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]].
Als Schifferstadt im Zuge des [[Salzbergbau|Salztransportes]] auf der [[Salzach]] konnte die Stadt [[Laufen]] zu ansehnlichem Wohlstand gelangen.
[[1816]] erfolgte dann auch hier die Trennung von Österreich (dem [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger Land]]: durch die Saalach-Salzach-Linie getrennt kam der westliche Teil zu Bayern, der östliche Teil zu Österreich.
Bayern übernahm verwaltungsmäßig diese bestehende Dreiteilung des Berchtesgadener Lands. Erst durch die allgemeine Landkreisgebietsreform in Bayern [[1972]] entstand schließlich der heutige Landkreis Berchtesgadener Land, der aus diesen drei Gebietskörperschaften (unter Abtrennung des nördlichen Laufener Gebietes) gebildet wurde.
==Kugelmühlen==
Kugelmühlen stellten aus den Steinen der Berge des Untersbergmassivs allerlei her: so wurden natürlich die vom Wasser rund geschliffenen Kugeln als Munition für Geschütze verwendet, aber auch als Ballast für Schiffe auf den Weltmeeren fanden die Kugeln Verwendung. Oder für Kinder stellte man Murmeln her.
Auf Bayerischer Seite wurden sie zum Beispiel in der Almbachklamm unterhalb der Wallfahrtskirche [[Maria Gern]] erzeugt, auf Österreichischer Seite z. B. in [[Fürstenbrunn]] - [[Glanegg]]. Über 100 Kugelmühlen soll es um [[1850]] noch im Raum Berchtesgaden gegeben haben. Betrieben wurden sie von Bergbauern, die während der Sommermonate für ihren Hof etwas Geld dazuverdienten wollten.
==Sehenswürdigkeiten und Besichtigungsmöglichkeiten==
* [[Königsee]]
** [[Sankt Bartholomä]]
* [[Berchtesgaden]]
* [[Salzbergwerk Berchtesgaden]]
* [[Laufen (Bayern)|Laufen]] u. a. die Stiftskirche
* Wallfahrtskirche [[Maria Gern]]
* Hintersee bei Ramsau
* Deutsche Alpenstraße
* [[Roßfeld-Ringstraße]]
* [[Obersalzberg]]
* Thumsee bei [[Bad Reichenhall]]
* [[Kloster Höglwörth]], das zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] gehörte
* Gletscherschliff bei Weißbach an der Alpenstraße
==Weblinks==
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Berchtesgaden Berchtesgaden in wiki Deutschland]
==Quellen==
* [http://www.lra-bgl.de/jsp/index.jsp Landratsamt Berchtesgadener Land]
* [http://www.tourismus-berchtesgaden.de/salzbergwerk.html Salzberwerk Berchtesgaden]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Chronik (Geschichte)]]
[[Kategorie:Erzbistum (Geschichte)]]