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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Das Leukental und mit ihm St. Johann in Tirol gehörte spätestens seit der Diözesanteilung des hl. Bonifatius vom Jahr [[739]] zum Bistum, dann Erzbistum Salzburg. | + | Das Leukental und mit ihm St. Johann in Tirol gehörte spätestens seit der Diözesaneinteilung des hl. Bonifatius vom Jahr [[739]] zum Bistum, dann Erzbistum Salzburg. |
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| − | Im „indiculus Arnonis“, dem [[Salzburger Güterverzeichnis]] von 788/90, ist mehreren „ … ecclesiis parrochiales …“ im Tiroler Unterland die Rede. Dies waren aber nicht, wie die Bezeichnung vermuten ließe, Pfarrkirchen, sondern bischöfliche Kirchen. St. Johann in Tirol muss zu dieser Zeit bereits Ur- und Mutterpfarre gewesen sein. Für ein hohes Alter der Kirche spricht auch der Ortsname, der vom einstigen Patrozinium der Pfarrkirche herrühren dürfte, denn der heilige Johannes der Täufer war Patron vieler Taufkirchen. | + | Im „indiculus Arnonis“, dem [[Salzburger Güterverzeichnis]] von 788/90, ist von mehreren „''… ecclesiis parrochiales …''“ im Tiroler Unterland die Rede. Dies waren aber nicht, wie die Bezeichnung vermuten ließe, Pfarrkirchen, sondern bischöfliche Kirchen. St. Johann in Tirol muss zu dieser Zeit bereits Ur- und Mutterpfarre gewesen sein. Für ein hohes Alter der Kirche spricht auch der Ortsname, der vom einstigen Patrozinium der Pfarrkirche herrühren dürfte, denn der heilige Johannes der Täufer war Patron vieler Taufkirchen. |
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| | Die früheste urkundliche Erwähnung einer Kirche in St. Johann in Tirol fällt erst in die Jahre 1150/60. | | Die früheste urkundliche Erwähnung einer Kirche in St. Johann in Tirol fällt erst in die Jahre 1150/60. |
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| | Als Sitz einer Pfarre wurde St. Johann in Tirol am [[28. Jänner]] [[1216]] anlässlich der Errichtung des [[Bistum Chiemsee|Bistums Chiemsee]], zu dem die Pfarre fortan gehörte, ausdrücklich genannt (Die Quelle RES gibt das Jahr [[1275]] als das der [[Pfarren der Erzdiözese Salzburg#Entwicklung|Pfarrerrichtung]] an). [[1262]] wird auch das gestiftete Spital in der Weitau mit seinem Benefizium genannt, das immer zum unmittelbaren Seelsorgebereich der Pfarre gehörte. | | Als Sitz einer Pfarre wurde St. Johann in Tirol am [[28. Jänner]] [[1216]] anlässlich der Errichtung des [[Bistum Chiemsee|Bistums Chiemsee]], zu dem die Pfarre fortan gehörte, ausdrücklich genannt (Die Quelle RES gibt das Jahr [[1275]] als das der [[Pfarren der Erzdiözese Salzburg#Entwicklung|Pfarrerrichtung]] an). [[1262]] wird auch das gestiftete Spital in der Weitau mit seinem Benefizium genannt, das immer zum unmittelbaren Seelsorgebereich der Pfarre gehörte. |
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| − | Im Jahr [[1446]] wurde die Pfarre St. Johann unmittelbar dem Bischof von Chiemseer unterstellt. Der jeweilige Bischof galt als Pfarrer, übte dieses Amt aber durch Vikare aus. St. Johann wurde zur bischöflichen Sommer- bzw. Pastoralresidenz, in der der Bischof seinen Amtsgeschäften nachging. Zwischen [[1463]] und [[1748]] wurden in St. Johann nachweislich acht Diözesansynoden abgehalten. [[1621]] wurde das Dekanat St. Johann in Tirol errichtet, dessen [[Dechant|Dekane]] fortan Vertreter des Bischofs waren. Im Jahre [[1808]] wurde das Bistum Chiemsee im Zuge der [[Befreiungskriege (Überblick)|Napoleonischen Kriege]] aufgehoben. Das Dekanat St. Johann in Tirol wurde wieder Teil des Erzbistums Salzburg. | + | Im Jahr [[1446]] wurde die Pfarre St. Johann unmittelbar dem Bischof von Chiemsee unterstellt. Der jeweilige Bischof galt als Pfarrer, übte dieses Amt aber durch Vikare aus. St. Johann wurde zur bischöflichen Sommer- bzw. Pastoralresidenz, in der der Bischof seinen Amtsgeschäften nachging. Zwischen [[1463]] und [[1748]] wurden in St. Johann nachweislich acht Diözesansynoden abgehalten. [[1621]] wurde das Dekanat St. Johann in Tirol errichtet, dessen [[Dechant|Dekane]] fortan Vertreter des Bischofs waren. Im Jahre [[1808]] wurde das Bistum Chiemsee im Zuge der [[Befreiungskriege (Überblick)|Napoleonischen Kriege]] aufgehoben. Das Dekanat St. Johann in Tirol wurde wieder Teil des Erzbistums Salzburg. |
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| | Bis zur [[Joseph II.|josephinischen]] Pfarrregulierung von [[1786]], die zahlreiche Aus- und Umpfarrungen mit sich brachte, blieben die Pfarrgrenzen so, wie sie bereits 1216 bestanden haben dürften. Die letzte Auspfarrung betraf die Expositur Oberndorf, die am [[1. Mai]] [[1940]] von St. Johann abgetrennt und zur selbständigen Pfarre erhoben wurde. Seither decken sich die Grenzen der Pfarre St. Johann in Tirol mit dem Gebiet der Marktgemeinde St. Johann in Tirol. | | Bis zur [[Joseph II.|josephinischen]] Pfarrregulierung von [[1786]], die zahlreiche Aus- und Umpfarrungen mit sich brachte, blieben die Pfarrgrenzen so, wie sie bereits 1216 bestanden haben dürften. Die letzte Auspfarrung betraf die Expositur Oberndorf, die am [[1. Mai]] [[1940]] von St. Johann abgetrennt und zur selbständigen Pfarre erhoben wurde. Seither decken sich die Grenzen der Pfarre St. Johann in Tirol mit dem Gebiet der Marktgemeinde St. Johann in Tirol. |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| | {{homepage|https://www.pfarre-stjohannintirol.at/}} | | {{homepage|https://www.pfarre-stjohannintirol.at/}} |
| − | * [https://matriken.tirol.gv.at Matriken (matriken.tirol.gv.at))] | + | * [https://www.eds.at/service-hilfe/suche/ www.eds.at (Amt für Kommunikation der Erzdiözese Salzburg) ↓ Ich suche …] → [https://www.eds.at/service-hilfe/suche/pfarren/ Pfarren] → [https://www.eds.at/service-hilfe/suche/pfarren/institutionenpfarren-suchergebnisse/institutionen-details/?tx_fawpersonen_fawpersonen%5Binstitutionen%5D=2488&tx_fawpersonen_fawpersonen%5Bcontroller%5D=Institutionen&cHash=f8cbfe75638c0e5571b470332aabcaa8 ''Pfarre St. Johann in Tirol] |
| | + | * [https://matriken.tirol.gv.at Matriken (matriken.tirol.gv.at)] |
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| − | [[Kategorie:Tirol]]
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