Der Judenberg war allerdings nie als Alm genutzt. Die dortigen drei Bauerngüter Unter- Miter und Ober-Judenberg bestehen seit dem Mittelalter. Niemals waren diese Güter nur im Sommer genutzte Almen außerhalb des Dauersiedlungsraumes. Aus touristischen Gründen wurden verschiedene Bauerngüter auf dem Gaisberg im 19. Jahrhundert zunehmend als "Almen" bezeichnet, auch wenn sich dort nie Almen befanden. Der Tourismus so dem Gast glaubhaft machen, der Gaisberg wäre Teil des (Hoch)-Gebirges mit seiner außerhalb des Dauersiedlungsraumes gelegenen Almregion. Der Stellenwert des Gaisbergs sollte für den (zahlenden) Gast so deutlich verbessert werden. Die "Judenbergalm" ist daher (bestenfalls) der Name für eine touristische Gaststätte aber keine Landschaftsbezeichnung.
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Der Judenberg war allerdings nie als Alm genutzt. Vielmaher war bis vor 100 Jahren der größere Teil der Freiflächen außerhalb des Waldes sogar als (Egart-)Acker genutzt. Getreideanbau war nicht selten. Größere Sommerwwiden sidn dort unbekannt. Die dortigen drei Bauerngüter Unter-, Mitter und Ober-Judenberg bestehen seit dem Mittelalter und waren seit damals stets auch im Winter bewohnt. (Almhütten werden dagegen nur im Sommer bewohnt). Niemals waren diese Güter solche im Sommer genutzte Almen außerhalb des Dauersiedlungsraumes.
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Aus touristischen Gründen wurden verschiedene Bauerngüter auf dem Gaisberg im 19. Jahrhundert zunehmend als "Almen" bezeichnet. Der Tourismus so dem Gast glaubhaft machen, der Gaisberg wäre Teil des (Hoch)-Gebirges mit seiner außerhalb des Dauersiedlungsraumes gelegenen und damals sagenhaften Almregion. Der Stellenwert des Gaisbergs sollte für den (zahlenden) Gast damit deutlich verbessert werden. Die "Judenbergalm" ist daher (bestenfalls) der Name für eine touristische Gaststätte aber keine Landschaftsbezeichnung.