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Der ''[[Präfekten des Benediktiner-Gymnasiums|Präfectus Gymnasii]]'', der Schulleiter, war dem Rektor der Universität unterstellt und hat dem akademischen Senat angehört. Das Gymnasium war die Vorstufe der Universität und mit dieser eng verbunden. Die Schüler und Studenten wurden im [[Collegium Marianum]] und im [[Collegium Rupertinum]], später auch im [[Collegium Virgilianum]] versorgt.
 
Der ''[[Präfekten des Benediktiner-Gymnasiums|Präfectus Gymnasii]]'', der Schulleiter, war dem Rektor der Universität unterstellt und hat dem akademischen Senat angehört. Das Gymnasium war die Vorstufe der Universität und mit dieser eng verbunden. Die Schüler und Studenten wurden im [[Collegium Marianum]] und im [[Collegium Rupertinum]], später auch im [[Collegium Virgilianum]] versorgt.
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Das Akademische Gymnasium wurde als Lateinschule gegründet. Der Unterricht wurde ausschließlich in Latein abgehalten. Die Vorbereitung darauf war die ''Principii'' oder die ''parva schola'' für Kinder, deren Eltern keinen teuren Privatunterricht bezahlen konnten. Erst gegen Ende des [[18. Jahrhundert]]s nahm die Gepflogenheit, in der Schule Latein als Umgangssprache zu verwenden, ab.
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Das Gymnasium wurde als Lateinschule gegründet. Der Unterricht wurde ausschließlich in Latein abgehalten. Die Vorbereitung darauf war die ''Principii'' oder die ''parva schola'' für Kinder, deren Eltern keinen teuren Privatunterricht bezahlen konnten. Erst gegen Ende des [[18. Jahrhundert]]s nahm die Gepflogenheit, in der Schule Latein als Umgangssprache zu verwenden, ab.
    
In Österreich gibt es fünf Akademische Gymnasien: das älteste ist Linz (1542), Wien und Innsbruck (1553), Graz (1573) und das jüngste in Salzburg (1617).
 
In Österreich gibt es fünf Akademische Gymnasien: das älteste ist Linz (1542), Wien und Innsbruck (1553), Graz (1573) und das jüngste in Salzburg (1617).
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Mitte des [[19. Jahrhundert]]s ist die Bezeichnung als "Akademisches Gymnasium" verschwunden. Es wurde als k.k. Gymnasium, k.k. Staatsgymnasium, nach dem Ende der [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] nur mehr Staatsgymnasium (ohne k.k.), dann wieder ''Humanistisches Gymnasium'', Bundesgymnasium und 1. Bundesgymnasium bezeichnet.
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Mitte des [[19. Jahrhundert]]s ist die Bezeichnung "Salzburger Gymnasium" verschwunden. Es wurde nun als k.k. Gymnasium, k.k. Staatsgymnasium, nach dem Ende der [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] nur mehr Staatsgymnasium (ohne k.k.), dann wieder ''Humanistisches Gymnasium'', Bundesgymnasium und 1. Bundesgymnasium bezeichnet.
    
Immer wieder kam es unter den Schülern auch zu Epidemien, u.a. im Herbst 1865, als viele Schüler und Lehrer an Typhus erkrankten. In Folge starben die Schüler Ignaz Thanner, Arthur Stadt, Joseph Scharfetter, Johann Mazelsberger, Ludwig Buchleitner, Martin Edmayr, Johann Hartinger und Johann Kainzner. Im Weiteren noch Professor P. Prior Conrad Reitsamer und Dr. Joseph Walcher, die gewesenen Professoren P. Jakob Gries und P. Dr. Theodor Stabell, und der Schuldiener Anton Signitzer.<ref>''Sechzehntes Programm des kaiserlich königlichen Staats-Gymnasiums in Salzburg am Schlusse der Schuljahres 1866''. Veröffentlicht am 14. Juli 1866 durch den Direktor des Gymnasiums, Dr. [[Hermenegild Kottinger]]. Salzburg: [[Salzburger Druckerei|Zaunrithische Buchdruckerei]], S. 47f.</ref>
 
Immer wieder kam es unter den Schülern auch zu Epidemien, u.a. im Herbst 1865, als viele Schüler und Lehrer an Typhus erkrankten. In Folge starben die Schüler Ignaz Thanner, Arthur Stadt, Joseph Scharfetter, Johann Mazelsberger, Ludwig Buchleitner, Martin Edmayr, Johann Hartinger und Johann Kainzner. Im Weiteren noch Professor P. Prior Conrad Reitsamer und Dr. Joseph Walcher, die gewesenen Professoren P. Jakob Gries und P. Dr. Theodor Stabell, und der Schuldiener Anton Signitzer.<ref>''Sechzehntes Programm des kaiserlich königlichen Staats-Gymnasiums in Salzburg am Schlusse der Schuljahres 1866''. Veröffentlicht am 14. Juli 1866 durch den Direktor des Gymnasiums, Dr. [[Hermenegild Kottinger]]. Salzburg: [[Salzburger Druckerei|Zaunrithische Buchdruckerei]], S. 47f.</ref>
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[[1922]] maturierte das erste Mädchen.
 
[[1922]] maturierte das erste Mädchen.
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Mit Entschließung des Bundesministers vom [[22. Juni]] [[1964]] wurde der Schule offiziell wieder der Name ''Akademisches Gymnasium Salzburg'' verliehen.<ref>[[Matthias Laireiter|Laireiter, Matthias]]: ''Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963''. Hrsg. vom [[Landesschulrat für Salzburg]]. Salzburg 1965, S. 140.</ref> Die Bezeichnung ''Humanistisches Gymnasium'' blieb jedoch weiter gebräuchlich. Im selben Jahr wurde das Akademische Gymnasium auch für Mädchen geöffnet.
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Mit Entschließung des Bundesministers vom [[22. Juni]] [[1964]] wurde der Schule offiziell der Name ''Akademisches Gymnasium Salzburg'' verliehen.<ref>[[Matthias Laireiter|Laireiter, Matthias]]: ''Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963''. Hrsg. vom [[Landesschulrat für Salzburg]]. Salzburg 1965, S. 140.</ref> Die Bezeichnung ''Humanistisches Gymnasium'' blieb jedoch weiter gebräuchlich. Im selben Jahr wurde das Akademische Gymnasium auch für Mädchen geöffnet.
    
Das Schulorganisationsgesetz von [[1962]] brachte eine große Veränderung beim Fremdsprachenunterricht. Ab damals wurde Englisch ab der 1. Klasse, Latein ab der 3. Klasse und Griechisch ab der 5. Klasse unterrichtet. Ab diesem Zeitpunkt war das Akademisches Gymnasium Salzburg das einzige Gymnasium, dass Griechisch ab der 5. Klasse in einer rein humanistischen Oberstufe vorsah.
 
Das Schulorganisationsgesetz von [[1962]] brachte eine große Veränderung beim Fremdsprachenunterricht. Ab damals wurde Englisch ab der 1. Klasse, Latein ab der 3. Klasse und Griechisch ab der 5. Klasse unterrichtet. Ab diesem Zeitpunkt war das Akademisches Gymnasium Salzburg das einzige Gymnasium, dass Griechisch ab der 5. Klasse in einer rein humanistischen Oberstufe vorsah.
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