| Zeile 3: |
Zeile 3: |
| | | | |
| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Schon in der Bronzezeit und späten Jungeisenzeit dürfte der Platz der [[Mittelalter|mittelalterlichen]] Besetzung in der Plankenau besiedelt gewesen sein. Davon zeugen Funde von Tongefäßen und die Anlage von unterirdischen Gängen im Burghügel mit Merkmalen, die auf diese Zeit schließen lassen. | + | Schon in der [[Bronzezeit]] und späten Jungeisenzeit dürfte der Platz der [[Mittelalter|mittelalterlichen]] Besetzung in der Plankenau besiedelt gewesen sein. Davon zeugen Funde von Tongefäßen und die Anlage von unterirdischen Gängen im Burghügel mit Merkmalen, die auf diese Zeit schließen lassen. |
| | | | |
| | Die Errichtung der Burg fällt vermutlich in das [[11. Jahrhundert|11.]] oder [[12. Jahrhundert]]. Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre [[1155]], in der Berthold von Pongau seinen Hof zu gleichen Teilen dem [[Salzburger Domkapitel]] und dem [[Benediktinerstift Admont|Stift Admont]] schenkte. | | Die Errichtung der Burg fällt vermutlich in das [[11. Jahrhundert|11.]] oder [[12. Jahrhundert]]. Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre [[1155]], in der Berthold von Pongau seinen Hof zu gleichen Teilen dem [[Salzburger Domkapitel]] und dem [[Benediktinerstift Admont|Stift Admont]] schenkte. |
| Zeile 10: |
Zeile 10: |
| | | | |
| | Die Burg Plankenau soll von Soldaten der Gräfin [[Margarethe Maultasch]], der Herrin von [[Tirol]] und [[Kärnten]], die über den [[Tappenkarsee|Tappenkar]] in den Pongau eingebrochen waren, im Jahre [[1327]] zerstört worden sein. Diese immer wieder weitergegebene Geschichte konnte jedoch bisher nicht bestätigt werden und auch die Erwähnung eines Hermann von Plankenau aus dem Jahre [[1372]] läßt an der Wahrheit dieser Geschichte zweifeln. | | Die Burg Plankenau soll von Soldaten der Gräfin [[Margarethe Maultasch]], der Herrin von [[Tirol]] und [[Kärnten]], die über den [[Tappenkarsee|Tappenkar]] in den Pongau eingebrochen waren, im Jahre [[1327]] zerstört worden sein. Diese immer wieder weitergegebene Geschichte konnte jedoch bisher nicht bestätigt werden und auch die Erwähnung eines Hermann von Plankenau aus dem Jahre [[1372]] läßt an der Wahrheit dieser Geschichte zweifeln. |
| | + | |
| | Das Geschlecht der Pongauer dürfte nach Aussterben des Mannesstammes durch Heirat in das Geschlecht der Goldegger übergegangen sein. Die [[Herren von Goldegg]] waren auch im Besitz der [[Burg Wagrain]] und des [[Schloss Goldegg|Schlosses Goldegg]]. | | Das Geschlecht der Pongauer dürfte nach Aussterben des Mannesstammes durch Heirat in das Geschlecht der Goldegger übergegangen sein. Die [[Herren von Goldegg]] waren auch im Besitz der [[Burg Wagrain]] und des [[Schloss Goldegg|Schlosses Goldegg]]. |
| | | | |
| − | Laut der Schilderung eines Forschers aus dem Jahre [[1939]] gab es im Inneren eines Turmes eine Steintreppe, die in die unterirdischen Gänge führte. Sie sollen eine Unmenge von Abzweigungen, Rundgängen und Sackstollen mit einer Gesamtlänge von 170 Metern gehabt haben. Ein wahres Labyrinth, das selbst erfahrene Höhlenforscher nicht ohne Plan und Kompaß betraten. | + | Laut der Schilderung eines Forschers aus dem Jahre [[1939]] gab es im Inneren eines Turmes eine Steintreppe, die in die unterirdischen Gänge führte. Sie sollen eine Unmenge von Abzweigungen, Rundgängen und Sackstollen mit einer Gesamtlänge von 170 Metern gehabt haben. Ein wahres Labyrinth, das selbst erfahrene Höhlenforscher nicht ohne Plan und Kompass betraten. |
| | | | |
| − | Der salzachseitige Eingang war bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingestürzt. Ein weiterer Eingang wurde mit Pfosten gestützt um die unterirdischen Gänge zugänglich zu machen. Nach dem Ersten Weltkrieg stürzte aber auch hier der äußerste Gangteil ein und man konnte nur mehr über den Schutt kriechend hineingelangen. Im Frühjahr [[1931]] brach auch dieser letzte Zugang völlig in sich zusammen. | + | Der salzachseitige Eingang war bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingestürzt. Ein weiterer Eingang wurde mit Pfosten gestützt um die unterirdischen Gänge zugänglich zu machen. Nach dem Ersten Weltkrieg stürzte aber auch hier der äußerste Gangteil ein und man konnte nur mehr über den Schutt kriechend hinein gelangen. Im Frühjahr [[1931]] brach auch dieser letzte Zugang völlig in sich zusammen. |
| | | | |
| | Heute sind diese alten Gänge völlig verlegt und unzugänglich. Mauerreste wurden nach und nach abgetragen und für andere Bauten in der Nähe verwendet | | Heute sind diese alten Gänge völlig verlegt und unzugänglich. Mauerreste wurden nach und nach abgetragen und für andere Bauten in der Nähe verwendet |
| | | | |
| − | ==Quelle== | + | ==Quellen== |
| | *Chronik der Stadt St. Johann im Pongau | | *Chronik der Stadt St. Johann im Pongau |
| | *[http://www.bda.at/publikationen/1584/15753/ Publikation über die Burg Wagrain, veröffentlicht auf der Homepage des Bundesdenkmalamtes] | | *[http://www.bda.at/publikationen/1584/15753/ Publikation über die Burg Wagrain, veröffentlicht auf der Homepage des Bundesdenkmalamtes] |