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== Leben in Argentinien ==
 
== Leben in Argentinien ==
Waltraud Fox-Wallner, eine in Wien lebende gebürtige [[Niedernsill]]erin, gelang es im Jahr 2018 - u.a. auch auf Basis der Recherche-Ergebnisse des Historikers [[Gert Kerschbaumer]] -, sowie über Vermittlung des Schriftstellers [[O. P. Zier]] an den Autor [[Erich Hackl]], der seine Kontakte in Argentinien nutzen und in glückhafter Weise die Nachkommen von Dr. Theodor Herz ausfindig machen konnte, mit diesen in Kontakt zu treten und ihnen stellvertretend für ihren Großvater im Auftrag ihrer Niedernsiller Familie - spät, aber doch noch - für herausragende ärztliche Leistungen und damit einhergehende menschliche Zuwendung und Güte von Dr. Theodor Herz zu danken. Aus dem seither bestehenden Schriftverkehr mit der Urenkelin des Dr. Theodor Herz, der Schauspielerin Luli Torn und dem Enkel Dr. Andres Torn, wie sein Großvater auch er Mediziner, geht über das weitere Leben von Theodor Herz folgendes hervor und darf und soll hier auch berichtet werden:
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[[Waltraud Fox-Wallner]], eine in Wien lebende gebürtige [[Niedernsill]]erin, gelang es im Jahr 2018 - u.a. auch auf Basis der Recherche-Ergebnisse des Historikers [[Gert Kerschbaumer]] -, sowie über Vermittlung des Schriftstellers [[O. P. Zier]] an den Autor [[Erich Hackl]], der seine Kontakte in Argentinien nutzen und in glückhafter Weise die Nachkommen von Dr. Theodor Herz ausfindig machen konnte, mit diesen in Kontakt zu treten und ihnen stellvertretend für ihren Großvater im Auftrag ihrer Niedernsiller Familie - spät, aber doch noch - für herausragende ärztliche Leistungen und damit einhergehende menschliche Zuwendung und Güte von Dr. Theodor Herz zu danken. Aus dem seither bestehenden Schriftverkehr mit der Urenkelin des Dr. Theodor Herz, der Schauspielerin Luli Torn und dem Enkel Dr. Andres Torn, wie sein Großvater auch er Mediziner, geht über das weitere Leben von Theodor Herz folgendes hervor und darf und soll hier auch berichtet werden:
 
   
 
   
 
Theodor Herz emigrierte, nachdem man ihm seinen Kassenvertrag entzogen und so seine berufliche Existenz zerschlagen hatte, 1938 mit seiner Frau Rosa und seiner Tochter Martha zwangsweise nach Argentinien. Er wollte nach Patagonien, um dort als Arzt zu praktizieren, da ihm die Landschaft Patagoniens dem österreichischen Bergland, das er sehr geliebt hat, am ähnlichsten schien. In Argentinien wurde jedoch sein österreichisches Medizinstudium nicht anerkannt. Um an jedem beliebigen selbstgewählten Ort Argentiniens als Arzt ordinieren zu können, hätte er daher das gesamte Studium wiederholen müssen, was einige andere nach Argentinien immigrierte, noch jüngere Ärzte auch gemacht haben. Dr. Herz, der 1938 aber schon 47 Jahre alt war und bereits an die zwanzig Jahre erfolgreich praktiziert hatte, entschied sich gegen die Wiederholung des Medizinstudiums. Glücklicher Weise gelang ihm in der Folge mit der Regierung der Region Misiones die Vereinbarung, im Ort Bonpland, damals noch mitten im Pionierland gelegen, eine Arztpraxis zu unterhalten, solange dort im Umkreis von 25 Kilometern noch kein argentinischer Arzt ordiniert.
 
Theodor Herz emigrierte, nachdem man ihm seinen Kassenvertrag entzogen und so seine berufliche Existenz zerschlagen hatte, 1938 mit seiner Frau Rosa und seiner Tochter Martha zwangsweise nach Argentinien. Er wollte nach Patagonien, um dort als Arzt zu praktizieren, da ihm die Landschaft Patagoniens dem österreichischen Bergland, das er sehr geliebt hat, am ähnlichsten schien. In Argentinien wurde jedoch sein österreichisches Medizinstudium nicht anerkannt. Um an jedem beliebigen selbstgewählten Ort Argentiniens als Arzt ordinieren zu können, hätte er daher das gesamte Studium wiederholen müssen, was einige andere nach Argentinien immigrierte, noch jüngere Ärzte auch gemacht haben. Dr. Herz, der 1938 aber schon 47 Jahre alt war und bereits an die zwanzig Jahre erfolgreich praktiziert hatte, entschied sich gegen die Wiederholung des Medizinstudiums. Glücklicher Weise gelang ihm in der Folge mit der Regierung der Region Misiones die Vereinbarung, im Ort Bonpland, damals noch mitten im Pionierland gelegen, eine Arztpraxis zu unterhalten, solange dort im Umkreis von 25 Kilometern noch kein argentinischer Arzt ordiniert.
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