| | Auch in [[St. Wolfgang]], das besonders in den Nachkriegsjahren bedingt durch hohe Arbeitslosigkeit und Verarmung der Bevölkerung riesige Lasten und Ausgaben in der Gemeinde zu bewältigen hatte, wurden besonders schöne Notgeldserien von 10-, 20- und 50-Heller hergestellt. Hiezu wurde die künstlerische Ausgestaltung dem Maler des "Wassermannkreises Salzburg", [[Karl Reisenbichler]], übertragen, der auch Notgeldserien für das [[Land Salzburg]] mit der [[Festung Hohensalzburg|Feste Hohensalzburg]], aus Büttenpapier entwarf. Nach den schwierigen Nachkriegsjahren, durch die Einbrüche für das Kunstinteresse, denen bittere Not, Elend und Arbeitslosigkeit vorausgingen, hielt sich der Maler Reisenbichler mit Entwürfen für Künstlerpostkarten, Exlibris, Radierungen, und später Tusch-Zeichnungen der "Salzburger Mappen" über Wasser. Eine gute Einnahmequelle für Reisenbichler waren die Entwürfe für das Notgeld. Diese Kostbarkeiten nach Originalradierungen des Malers gelten durch ihre persönlichen Eigenheiten der einzelnen noch immer nachvollziehbaren Szenen des alten Wallfahrtsortes St. Wolfgang, als kleines Meisterwerk des Künstlers und waren schon kurz nach ihrer Auflage ein begehrtes Sammelobjekt. | | Auch in [[St. Wolfgang]], das besonders in den Nachkriegsjahren bedingt durch hohe Arbeitslosigkeit und Verarmung der Bevölkerung riesige Lasten und Ausgaben in der Gemeinde zu bewältigen hatte, wurden besonders schöne Notgeldserien von 10-, 20- und 50-Heller hergestellt. Hiezu wurde die künstlerische Ausgestaltung dem Maler des "Wassermannkreises Salzburg", [[Karl Reisenbichler]], übertragen, der auch Notgeldserien für das [[Land Salzburg]] mit der [[Festung Hohensalzburg|Feste Hohensalzburg]], aus Büttenpapier entwarf. Nach den schwierigen Nachkriegsjahren, durch die Einbrüche für das Kunstinteresse, denen bittere Not, Elend und Arbeitslosigkeit vorausgingen, hielt sich der Maler Reisenbichler mit Entwürfen für Künstlerpostkarten, Exlibris, Radierungen, und später Tusch-Zeichnungen der "Salzburger Mappen" über Wasser. Eine gute Einnahmequelle für Reisenbichler waren die Entwürfe für das Notgeld. Diese Kostbarkeiten nach Originalradierungen des Malers gelten durch ihre persönlichen Eigenheiten der einzelnen noch immer nachvollziehbaren Szenen des alten Wallfahrtsortes St. Wolfgang, als kleines Meisterwerk des Künstlers und waren schon kurz nach ihrer Auflage ein begehrtes Sammelobjekt. |
| − | Der graphische Auftrag für die Drucklegung des St. Wolfganger Notgeldes wurde dem Druckhaus des [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Zeitungsverlages Kiesel]] in [[Salzburg]] übertragen, der den Auftrag mit besonderer Genauigkeit, und feinsten Farbabstufungen der Zwischentöne zur Ausführung brachte. | + | Der graphische Auftrag für die Drucklegung des St. Wolfganger Notgeldes wurde dem Druckhaus des [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Zeitungsverlages Kiesel]] in der [[Stadt Salzburg]] übertragen, der den Auftrag mit besonderer Genauigkeit, und feinsten Farbabstufungen der Zwischentöne zur Ausführung brachte. |
| | Ein Ende dieser extremen Bedingungen kam erst im Herbst 1922 durch die Völkerbundanleihe in Sicht. Dadurch wurde eine Währungsstabilisierung eingeleitet, auf deren Grundlage [[1924]] die Schillingwährung eingeführt wurde. | | Ein Ende dieser extremen Bedingungen kam erst im Herbst 1922 durch die Völkerbundanleihe in Sicht. Dadurch wurde eine Währungsstabilisierung eingeleitet, auf deren Grundlage [[1924]] die Schillingwährung eingeführt wurde. |