| | Franz König wurde als Bauernbub im niederösterreichischen Warth bei Rabenstein an der Pielach als ältestes von neun Kindern geboren. Im Stiftsgymnasium Melk an der Donau maturierte der begabte Franz König mit Auszeichnung und richtete dann seinen Blick nach Rom. Dort studierte der wissbegierige junge Mann an der päpstlichen Universität Gregoriana Philosophie, Theologie und altpersische Religion und erweiterte seine Sprachkenntnisse. Studienkollege Königs war der spätere [[Erzbischof]] von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] [[Karl Berg]]. Mehr als zehn Fremdsprachen erlernte der Kardinal im Laufe der Jahre. Drei Jahre nach seiner Promotion zum Dr. phil. wurde Franz König am [[29. Oktober]] [[1933]] zum Priester geweiht. | | Franz König wurde als Bauernbub im niederösterreichischen Warth bei Rabenstein an der Pielach als ältestes von neun Kindern geboren. Im Stiftsgymnasium Melk an der Donau maturierte der begabte Franz König mit Auszeichnung und richtete dann seinen Blick nach Rom. Dort studierte der wissbegierige junge Mann an der päpstlichen Universität Gregoriana Philosophie, Theologie und altpersische Religion und erweiterte seine Sprachkenntnisse. Studienkollege Königs war der spätere [[Erzbischof]] von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] [[Karl Berg]]. Mehr als zehn Fremdsprachen erlernte der Kardinal im Laufe der Jahre. Drei Jahre nach seiner Promotion zum Dr. phil. wurde Franz König am [[29. Oktober]] [[1933]] zum Priester geweiht. |
| − | In den Jahren der [[NS-Zeit]] und des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], [[1938]] bis [[1945]], war er Jugendseelsorger. [[1949]] wurde er Universitätsprofessor für Moraltheologie in [[Salzburg]] und unterrichtete [[1951]] am [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum]] Englisch.<ref>Eb. Kollegium Borromäum (Hg.): ''Jahresbericht 1961/62. Jubiläumsausgabe 1912-1962.'' Salzburg-Parsch 1962, S. 86.</ref> Am [[31. August]] [[1952]] wurde er zum Bischof geweiht und war bis [[1956]] Bischof-Koadjutor in der Diözese St. Pölten, Niederösterreich, bevor er [[1956]] Erzbischof von Wien wurde, was er bis [[1985]] blieb. [[1958]] erhielt er die Kardinalsweihe. Als Mitglied zweier Kommissionen leistete König wesentliche Beiträge bei der Abhaltung des II. Vatikanischen Konzils ([[1962]] – [[1965]]). [[1964]] errichtete König den kirchlichen Stiftungsfonds "[[Pro Oriente]]", dessen Vorsitz er bis 1985 führte und in dessen Rahmen bedeutende Fortschritte in der Zusammenarbeit mit den Kirchen Osteuropas und Asiens erzielt wurden. Von [[1965]] bis [[1980]] war König Präsident des vatikanischen Sekretariats für die Nichtglaubenden. Sein ökumenisches Engagement und seine Dialogbereitschaft werden über die Grenzen der katholischen Kirche hinaus geschätzt. Innerhalb Österreichs ist seiner Initiative die Entspannung des Verhältnisses zwischen Kirche und [[SPÖ|Sozialdemokraten]] in der Zweiten Republik zu verdanken. | + | In den Jahren der [[NS-Zeit]] und des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], [[1938]] bis [[1945]], war er Jugendseelsorger. [[1949]] wurde er Universitätsprofessor für Moraltheologie in der [[Stadt Salzburg]] und unterrichtete [[1951]] am [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum]] Englisch.<ref>Eb. Kollegium Borromäum (Hg.): ''Jahresbericht 1961/62. Jubiläumsausgabe 1912-1962.'' Salzburg-Parsch 1962, S. 86.</ref> Am [[31. August]] [[1952]] wurde er zum Bischof geweiht und war bis [[1956]] Bischof-Koadjutor in der Diözese St. Pölten, Niederösterreich, bevor er [[1956]] Erzbischof von Wien wurde, was er bis [[1985]] blieb. [[1958]] erhielt er die Kardinalsweihe. Als Mitglied zweier Kommissionen leistete König wesentliche Beiträge bei der Abhaltung des II. Vatikanischen Konzils ([[1962]] – [[1965]]). [[1964]] errichtete König den kirchlichen Stiftungsfonds "[[Pro Oriente]]", dessen Vorsitz er bis 1985 führte und in dessen Rahmen bedeutende Fortschritte in der Zusammenarbeit mit den Kirchen Osteuropas und Asiens erzielt wurden. Von [[1965]] bis [[1980]] war König Präsident des vatikanischen Sekretariats für die Nichtglaubenden. Sein ökumenisches Engagement und seine Dialogbereitschaft werden über die Grenzen der katholischen Kirche hinaus geschätzt. Innerhalb Österreichs ist seiner Initiative die Entspannung des Verhältnisses zwischen Kirche und [[SPÖ|Sozialdemokraten]] in der Zweiten Republik zu verdanken. |
| | [[1984]] trug der Kardinal beim Abschluss des [[Symposium "Der heilige Virgil und seine Zeit"|Symposiums "Der heilige Virgil und seine Zeit"]] in der [[Stadt Salzburg]] das [[Virgil]]-Reliquienkreuz aus Morris Plains (New Jersey, [[USA]], in den überfüllten [[Dom]]. [[1998]] hielt er die [[Festspielrede|Eröffnungsrede]] der [[Salzburger Festspiele 1998]] zum Thema "''Europa braucht ein neues geistiges Antlitz''". | | [[1984]] trug der Kardinal beim Abschluss des [[Symposium "Der heilige Virgil und seine Zeit"|Symposiums "Der heilige Virgil und seine Zeit"]] in der [[Stadt Salzburg]] das [[Virgil]]-Reliquienkreuz aus Morris Plains (New Jersey, [[USA]], in den überfüllten [[Dom]]. [[1998]] hielt er die [[Festspielrede|Eröffnungsrede]] der [[Salzburger Festspiele 1998]] zum Thema "''Europa braucht ein neues geistiges Antlitz''". |