| − | ''S. talagovensis'' wurde bereits [[1989]] zum ersten Mal am Nordufer des [[Fuschlsee]]s, auf dem Gemeindegebiet von [[Thalgau]] durch [[Marion Kurz|Marion]] und [[Michael Kurz]], sowie [[Christof Zeller]] entdeckt. Seither konnte die Art noch an zwei weiteren Standorten, unweit der [[Fageralm]] in [[Elsbethen]], sowie auf der [[OÖ|oberösterreichischen]] Seite des Pötschenpasses im [[Salzkammergut]] nachgewiesen werden. Alle drei Fundorte liegen in den [[Nördliche Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] (Zone II nach [[Gernot Embacher|Embacher]] et al. 2011, wo die Art noch als ''Siederia'' sp. angeführt wird). Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit rund 710 - 860 [[m ü. A.]] sehr gering ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2013). An allen drei Fundorten ist die Art zudem außerordentlich selten und trotz mehr als 20 Jahren Suche konnte insgesamt nur eine Handvoll Tiere gefunden werden. Trotzdem war bald klar, dass sich die Salzburger Tiere in einigen Merkmalen von allen übrigen aus Europa bekannten Arten der Gattung ''Siederia'' unterscheiden, und somit eine für die Wissenschaft neue Art vorlag. Die Beschreibung erfolgte schließlich 2013, wobei der wissenschaftliche Name "''talagovensis''" an den ersten Fundort erinnert, nämlich Thalgau, dessen historischer Name einmal "''Talagova'''" gelautet hat. Lebensraum von ''S. talagovensis'' sind lichte, trockenwarme [[Buche]]n-[[Fichte]]n-[[Tanne]]n-[[Mischwald|Mischwälder]], Tannenwälder oder auch Schneeheide-[[Kiefer]]<nowiki>nwälder</nowiki>, in denen die Raupen fast zwei Jahre für ihre Entwicklung brauchen. Sie schlüpfen ab Anfang Juni, und verpuppen sich erst nach zwei Überwinterungen gegen Anfang April. Nach kurzer Puppenruhe von rund zwei Wochen schlüpfen die Falter Ende April, Anfang Mai ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2013). | + | ''S. talagovensis'' wurde bereits [[1989]] zum ersten Mal am Nordufer des [[Fuschlsee]]s, auf dem Gemeindegebiet von [[Thalgau]] durch [[Marion Kurz|Marion]] und [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Michael Kurz]], sowie [[Christof Zeller]] entdeckt. Seither konnte die Art noch an zwei weiteren Standorten, unweit der [[Fageralm]] in [[Elsbethen]], sowie auf der [[OÖ|oberösterreichischen]] Seite des Pötschenpasses im [[Salzkammergut]] nachgewiesen werden. Alle drei Fundorte liegen in den [[Nördliche Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] (Zone II nach [[Gernot Embacher|Embacher]] et al. 2011, wo die Art noch als ''Siederia'' sp. angeführt wird). Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit rund 710 - 860 [[m ü. A.]] sehr gering ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2013). An allen drei Fundorten ist die Art zudem außerordentlich selten und trotz mehr als 20 Jahren Suche konnte insgesamt nur eine Handvoll Tiere gefunden werden. Trotzdem war bald klar, dass sich die Salzburger Tiere in einigen Merkmalen von allen übrigen aus Europa bekannten Arten der Gattung ''Siederia'' unterscheiden, und somit eine für die Wissenschaft neue Art vorlag. Die Beschreibung erfolgte schließlich 2013, wobei der wissenschaftliche Name "''talagovensis''" an den ersten Fundort erinnert, nämlich Thalgau, dessen historischer Name einmal "''Talagova'''" gelautet hat. Lebensraum von ''S. talagovensis'' sind lichte, trockenwarme [[Buche]]n-[[Fichte]]n-[[Tanne]]n-[[Mischwald|Mischwälder]], Tannenwälder oder auch Schneeheide-[[Kiefer]]<nowiki>nwälder</nowiki>, in denen die Raupen fast zwei Jahre für ihre Entwicklung brauchen. Sie schlüpfen ab Anfang Juni, und verpuppen sich erst nach zwei Überwinterungen gegen Anfang April. Nach kurzer Puppenruhe von rund zwei Wochen schlüpfen die Falter Ende April, Anfang Mai ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2013). |