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'''Albert Johann Mauracher''' (* [[12. März]] [[1858]] in [[Braunau am Inn]]; † [[2. Juli]] [[1917]] in der [[Stadt Salzburg]]) stammte aus der berühmten Orgelbauerfamilie [[Mauracher]] (Fügener Linie). Er führte die [[Orgelmacher|Orgelmacher-Tradition]] fort und übernahm die Werkstatt seines Vaters Johann Mauracher.
 
'''Albert Johann Mauracher''' (* [[12. März]] [[1858]] in [[Braunau am Inn]]; † [[2. Juli]] [[1917]] in der [[Stadt Salzburg]]) stammte aus der berühmten Orgelbauerfamilie [[Mauracher]] (Fügener Linie). Er führte die [[Orgelmacher|Orgelmacher-Tradition]] fort und übernahm die Werkstatt seines Vaters Johann Mauracher.
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==Leben==
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== Leben ==
 
Albert Johann war der jüngere Sohn von [[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Johann Nepomuk]] und Walburga Mauracher, geb. [[Hintner]], sein älterer Bruder war der Priester [[Karl Mauracher|Karl Friedrich]] (* [[1847]]). Albert führte zunächst die Werkstatt seines Vaters in Salzburg weiter. [[1884]] mietete er sich in Salzburg-[[Riedenburg]], [[Reichenhaller Straße]] 6, ein und betrieb dort eine Werkstatt. Mithilfe seiner Verwandten konnte er [[1886]] in der [[Strubergasse]] 12 in Salzburg-[[Mülln]] eine Werkstatt errichten lassen, die er [[1888]] durch Ankauf mit einem Holzlagerraum vergrößerte und [[1895]] mit einer Zinnfpeifenfabrikation aufstockte.<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation [[Universität Salzburg]] 1982, S. 181.</ref> 1893 eröffnete er auch eine Filiale in [[Freilassing]].
 
Albert Johann war der jüngere Sohn von [[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Johann Nepomuk]] und Walburga Mauracher, geb. [[Hintner]], sein älterer Bruder war der Priester [[Karl Mauracher|Karl Friedrich]] (* [[1847]]). Albert führte zunächst die Werkstatt seines Vaters in Salzburg weiter. [[1884]] mietete er sich in Salzburg-[[Riedenburg]], [[Reichenhaller Straße]] 6, ein und betrieb dort eine Werkstatt. Mithilfe seiner Verwandten konnte er [[1886]] in der [[Strubergasse]] 12 in Salzburg-[[Mülln]] eine Werkstatt errichten lassen, die er [[1888]] durch Ankauf mit einem Holzlagerraum vergrößerte und [[1895]] mit einer Zinnfpeifenfabrikation aufstockte.<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation [[Universität Salzburg]] 1982, S. 181.</ref> 1893 eröffnete er auch eine Filiale in [[Freilassing]].
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Bis [[1899]] stattete er seine Instrumente überwiegend mit mechanischen Kegelladen aus, danach ausschließlich mit pneumatischen Kegelladen, seinem von ihm entwickelten System der Ventilsteuerung, die er "Aerofunctionslade" nannte (Bälgchenlade, Ausstromprinzip). Die erste Orgel mit der "Aerofunctionslade" hatte er 1888 für die [[Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus]] in Neumarkt geliefert. Er entwickelte außerdem Serienorgeln mit dem Namen "Cölesticon" (2–6 Register) für kleine Kirchen, die als Ganzes oder in zwei Teilen zu transportieren waren. Albert Maurachers Werkliste umfasst knapp 120 Orgeln in Salzburg, [[Oberösterreich|Ober]]- und [[Niederösterreich]], [[Tirol]], [[Kärnten]] und in der [[Steiermark]].
 
Bis [[1899]] stattete er seine Instrumente überwiegend mit mechanischen Kegelladen aus, danach ausschließlich mit pneumatischen Kegelladen, seinem von ihm entwickelten System der Ventilsteuerung, die er "Aerofunctionslade" nannte (Bälgchenlade, Ausstromprinzip). Die erste Orgel mit der "Aerofunctionslade" hatte er 1888 für die [[Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus]] in Neumarkt geliefert. Er entwickelte außerdem Serienorgeln mit dem Namen "Cölesticon" (2–6 Register) für kleine Kirchen, die als Ganzes oder in zwei Teilen zu transportieren waren. Albert Maurachers Werkliste umfasst knapp 120 Orgeln in Salzburg, [[Oberösterreich|Ober]]- und [[Niederösterreich]], [[Tirol]], [[Kärnten]] und in der [[Steiermark]].
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==Werke==
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Auswahl, beschränkt auf das Land Salzburg; Manuale/Register:
 
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* [[Pfarrkirche zur hl. Margaretha (Kaprun)|Pfarrkirche zur hl. Margaretha]] in [[Kaprun]], [[1885]]–1886 (I/8)
 
* [[Pfarrkirche zur hl. Margaretha (Kaprun)|Pfarrkirche zur hl. Margaretha]] in [[Kaprun]], [[1885]]–1886 (I/8)
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==Literatur==
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== Literatur ==
 
* Alfred Reichling, ''Tiroler Orgelbauer der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts''. In: Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 78, 1998, S. 229-250; hier: S. 235.
 
* Alfred Reichling, ''Tiroler Orgelbauer der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts''. In: Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 78, 1998, S. 229-250; hier: S. 235.
 
* ''Albert Mauracher. Älteste Orgelbau-Anstalt Österreichs.''
 
* ''Albert Mauracher. Älteste Orgelbau-Anstalt Österreichs.''
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* [[Gerhard Walterskirchen|Walterskirchen, Gerhard]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Universität Salzburg 1982.
 
* [[Gerhard Walterskirchen|Walterskirchen, Gerhard]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Universität Salzburg 1982.
 
* siehe auch den Artikel „[[Mauracher]]“
 
* siehe auch den Artikel „[[Mauracher]]“
 
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== Quelle ==
==Quelle==
   
* Alfred und Matthias Reichling, ''Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer'', Eintrag [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Mauracher-Albert.html ''„Mauracher, Albert“'']
 
* Alfred und Matthias Reichling, ''Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer'', Eintrag [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Mauracher-Albert.html ''„Mauracher, Albert“'']
 
==== Anmerkungen und Einzelnachweise ====
 
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<references/>
 
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{{SORTIERUNG: Mauracher, Albert}}
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[[Kategorie:Orgelbauer]]
 
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