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Die Arbeiten begannen im Jahre [[1956]] mit dem Abtragen von rund 55 000 qm² [[Konglomerat]] der [[Mönchsberg]]wand, um für das gewaltige Bühnenhaus Platz zu schaffen. Das Große Festspielhaus wurde dann am [[26. Juli]] [[1960]] mit [[Richard Strauss]]' "Rosenkavalier" unter der Leitung von [[Herbert von Karajan]] eröffnet.
 
Die Arbeiten begannen im Jahre [[1956]] mit dem Abtragen von rund 55 000 qm² [[Konglomerat]] der [[Mönchsberg]]wand, um für das gewaltige Bühnenhaus Platz zu schaffen. Das Große Festspielhaus wurde dann am [[26. Juli]] [[1960]] mit [[Richard Strauss]]' "Rosenkavalier" unter der Leitung von [[Herbert von Karajan]] eröffnet.
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=== 60-Jahr-Feier 2020 ===
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=== 2020: 60 Jahre Großes Festspielhaus ===
Das Große Festspielhaus werde 2020 sechzig Jahre alt, sagte [[Lukas Crepaz]], kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele. Eigentlich sei ein Gebäude in diesem Alter am Ende seines Lebenszyklus, doch die Bauqualität aus den [[1950er]]-Jahren sei außergewöhnlich gut. Und auch die anderen Gebäude im Festspielbezirk bräuchten eine Erneuerung - von Haustechnik bis Dächer, von Klimatisierung bis Digitalisierung. Zudem ist die hausinterne Logistik samt Arbeitnehmerschutz zu überdenken - von Transporten immer größer werdender Bühnenbilder bis zur Anordnung von Werkstätten. Dabei müsse "d''er gesamte [[Festspielbezirk]]''" - nicht einzelne Häuser isoliert - betrachtet werden.
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Das Große Festspielhaus wurde 2020 sechzig Jahre alt. Eigentlich sei ein Gebäude in diesem Alter am Ende seines Lebenszyklus, doch die Bauqualität aus den [[1950er]]-Jahren sei außergewöhnlich gut. Und auch die anderen Gebäude im Festspielbezirk bräuchten eine Erneuerung - von Haustechnik bis Dächer, von Klimatisierung bis Digitalisierung. Viele Bereiche wie Brandschutz oder Arbeitnehmerschutz erfordern hohe Investitionen. Darüber hinaus besteht bei allen Spielstätten in unterschiedlichster Weise Handlungsbedarf. Die Werkstätten, die Künstlergarderoben, zum Teil auch der Zuschauerbereich entsprechen nicht mehr den Anforderungen von Mitarbeitern, Künstlern aber auch Publikum an ein Festival mit Weltbedeutung. Der Schwerpunkt der Sanierung liegt in der Verbesserung der Heiztechnik, der Klimaanlage, des barrierefreien Zugangs im Gebäude und vieles mehr. Es sollen weiterhin sowohl Produktion als auch Aufführungen im Festspielbezirk konzentriert werden. Bühnentechnik, Werkstätten und Publikumsbereich werden auf modernsten Stand der Zeit gebracht, Vorgaben des Brandschutzes, der Barrierefreiheit, aber auch des Klimaschutzes finden dabei Berücksichtigung.
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Die Bundesimmobiliengesellschaft BIG wurde mit einer Gesamtstudie beauftragt, in die Einzelgutachten über Statik, Haustechnik und Raumkonzept einflossen, sagte Lukas Crepaz. Allein dafür seien 300.000 Euro veranschlagt. Dieses Projekt sei "essenziell für den Fortbestand der Salzburger Festspiele". Die BIG-Studie sollte bis Spätherbst 2019 vorliegen, damit 2020 die Entscheidungen fallen könnten.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburger-festspiele/festspiele-benoetigen-geld-eine-riesengeschichte-steht-bevor-73291981 12. Juli 2019]</ref>
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Die Bundesimmobiliengesellschaft BIG wurde mit einer Gesamtstudie beauftragt, in die Einzelgutachten über Statik, Haustechnik und Raumkonzept einflossen. Allein dafür seien 300.000 Euro veranschlagt. Die BIG-Studie lag im Spätherbst 2019 vor und 2020 wurden die notwendigen Entscheidungen getroffen.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburger-festspiele/festspiele-benoetigen-geld-eine-riesengeschichte-steht-bevor-73291981 12. Juli 2019]</ref>
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=== Umbau und Erweiterung ===
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Zweieinhalb Jahre wurden die Anforderungen erhoben, um dem eklatanten Platzmangel, den technischen Einrichtungen aus den [[1960er]]-Jahren oder der veralteten Bühnentechnik, die teilweise noch per Hand zu bedienen ist, eine grundlegende Modernisierung entgegenzusetzen. Die Gesamtnutzfläche steigt durch Umbau und Erweiterung um rund 10&nbsp;000 Quadratmeter auf 47&nbsp;514 Quadratmeter. Zusätzliche Flächen entstehen direkt hinter den Festspielhäusern im [[Mönchsberg]], die Logistik kann künftig ohne Altstadt-Transportfahrten über die Bergrückseite beim [[Neutor]] erfolgen. Die geschützte architektonisch sensible Struktur der Altstadt bleibt unangetastet. Ab [[2025]] soll parallel zum Betrieb umgebaut werden, [[2030]] ist der Abschluss der Baumaßnahmen vorgesehen.
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Bei einer Pressekonferenz am [[5. Oktober]] [[2020]] erläuterte [[Landeshauptmann]] Dr. [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]]: "''3&nbsp;000 Arbeitsplätze werden so in der Region gesichert, 140 Millionen Euro fließen als Steuern und Abgaben wieder zurück an die öffentliche Hand''“. 40 Prozent der Kosten trägt der Bund, Stadt und Land Salzburg tragen je 30 Prozent bei.<ref>[[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=63998 5. Oktober 2020] sowie [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/kultur/allgemein/salzburg-festspielhaeuser-wachsen-in-den-moenchsberg-93781558 5. Oktober 2020]</ref>
    
== Veranstaltungen im Großen Festspielhaus ==
 
== Veranstaltungen im Großen Festspielhaus ==