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Revolution in der Berglandwirtschaft und Globalisierung eingefügt,
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==Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg==
 
==Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg==
Um die Bewirtschaftung der Bergbauernhöfe zu sichern ging man in der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert nach und nach daran, die Infrastruktur zu verbessern. Das betraf zuerst Stromzuleitungen zu noch nicht elektrifizierten Höfen, darauf folgte die Errichtung von Zufahrten und zuletzt von Telefonleitungen. In allen Fällen kamen und kommen öffentliche Fördermittel (Land, Bund, EU) zum Einsatz und die Bauern mussten und müssen je nach Anteilen Eigenleistungen in Form von Arbeitsschichten und auch Geldleistungen erbringen. Der Errichtung von Güterwegen geht meist die Gründung einer Weggenossenschaft voraus, die als Rechtsträgerin Fördermittelempfängerin ist, über die zu leistenden Arbeitsschichten und Geldleistungen bestimmt und bis heute Entscheidungsträgerin für Ausbau- oder Erhaltungsarbeiten ist und somit eine Art Selbstverwaltung der Interessenten bildet.
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Um die Bewirtschaftung der Bergbauernhöfe und die Ernährung der Bevölkerung zu sichern und den Einstieg in die Marktwirtschaft zu ermöglichen ging man in der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert nach und nach daran, die Infrastruktur zu verbessern. Das betraf zuerst Stromzuleitungen zu noch nicht elektrifizierten Höfen, darauf folgte die Errichtung von Zufahrten und zuletzt von Telefonleitungen. In allen Fällen kamen öffentliche Fördermittel zum Einsatz und die Bauern mussten je nach Anteilen Eigenleistungen in Form von Arbeitsschichten und auch Geldleistungen erbringen. Der Errichtung von Güterwegen ging meist die Gründung einer Weggenossenschaft voraus, die als Rechtsträgerin Fördermittelempfängerin war, über die zu leistenden Arbeitsschichten und Geldleistungen bestimmte und bis heute Entscheidungsträgerin für Ausbau- oder Erhaltungsarbeiten ist und somit eine Art Selbstverwaltung der Interessenten bildet.
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==Revolution in der Berglandwirtschaft==
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Durch die verkehrsmäßige Erschließung der Bergbauernhöfe wurde eine Wende eingeläutet, die die Berglandwirtschaft revolutionierte. Sie ermöglichte den Eintritt in die Marktwirtschaft  und bedeutete das Ende der bis dahin praktizierten Subsistenzwirtschaft (Selbstversorgungswirtschaft). 
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Es konnte nun Milch geliefert und daraus ein Einkommen erzielt werden, wodurch regelmäßig Bargeld ins Haus kam. Ein regelmäßiges Einkommen ermöglichte Kraftfutterzukauf und die Anschaffung von Maschinen. Der unproduktive, aber  arbeitsintensive Getreideanbau wurde eingestellt, um die dadurch gebundenen Flächen für die einträglichere Milchwirtschaft zu gewinnen. Die durch das nun regelmäßig erzielte Einkommen und die damit verbundene Kreditwürdigkeit mögliche Mechanisierung ersetzte die fehlenden Arbeitskräfte. Die Milchproduktion wurde mit allen Mitteln gesteigert: züchterische Maßnahmen, Kraftfuttereinsatz, Flächenvergrößerung, Einschränkung des Eigenverbrauchs und Fütterung der Kälber mit im Lagerhaus erhältlichem Trockenmilchpulver.
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Neben der Steigerung der Produktivität und der dadurch möglichen Erzielung eines regelmäßigen Einkommens war nun auch die Annahme hoffremder Arbeitsplätze möglich, die in Form eines Zuerwerbes oder Nebenerwerbes zusätzliches Einkommen schaffte. Darüber hinaus konnten weichende Bauernkinder hoffremde Arbeitsplätze erreichen und annehmen.
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Der Güterwegbau hat somit jahrzehntelang die Erhaltung vieler kleiner und an sich wenig ertragreicher Berglandwirtschaften ermöglicht.  
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==Gegenwart==
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Der Güterwegbau hat die Erhaltung vieler Berglandwirtschaften jahrzehntelang gesichert und sichert viele noch  immer, da durch ihn der Gütertransport einerseits und das Erreichen hoffremder Arbeitsplätze andererseits ermöglicht wurden. Denn erst damit war die Umstellung auf Zuerwerb oder Nebenerwerb und in der Folge die Weiterführung der meist kleinen und wenig ertragreichen Bergbauerngüter möglich.
   
   
 
   
 
==Exkurs: Raumordnung==
 
==Exkurs: Raumordnung==
 
Der Güterwegbau hat aber auch dazu geführt, dass mittels Sondergenehmigung rund um bestehende Höfe von weichenden Bauernkindern auch Wohnhäuser errichtet wurden, deren Bewohner mit der Landwirtschaft nichts mehr zu tun haben. Dabei wurden essentielle Bereiche wie Wegerecht oder Wassernutzungsrechte nicht immer ausreichend klar geregelt, da es sich ja ursprünglich um Familienmitglieder handelte. Mittlerweile ist es aber auch so, dass die Nachfolgegeneration ehemaliger weichender Bauernkinder aus unterschiedlichen Gründen ihr Wohnhaus an gänzlich Hoffremde verkaufen und somit plötzlich direkt neben Berglandwirtschaften in Alleinlage in- oder ausländische Bewohner mit völlig unterschiedlichen Interessen und Erfahrungs- und Wissensstand existieren, was unter Umständen zu Nutzungskonflikten führt. Ein weiteres Problem sind Wasserversorgung, Kanalisation und Müllentsorgung, die den Kommunen aufgrund der langen Wege finanziellen Mehraufwand bescheren.
 
Der Güterwegbau hat aber auch dazu geführt, dass mittels Sondergenehmigung rund um bestehende Höfe von weichenden Bauernkindern auch Wohnhäuser errichtet wurden, deren Bewohner mit der Landwirtschaft nichts mehr zu tun haben. Dabei wurden essentielle Bereiche wie Wegerecht oder Wassernutzungsrechte nicht immer ausreichend klar geregelt, da es sich ja ursprünglich um Familienmitglieder handelte. Mittlerweile ist es aber auch so, dass die Nachfolgegeneration ehemaliger weichender Bauernkinder aus unterschiedlichen Gründen ihr Wohnhaus an gänzlich Hoffremde verkaufen und somit plötzlich direkt neben Berglandwirtschaften in Alleinlage in- oder ausländische Bewohner mit völlig unterschiedlichen Interessen und Erfahrungs- und Wissensstand existieren, was unter Umständen zu Nutzungskonflikten führt. Ein weiteres Problem sind Wasserversorgung, Kanalisation und Müllentsorgung, die den Kommunen aufgrund der langen Wege finanziellen Mehraufwand bescheren.
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==Globalisierung==
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Die letzten Jahrzehnte sind mit Milchüberschuss, EU-Betritt und Globalisierung der Wirtschaft auch an den Bergbauern nicht spurlos vorüber gegangen. Zahlreiche Höfe wurden trotz verkehrsmäßiger Anbindung stillgelegt und je nach Weiterentwicklung der europäischen Landwirtschaftspolitik wird die Berglandwirtschaft Bestand haben oder untergehen.
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==Quellen==
 
==Quellen==
Eigenartikel von [[Benutzer:Wald1siedel|Christina Nöbauer]]
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* Eigenartikel von [[Benutzer:Wald1siedel|Christina Nöbauer]]
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* Gespräch mit [[Theresia Oblasser]], Autorin und Altbäuerin auf dem Brandstätthof am Großsonnberg in [[Taxenbach]]
    
==Siehe auch==
 
==Siehe auch==
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