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Waitz war nach dem Untergang der Monarchie politisch sehr rührig und wird als einer der Väter des autoritären christlichen Ständestaates (Austrofaschismus) bezeichnet. Als Gegenpol zu dem paramilitärischen republikanischen Schutzbund regte er schon früh die Schaffung einer ebenfalls paramilitärischen christlichsozialen "Heimwehr" an. Er war der Regierung [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]] wohl gesonnen.  
 
Waitz war nach dem Untergang der Monarchie politisch sehr rührig und wird als einer der Väter des autoritären christlichen Ständestaates (Austrofaschismus) bezeichnet. Als Gegenpol zu dem paramilitärischen republikanischen Schutzbund regte er schon früh die Schaffung einer ebenfalls paramilitärischen christlichsozialen "Heimwehr" an. Er war der Regierung [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]] wohl gesonnen.  
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Nach seiner Wahl am [[10. Dezember]] 1934 durch das [[Salzburger Domkapitel]], erfolgte am [[27. Jänner]] [[1935]] seine Inthronisierung. Einen Tag vorher, am 26. Jänner, reiste er von Feldkirch, [[Vorarlberg]], über [[Nordtirol]] in das Salzburger Land, wo er in [[Saalfelden]] vom [[Landeshauptmann]] Dr, [[Franz Rehrl]] und einer Menschenmenge begrüßt wurde.  
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Nach seiner Wahl am [[10. Dezember]] 1934 durch das [[Salzburger Domkapitel]], erfolgte am [[27. Jänner]] [[1935]] seine Inthronisierung. Einen Tag vorher, am 26. Jänner, reiste er von Feldkirch, [[Vorarlberg]], über [[Nordtirol]] in das Salzburger Land, wo er in [[Saalfelden]] vom [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] und einer Menschenmenge begrüßt wurde.  
    
Als Vertreter der katholischen Kirche war er vom [[5. Februar]] [[1935]] bis zum [[12. März]] [[1938]] Mitglied des Ständischen Landtages.
 
Als Vertreter der katholischen Kirche war er vom [[5. Februar]] [[1935]] bis zum [[12. März]] [[1938]] Mitglied des Ständischen Landtages.
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====Anekdote====
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==== Anekdote ====
Man sagt, am Tag der Inthronisierung soll der Domorganist [[Joseph Messner]] die Gläubigen eigenwillig unterhalten haben: "Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist, was kann der Sigismund dafür, dass man ihn liebt" aus der Operette ''[[Im Weißen Rössl]]'' von [[Ralph Benatzky]] soll er improvisiert gespielt haben.  
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Man sagt, am Tag der Inthronisierung soll der Domorganist [[Joseph Messner]] die Gläubigen eigenwillig unterhalten haben: "Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist, was kann der Sigismund dafür, dass man ihn liebt" aus der Operette ''[[Im weißen Rössl]]'' von [[Ralph Benatzky]] soll er improvisiert gespielt haben.  
    
Als Erzbischof von Salzburg hatte Waitz große Aufgaben. Er widmete sich sehr den Fragen des vielfältigen sozialen Elends und der hohe Arbeitslosigkeit. Gegenüber dem aufkommenden Nationalsozialismus nahm er eine ablehnende Haltung ein und blieb auch während der Herrschaft des Nationalsozialismus in Österreich betont distanziert. Der überzeugte Monarchist war gegen Kapitalismus und Sozialismus. Die [[Christliche Heimwehr]] wurde unter anderem auf Anregung von Waitz ins Leben gerufen. [[Alfred Rinnerthaler]] hält fest, dass er als der "politischste unter den österreichischen Bischöfen" galt.
 
Als Erzbischof von Salzburg hatte Waitz große Aufgaben. Er widmete sich sehr den Fragen des vielfältigen sozialen Elends und der hohe Arbeitslosigkeit. Gegenüber dem aufkommenden Nationalsozialismus nahm er eine ablehnende Haltung ein und blieb auch während der Herrschaft des Nationalsozialismus in Österreich betont distanziert. Der überzeugte Monarchist war gegen Kapitalismus und Sozialismus. Die [[Christliche Heimwehr]] wurde unter anderem auf Anregung von Waitz ins Leben gerufen. [[Alfred Rinnerthaler]] hält fest, dass er als der "politischste unter den österreichischen Bischöfen" galt.
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