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Die '''Repubblica Italiana''', die '''Republik Italien''', ist ein südwestliches Nachbarland des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]]. Es gibt eine, nur wenige Kilometer lange, gemeinsame Grenze im Westen des [[Pinzgau]]s am [[Krimmler Tauern]].

==Allgemeines==
===Geografie===
Die parlamentarische Republik ist in 20 Regionen unterteilt, die wiederum in insgesamt 94 Provinzen mit 8.099 Gemeinden unterteilt sind. Rund 60 Millionen Einwohner leben bei einer durchschnittlichen Dichte von 200 Einwohnern pro Quadratkilometern auf rund 301.000 Quadratkilometern, dem auch so genannten "Stiefel", wie das Festland Italiens auf Grund seiner Form bezeichnet wird.

===Sprachen===
Italienisch, daneben regionale Amtssprachen Sardisch, Deutsch (Südtirol), Franko-Provenzalisch (Aostatal), Ladinisch teilweise Schulsprache in [[Südtirol]], Slowenisch im [[Küstenland]] um Triest und Gorizia, außerdem Albanisch (im Süden), Griechisch (Apulien), Katalanisch und Sardisch auf Sardinien; Zimbrisch nördlich von Verona, Furlan (Friaul), Molise-Slawisch (eine Mundart der kroatischen Sprache in der Region Molise); in einigen Alpentälern wird ein alemannischer Dialekt gesprochen: der Walser;

==Geschichte==
===Die Anfänge===
Die hoch entwickelte Kultur der Etrusker, deren Stammland zwischen der Po-Ebene und Neapel lag, wurde von den Römern assimiliert. Nach dem Aufstieg zu einem Weltreich gelangten die [[Römer]] auch über die [[Ostalpen]] nach Salzburg, wo sie ihre Spuren bis heute hinterließen. Nach dem Niedergang des Weströmischen Reiches folgten im Norden die Goten und anschließend die Langobarden. Während sich im Süden die deutschen Staufen festigten, entstand nördlich von Neapel bis an den südlichen Rand der Po-Ebene (Bologna) der Vatikanstaat (mit Ausnahme von Gebieten in der Toskana, die letztendlich unter die Herrschaft der Familie Medici geriet). Die vielen Stadtstaaten im Norden Italien blieben im Einflussbereich der deutschen Kaiser, bzw. im Osten im Einflussbereich der Republik [[Venedig]]. Im ausgehenden Mittelalter entstand das Königreich [[Neapel]]-Sizilien mit einer wechselvollen Geschichte.

===Österreich erhält Besitzungen in Italien===
Welche Situation herrschte im 18. Jahrhundert in Italien, zum Zeitpunkt des Erscheinens der Österreicher? Italien hatte gerade seine führende Stellung innerhalb der europäischen Kultur im Zeitalter des Barock und der Aufklärung an Frankreich verloren. Venedig, die starke See- und Handelsmacht, konnte seine Besitzungen im östlichen Mittelmeer (Zypern, Kreta) nicht gegen die Türken behaupten. Die zukunftsreichste Entwicklung nahm noch das Herzogtum Savoyen-Piemont, das 1713 die Insel Sardinien mit der Königskrone erhielt (1720 gegen Sizilien eingetauscht) und somit den Grundstein zum späteren Aufstieg Italiens legte.

Als Folge des Spanischen Erbfolgekrieges fielen dann also 1713 die Lombardei, Neapel und Sardinien an Österreich. Zugleich kam auch das Herzogtum Mantua durch das Aussterben der dort herrschenden Familie Gonzaga an Österreich. Allerdings musste Österreich 1735 das Königreich Neapel-Sizilien einer Nebenlinie der spanischen Bourbonen überlassen, ebenso schon 1731 das Herzogtum Parma-Piacenza.

===Die Österreicher in der Toskana===
Doch die Toskana kam 1737 an Franz Stephan von Lothringen (dem späteren Kaiser Franz I., Ehemann von Maria Theresia) und durch ihn 1765 an seinen Sohn – an Leopold II. (1765 bis 1790). Dieser musste 1790 widerwillig die Nachfolge seines Bruders Joseph als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation antreten - wer käme schon gern aus der Toskana nach Schönbrunn - und starb unerwartet 1792. Sein Sohn Franz, bereits in Florenz geboren, wurde noch römisch-deutscher [[Kaiser Franz II.]], gab diesen Titel aber 1804 unter dem Eindruck der Erfolge Napoléons auf und fasste die österreichischen Länder zum Kaiserreich Österreich zusammen (als Kaiser von Österreich wurde er Franz I. und regierte ab 1804).

Seine Tochter, Maria Luise, heiratete Napoléon I. und wurde nach der Verbannung Napoléons Herzogin von Parma. Berühmt wurde durch sie der Veilchenduft aus Parma und ihre morganatische Ehe mit dem Grafen Adam Neipperg. Nach dem Tod von Neippberg heiratete nochmals und starb in Wien, wo sie in der Kaisergruft begraben liegt.

Ein Bruder von Franz II., nämlich [[Ferdinand III.]], ebenfalls schon in der Toskana (Florenz) geboren, war von 1790 bis 1801 Großherzog der Toskana. 1801 spürte er bereits die Auswirkungen der Französischen Revolution. Er verließ das Land, obwohl er bei den Toskanern sehr beliebt gewesen war – er nahm nämlich einige Reformen der Französischen Revolution vorweg. Dadurch waren die Toskaner nicht wirklich in Revolutionsstimmung. Ferdinand III. kam als [[Kurfürstentum Salzburg|Churfürst nach Salzburg]] und wohnte in dem allerdings erst unter [[Ferdinand IV.]] so genannten „[[Toskanatrakt]]“ der [[Alte Residenz|alten Residenz]] in Salzburg, der heute Teil der Universität ist. Von [[1803]] bis [[1805]] war er also Kurfürst von Salzburg und erhielt beim Wiener Kongress 1814/15 die Toskana wieder zurück.

===Das 19. Jahrhundert bricht an===
Doch zurück nach Italien. Genua verkaufte Korsika 1768 an Frankreich. Während eines halben Jahrhunderts des Friedens unter der Vorherrschaft Österreichs wurden die Lombardei und die Toskana durch Reformen auf allen Gebieten zu europäischen Musterländern. In dieser Zeit erwachte ein neues Nationalbewusstsein in Italien, das als Vorläufer der Freiheits- und Einheitsbewegung des 19. Jahrhunderts gelten kann.

Zwischen 1796 und 1815 fielen alle österreichischen Ländereien in Italien vorübergehend an Napoléon I. Österreich erhielt im Frieden von Campoformido (nahe Udine, Friaul) 1797 (der allerdings in der 20 km entfernten Villa Manin bei Codroipo zustande gekommen war und folgerichtig "Friede von Codroipo" heißen müsste) das Gebiet der zusammengebrochenen Republik Venedig als Entschädigung. Erst 1814/15 beim Wiener Kongress erhielt Österreich wieder die Lombardei zurück. Auch lehnten sich die habsburgischen Nebenlinien in der Toskana und in Modena (Haus Habsburg-Este) ebenso wie die Bourbonen in Neapel-Sizilien und Parma-Piacenza eng an Österreich.

In den Jahren 1820 und 1830/31 kam es immer wieder zu Unruhen in den von Österreich besetzten Gebieten. Im März 1848 löste dann der Sturz des Außenministers Metternichs die Revolution in der Lombardei aus. Noch im selben Jahr dankte Ferdinand I. zugunsten seines Neffen Franz Joseph ab – es begann die Epoche von [[Kaiser Franz Joseph I.]]. Sein Bruder Erzherzog Maximilian wurde Statthalter in Mailand und Oberbefehlshaber der Marine, die ja in der Adria (Triest, Fiume – heute Rijeka und Dubrovnik) stationiert war.

===Maximilian und Triest===
Maximilian war ein Träumer und für alle Anliegen des Volkes zugänglicher Herrscher in Oberitalien. Die Zeitungen von damals brachten oft Artikel über die Teilnahme des Erzherzogs an den Problemen der minderbemittelten Schichten. Er versuchte durch seine liberale Gesinnung den starken Druck der Unabhängigkeitsbewegung in Italien auf seine Art zu lösen. Leider fanden seine Pläne zu einer verfassungsmäßigen Reform in Wien bei seinem Bruder Franz Joseph kein Gehör. Wie überhaupt Kaiser Franz Joseph I. mit der Art seines Bruders, wie er die Regierungsgeschäfte ausübte, nicht zufrieden war. Maximilian begann immer mehr seine eigene Welt aufzubauen: auf dem noch in Bau befindlichen Schloss Miramare bei Triest und auf seinen Weltreisen auf der Fregatte „Novara“. Trotz aller Warnungen nahm er den Kaisertitel von Mexiko an, reiste dorthin und wurde im Zuge der dortigen Freiheitsbewegung am Morgen des 19. Juni 1867 erschossen.

===Das Ende Österreichs in Italien===
Die Österreicher wurden aus Mailand und schließlich auch aus Venetien verdrängt. König Karl Albert von Sardinien stellte sich an die Spitze der nationalen Bewegung. Es begann eine Reihe von Schlachten in Oberitalien, u. a. bei Custozza (südlich von Verona, 25. Juni 1848) oder Novara (westlich von Mailand, 23. März 1849). Mit Hilfe von Kaiser Napoléon III. gelang es dem König von Piemont-Sardinien, Viktor Emanuel II. (* 1849, † 1878) und seinem Minister Cavour, die Österreicher endgültig aus Oberitalien zu vertreiben: 4. Juni 1859 – die Schlacht bei Magenta und am 24. Juni 1859 die Schlacht bei Solferino – beide verloren die Österreicher. Allerdings erhielt Viktor Emanuel dann beim Frieden von Zürich (10. November 1859) nur die Lombardei. Österreich blieben noch [[Südtirol]], [[Trentino]], Venetien und das Friaul-Julisch Venetien.

Einige Jahre später versuchte es König Viktor Emanuel abermals mit einem Krieg gegen Österreich – diesmal verlor allerdings Italien die Schlachten bei Custozza (24. Juni 1866) und zur See bei Lissa (20. Juli 1866) – doch im Wiener Frieden erhielt es trotzdem Venetien! Österreich blieben also immer noch die Besitzungen im Trentino, Friaul Julisch-Venetien mit Triest und Istrien. Diese Teile musste Österreich erst nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] im Frieden zu Saint-Germain (10. September 1919) an Italien abtreten.

Noch heute sprechen die Menschen in der Toskana und der Lombardei in sympathischen Worten über Österreich. Im Friaul wird noch heute jedes Jahr der Geburtstag von Kaiser Franz Joseph I. gefeiert (August). Triest ist wohl die am meisten österreichisch gebliebene Stadt Italiens. Und viele Reformen, die noch bis heute ihre Auswirkungen zeigen, wurden unter österreichischer Herrschaft in Oberitalien begonnen!

==Salzburg und Italien==
Neben den erwähnten Wurzeln des Salzburger Kurfürstentums in der Toskana, den in eigenen Artikeln beschriebenen Beziehungen mit Südtirol, Trentino, der Republik Venedig und dem [[Küstenland]] um Triest, stammten auch zahlreiche Künstler aus Italien, die in Salzburg lebten und arbeiteten. Unter anderem [[Santino Solari]], Baumeister des [[Salzburger Dom]]s, [[Andrea Bertoleto]], Hofbaumeister Erzbischofs [[Wolf Dietrich von Raitenau]]s, [[Tommaso di Garona]], [[Meister des Residenzbrunnens]] und andere.

==Quellen==
* "Italien auf den Spuren der Österreicher" von [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]] ([http://www.reisemosaik.at/Italien/Italien_Oesterreich.html www.reisemosaik.at/Italien])
* Wikipedia Deutschland (allgemeine Daten)

[[Kategorie:Ort (Rest der Welt)]]
[[Kategorie:Geschichte]]

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