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==Geschichte==
 
==Geschichte==
Irgendwann im [[16. Jahrhundert]] hatten die [[Mühlbach am Hochkönig|Mühlbacher]] Bergknappen das Bedürfnis gemeinsam zu musizieren. Da sie geschickte Handwerker waren, schnitzten sie sich ihre Instrumente selbst, so wie es die Hirten mit den Flöten immer schon getan hatten. Das genügte den Knappen aber nicht. Sie wollte eine richtige „Banda“, ein Orchester gründen, dazu gehörte, neben den Flöten, die das musikalische Thema trugen, auch eine Bassbegleitung - das waren die Tuben. Den Takt schlugen Trommeln und Tambour. Aber auch Tschinellen fehlten nicht. Allerdings, wie es sich bei der "Holzmusi" gehört, aus Holz geschnitzt.
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Irgendwann im [[16. Jahrhundert]] hatten die [[Mühlbach am Hochkönig|Mühlbacher]] Bergknappen das Bedürfnis gemeinsam zu musizieren. Da sie geschickte Handwerker waren, schnitzten sie sich ihre Instrumente selbst, so wie es die Hirten mit den Flöten immer schon getan hatten. Das genügte den Knappen aber nicht. Sie wollten eine richtige „Banda“, ein Orchester gründen. Dazu gehörte, neben den Flöten, die das musikalische Thema trugen, auch eine Bassbegleitung - das waren die Tuben. Den Takt schlugen Trommeln und Tambour. Aber auch Tschinellen fehlten nicht. Allerdings, wie es sich bei der "Holzmusi" gehört, aus Holz geschnitzt.
 
Den einzigen fremden Klang in dieser hölzernen Tonwelt brachte die Triangel. Der Dreieckstab aus Metall war den Knappen von ihrer Arbeit vertraut. Mit ihm wurde im Berg Beginn und Ende der Schicht eingeläutet.
 
Den einzigen fremden Klang in dieser hölzernen Tonwelt brachte die Triangel. Der Dreieckstab aus Metall war den Knappen von ihrer Arbeit vertraut. Mit ihm wurde im Berg Beginn und Ende der Schicht eingeläutet.
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Obwohl der Abbau von Kupfererz plötzlich eingestellt wurde und in Vergessenheit geriet, überdauerten die ständischen Bräuche und Überlieferungen die Jahre der Stilllegung des Werkes. Als [[1827]] der Bergwerksbetrieb wieder aufgenommen wurde, konnte an die Tradition nahtlos angeschlossen werden.
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Obwohl der Abbau von [[Kupfererzbergbau|Kupfererz]] plötzlich eingestellt wurde und in Vergessenheit geriet, überdauerten die ständischen Bräuche und Überlieferungen die Jahre der Stilllegung des Werkes. Als [[1827]] der Bergwerksbetrieb wieder aufgenommen wurde, konnte an die Tradition nahtlos angeschlossen werden.
Im Jahre [[1911]] fand man in einer alten Truhe auf dem Dach des Bernhardbauern in Mühlbach am Hochkönig einen seltsamen Gegenstand: eine etwa eineinhalb Meter lange, nach einer Seite sich verjüngende, recht grob aus einem Stamm herausgehackte Holzröhre mit einer Art Spundloch in der Mitte. Daneben ein ebenfalls durchbohrter Zapfen, der in das Spundloch paßte.  
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Im Jahre [[1911]] fand man in einer alten Truhe auf dem Dach des Bernhardbauern in Mühlbach am Hochkönig einen seltsamen Gegenstand: eine etwa eineinhalb Meter lange, nach einer Seite sich verjüngende, recht grob aus einem Stamm heraus gehackte Holzröhre mit einer Art Spundloch in der Mitte. Daneben ein ebenfalls durchbohrter Zapfen, der in das Spundloch passte.
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Ein altes Gemeindemitglied erinnerte sich: "''Da hatte es doch einmal bei den Bergknappen so eine Banda gegeben mit hölzernen Instrumenten...''"
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Ein altes Gemeindemitglied erinnerte sich: "Da hatte es doch einmal bei den Bergknappen so eine Banda gegeben mit hölzernen Instrumenten..."
   
Das war der Wiederbeginn der Mühlbacher Holzmusi.
 
Das war der Wiederbeginn der Mühlbacher Holzmusi.
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Man beschloß die Holzmusik wieder aufleben zu lassen. Mühsam mußte man sich alte Techniken des Instrumentenbaus wieder erarbeiten. So stellte sich heraus, dass für die großen Tuben sich vor allem das Holz der Haselfichte eignet, da es gerade gewachsen und astarm ist.
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Man beschloss die Holzmusik wieder aufleben zu lassen. Mühsam musste man sich alte Techniken des Instrumentenbaus wieder erarbeiten. So stellte sich heraus, dass für die großen Tuben sich vor allem das Holz der Haselfichte eignet, da es gerade gewachsen und astarm ist.
Die große Kunst aber zeigte sich im Blasen der Tuba, das besonders starke Lungen und eine spezielle Presstechnik benötigt, den selbst ein versierter Blechbläser erst erlernen muß.
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Die große Kunst aber zeigte sich im Blasen der Tuba, das besonders starke Lungen und eine spezielle Presstechnik benötigt, den selbst ein versierter Blechbläser erst erlernen muss.
    
==Besetzung==
 
==Besetzung==
In der Standartbesetzung umfaßt die Kapelle 11 Mann: vier Flöten (drei C-Flöten, eine F-Flöte), drei Bässe, eine große Trommel, einen Tambour, die Tschinellen und die Triangel (heute ein langer Eisenstab).  
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In der Standartbesetzung umfasst die Kapelle 11 Mann: vier Flöten (drei C-Flöten, eine F-Flöte), drei Bässe, eine große Trommel, einen Tambour, die Tschinellen und die Triangel (heute ein langer Eisenstab).  
    
Als optischer Aufputz für die Musikgruppe kommen noch zwei Marketenderinnen dazu.
 
Als optischer Aufputz für die Musikgruppe kommen noch zwei Marketenderinnen dazu.

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