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| | Am [[23. Juli]] [[1800]] ''...reisten zwey Packwägen mit Lebensmitteln, unseren Geräthschaften und Instrumenten in Begleitung des Kammerdieners, Koches und eines Bedienten und Reitknechtes von Klagenfurt ab...''. Am 24. Juli reisten auch von Salm, Hohenwart und Wulfen, die wiederum dabei waren, von Klagenfurt ab - das Reisetempo von Kutschen lag damals bei vier bis sieben Kilometer pro Stunde (!). Ankunft in Heiligenblut war dann am 26. Juli wo bereits Hoppe, Vierthaler, Schallhammer, Schiegg und Stanig warteten. Ergänzt wurden die Persönlichkeiten von Pfarrer Horasch aus Döllach und Bergrat Dillinger. | | Am [[23. Juli]] [[1800]] ''...reisten zwey Packwägen mit Lebensmitteln, unseren Geräthschaften und Instrumenten in Begleitung des Kammerdieners, Koches und eines Bedienten und Reitknechtes von Klagenfurt ab...''. Am 24. Juli reisten auch von Salm, Hohenwart und Wulfen, die wiederum dabei waren, von Klagenfurt ab - das Reisetempo von Kutschen lag damals bei vier bis sieben Kilometer pro Stunde (!). Ankunft in Heiligenblut war dann am 26. Juli wo bereits Hoppe, Vierthaler, Schallhammer, Schiegg und Stanig warteten. Ergänzt wurden die Persönlichkeiten von Pfarrer Horasch aus Döllach und Bergrat Dillinger. |
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| − | Am [[28. Juli]] begann die Karawane ihren neuerlichen Aufstieg gegen den Glocknergipfel und erreichte die Salmhütte. Am nächsten Tag, dem [[29. Juli]] stieg man zur Adlersruhe auf. Und als erste Menschen am Gipfel des Großglockners waren an diesem Tag vier Zimmerleute, unter ihnen die Brüder Klotz, die das 3,8 m hohe Gipfelkreuz errichteten, sowie Pfarrer Horasch. Stanig stellte am Gipfel des Großglockners einen Kasten mit einem Barometer auf, der bis 1852 dort stehen sollte. Währenddessen erklommen Vierthaler, Hoppe und Hohenwart den Kleinglockner. | + | Am [[28. Juli]] begann die Karawane ihren neuerlichen Aufstieg gegen den Glocknergipfel und erreichte die Salmhütte. Am nächsten Tag, dem [[29. Juli]] stieg man zur Adlersruhe auf. Und als erste Menschen am Gipfel des Großglockners waren an diesem Tag vier Zimmerleute, unter ihnen die Brüder Klotz, die das 3,8 m hohe [[Großglockner Gipfelkreuz|Gipfelkreuz]] errichteten, sowie Pfarrer Horasch. Stanig stellte am Gipfel des Großglockners einen Kasten mit einem Barometer auf, der bis 1852 dort stehen sollte. Währenddessen erklommen Vierthaler, Hoppe und Hohenwart den Kleinglockner. |
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| − | Die Hauptarbeiten an diesen Tagen lagen jedoch bei Schiegg, der vor allem die Vermessung des Großglockners erledigte: er berechnete die genaue geografische Länge und Breite, ermittelte den Siedepunkt des Wasser auf der Hohenwart-Scharte (3 182 m ü A.), der bei 92 °C lag<ref>ein halber Liter Wasser, befeuert von einem Weingeistfeuer, brauchte 10 Minuten)</ref>, er verglich seinen Ruhepuls (93) mit jenem im Tal (72). Er klärte die genaue Höhe vom [[Wiesbachhorn]] - 134 m niedriger als der Großglockner und anderes mehr. Die Messung des Großglocknergipfels ergab 1 998 Klafter (= 3 653,94 m) oder 11 988 Pariser Fuß. | + | Die Hauptarbeiten an diesen Tagen lagen jedoch bei Schiegg, der vor allem die Vermessung des Großglockners erledigte: er berechnete die genaue geografische Länge und Breite, ermittelte den Siedepunkt des Wasser auf der Hohenwart-Scharte (3 182 m ü A.), der bei 92 °C lag<ref>ein halber Liter Wasser, befeuert von einem Weingeistfeuer, brauchte zehn Minuten)</ref>, er verglich seinen Ruhepuls (93) mit jenem im Tal (72). Er klärte die genaue Höhe vom [[Wiesbachhorn]] - 134 m niedriger als der Großglockner und anderes mehr. Die Messung des Großglocknergipfels ergab 1 998 Klafter (= 3 653,94 m) oder 11 988 Pariser Fuß. |
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| | Am [[30. Juli]] stieg dann die gesamte Expedition wieder nach Heiligenblut ab. | | Am [[30. Juli]] stieg dann die gesamte Expedition wieder nach Heiligenblut ab. |