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Das [[1548]] erbaute Städtische Brunnhaus, ein mit Almwasser betriebenes Grundwasserhebewerk versorgte zahlreiche Stadthäuser und Brunnen sogar am gegenüberliegenden Salzachufer. Zusätzlich lieferten vom Stiftsarmstollen ausgehende hölzerne Almbrunnleitungen an über 80 Ausläufen Wasser für Brunnen, Waschhäuser, Bäder, Pferdeschwemmen und Fischkalter. Das [[1664]] am Südhang des [[Festungsberg]]es errichtete Wasserpumpwerk des Erzbischöflichen Brunnhauses förderte mit hohem Druck Wasser für die Fontäne des Residenzbrunnens und für die höhergelegenen Häuser im [[Nonntal]] und im [[Kaiviertel]].  
 
Das [[1548]] erbaute Städtische Brunnhaus, ein mit Almwasser betriebenes Grundwasserhebewerk versorgte zahlreiche Stadthäuser und Brunnen sogar am gegenüberliegenden Salzachufer. Zusätzlich lieferten vom Stiftsarmstollen ausgehende hölzerne Almbrunnleitungen an über 80 Ausläufen Wasser für Brunnen, Waschhäuser, Bäder, Pferdeschwemmen und Fischkalter. Das [[1664]] am Südhang des [[Festungsberg]]es errichtete Wasserpumpwerk des Erzbischöflichen Brunnhauses förderte mit hohem Druck Wasser für die Fontäne des Residenzbrunnens und für die höhergelegenen Häuser im [[Nonntal]] und im [[Kaiviertel]].  
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Es gab nun schon vier Arme des Almkanals, die die [[Altstadt]] durchflossen. Die Stadt wurde einmal die Woche durch gestautes Almkanalwasser "gereinigt" (was bis ins [[19. Jahrhundert]] üblich war) und um den Ausbruch von Seuchen zu erschweren siedelte Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] die städtischen Fleischbänke “am Gries” (heute [[Ferdinand Hanusch Platz]] an.  
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Es gab nun schon vier Arme des Almkanals, die die [[Altstadt]] durchflossen. Die Stadt wurde einmal die Woche durch gestautes Almkanalwasser "gereinigt" (was bis ins [[19. Jahrhundert]] üblich war) und um den Ausbruch von Seuchen zu erschweren siedelte Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] die städtischen Fleischbänke “am Gries” (heute [[Ferdinand-Hanusch-Platz]] an.  
    
Ab [[1566]] erklärte sich die Erzbischöfliche Kammer als dritter “Almherr“ neben dem Stift St. Peter und dem Domkapitel bereit ein Drittel der Erhaltungskosten des Kanalsystemes zu bestreiten, da die groß angelegten bischöflichen Fischteiche [[Schloss Leopoldskron|Leopoldskroner Weiher]] und [[Glanegg]]er Geiselweiher und der Ausbau neuer Wasserleitungen zu den Residenzgebäuden zu einem erheblichen Anwachsen des Wasserbedarfes und des Instandhaltungsaufwandes geführt hatten.
 
Ab [[1566]] erklärte sich die Erzbischöfliche Kammer als dritter “Almherr“ neben dem Stift St. Peter und dem Domkapitel bereit ein Drittel der Erhaltungskosten des Kanalsystemes zu bestreiten, da die groß angelegten bischöflichen Fischteiche [[Schloss Leopoldskron|Leopoldskroner Weiher]] und [[Glanegg]]er Geiselweiher und der Ausbau neuer Wasserleitungen zu den Residenzgebäuden zu einem erheblichen Anwachsen des Wasserbedarfes und des Instandhaltungsaufwandes geführt hatten.
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Vom [[16. Jahrhundert|16.]] bis ins [[19. Jahrhundert]] entwickelte sich der Almkanal immer mehr zur Lebensader für Gewerbe und Fabriken innerhalb und außerhalb der Stadt. Der Köckablaß in [[Thumegg]] lieferte zusätzliches Triebwasser für die Mühlen am Hellbrunnerbach. Über den Kreuzbrücklbach und den Ganshofbach wurde in [[Maxglan]] die Wasserführung von [[Glan]] und Glanmühlbach aufgebessert. Mühlen, Sägen, Walken, Schleifereien, Polierwerke, Kugelmühlen, Schmieden, Hammerwerke, Wasserpumpwerke, Bleiweiß- und Lederfabriken, Gewürz- und Lehmstampfe, Pulverfabriken, Malzmühlen, [[Bier|Brauereien]] und Feigenkaffeefabriken wurden betrieben, zahlreiche Teiche für die Eisgewinnung wurden angelegt. [[Grödig]] war das Zentrum der Eisenverarbeitung und der Zementindustrie.  
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Vom [[16. Jahrhundert|16.]] bis ins [[19. Jahrhundert]] entwickelte sich der Almkanal immer mehr zur Lebensader für Gewerbe und Fabriken innerhalb und außerhalb der Stadt. Der Köckablaß in [[Thumegg]] lieferte zusätzliches Triebwasser für die Mühlen am Hellbrunnerbach. Über den Kreuzbrücklbach und den Ganshofbach wurde in [[Maxglan]] die Wasserführung von [[Glan]] und Glanmühlbach aufgebessert. Mühlen, Sägen, Walken, Schleifereien, Polierwerke, Kugelmühlen, Schmieden, Hammerwerke, Wasserpumpwerke, Bleiweiß- und Lederfabriken, Gewürz- und Lehmstampfe, Pulverfabriken, Malzmühlen, [[Bier|Brauereien]] und Feigenkaffeefabriken wurden betrieben, zahlreiche Teiche für die Eisgewinnung wurden angelegt. [[Grödig]] war das Zentrum der Eisenverarbeitung und der Zementindustrie.
    
====Neuzeit====
 
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