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| | Aber keine der beiden Tafeln überliefern sein Sterbedatum. Nachstehend die Inschriften von Wolf Dietrichs. | | Aber keine der beiden Tafeln überliefern sein Sterbedatum. Nachstehend die Inschriften von Wolf Dietrichs. |
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| − | === linkes Epitaph ===
| + | Das linke Epitaph wurde im Jahr [[1605]], das rechte 1607 von Christof Herold in Nürnberg in Bronze gegossen.<ref>[[Franz Martin]], "Kunst in Salzburg", Seite 206</ref> |
| − | : ''D:(eo) O:(ptimus) M:(aximus) </br>''
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| − | : ''Illustr(um) etr(um) Priceps acd d(e) Wolphgangus Theodoricus Archiep(i)s(copus) Salisb(urgensium) hanc Sub divo tutelari Gabriele Archangelo sacram aedem circumsepto porticibus caemiterio in augmentum pietatis a fundamentis abs se exstructam et omni moda dote exornatam hisce LL.s ad notitiam piae posteritatis constituit Bini sacerdotes per vices singulis diebus sacrum dictunto pro fidelibus vives et defunctis exoranto: Fundatoris in primis et sanquine iunctorum memoriam devote agunto: salarium uterq(ue) menstruum decem Aedituus quinq(ue) Florenorum accipitio: nosocomii praefectus redituum administrationem habeto: accepti expensi q(ue) rationes ad hoc singulariter deputatis quot annis prae stato q(ue) iura praemissorum cum collatione sucessores princeps Archiepos(copus) sequuntur: quis quis hanc mentem violare attentaverii, in deum om(nium) iudicem vindicem expectato.<ref>Quelle: Foto 16.05.2020 </ref>
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| − | ==== Übersetzung von Thomas Schmiedbauer====
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| − | : Gott, dem besten und größten
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| − | : Der weitum berühmte Fürst Wolf Dietrich Erzbischof von Salzburg hat dieses unter göttlichem Schutz des Erzengels Gabriel stehende Gebäude umgeben von den Säulenhallen des Friedhofs zur Förderung der Frömmigkeit von Grund auf aus eigenen Mitteln errichtet und in jeder Weise ausgeschmückt. Dieses hier wie folgt zur Kenntnis den frommen Nachfahren hat er festgesetzt: zwei Priester sollen im Wechsel an jedem einzelnen Tag die heilige Messe sprechen, für die lebenden und verstorbenen Gläubigen beten, dem frommen Gedenken des Gründer als erstes und den Blutsverwandten. Als Entgelt sollen beide monatlich zehn, der Pförtner fünf [[Gulden|Florentiner]] erhalten. Der Vorsteher des Krankenhauses soll die Verwaltung der Erträgnisse besitzen. Die zu erwartenden Ausgaben und Einnahmen sollen durch dazu im einzelnen bestimmte Personen jeweils jährlich vorher festgestellt und dieser zustehende Anspruch zur Sammlung durch die nachfolgenden Fürsterzbischöfe befolgt werden. Wer auch immer diesen Willen vorsätzlich verletzt, der hat in Gott den alles rächenden Richter zu erwarten.
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| − | Das linke Epitaph wurde im Jahr [[1605]] von Christof Herold in Nürnberg in Bronze gegossen.<ref>[[Franz Martin]], "Kunst in Salzburg", Seite 206</ref> | |
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| − | === rechtes Epitaph ===
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| − | : ''Wolphgangus Theodoricus Raittenauius Salis:burgensium Archiep(i)s(copus) et Princeps Sacelli q(ue) huius et caemiterii fundator, plebem suam, dum viveret, enixè favens, amans q(ue) inter eandem pariter in hac aedicula mortuus sepeliri Deo sic permittente statuit, ideo q(ue) et eos, penes quos post ipsius obitum suprema rerum huius Provinciae erit, vivus hoc Epitaphio hortatur et in D(omi)no rogat, uti defuncti cadaver ne exenterent, neve ultra viginti qua(r)dutor horas spectandum publice proponant, sed statim conditionib(us) hisce sepulturae mandent. Nimirum non aliis quam quotidianis viventis vestib(us) induunto. Famuli a cubiculo obscurioris sortis quod vivu(m) curabant corpus terrae inferunto; feretrum unius signu(m) crucis cum qua(r)dutor tantum cereis praecedunt q(ue): illud ipsum sex omnino religiosi ordinis d(e) Francisci de observantia nec ulii alii comitantor, id q(ue) non interdiu, sed noctu absq(ue) Campanarum pulsu, excepta ea, quae prope sacellum defuncti apud S. Sebastianum est exequuntur. nemo vestem lucubrem funeris huius causa sumito, sed potius D. O. M. pro defuncti anima peccatis que exoranto et deprecator. Singula haec ita integra et illae sa sunto et a posteris custodiuntor, atque conservator, sicut D. O. M. et ipsi post eata sibi propitium orant exoptantq(ue).'' <ref>Quelle: Foto 16.05.2020, vergleiche mit [[Lorenz Hübner]], Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte, [http://books.google.at/books?id=e2YAAAAAcAAJ&pg=PA357#v=onepage&q=&f=false Erster Band (Topographie), S. 357] (Salzburg [[1792]])</ref>
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| − | ==== Übersetzung von Thomas Schmiedbauer====
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| − | : Wolf Dietrich von Raitenau, von Salzburg Erzbischof und Fürst, der Kapelle und des Friedhofes Gründer, bestimmt, dass er inmitten seines Volkes, das er solange er lebte eifrig gefördert und geliebt hat, unter ihnen auf gleiche Weise in diesem Gebäude, wenn er gestorben ist, bestattet werden soll, wenn Gott es so gestattet. Dazu fordert der noch Lebende alle jene auf, die nach seinem Tod in den obersten Angelegenheiten über dieses Land die Gewalt ausüben werden, eingefordert durch diese erlassene Epitaph (Grabinschrift) und im Namen Gottes. Wenn er gestorben ist, möge sein Leichnam nicht ausgeweidet werden, dieser auch nicht länger als vierundzwanzig Stunden dem Volk zur Betrachtung ausgestellt werden, sondern sofort nach den hier geforderten Bedingungen zu Grabe getragen werden. Natürlich sollen ihn keine anderen als jene begleiten, mit denen er alltäglich auf der Festung lebte. Die Diener sollen dafür sorgen, dass der Sarg auf möglichst unerkannte Weise für die Lebenden dem Leib der Erde zugeführt werde. Der Leichentragbare soll ein Einziger mit einem Kreuz als Zeichen und vier mit großen Wachskerzen voranschreiten. Des weiteren: jene sollen von sechs besonders Gottesfürchtigen aus dem Orden der [[Franziskaner]] zur Beobachtung begleitet werden, damit nichts anderes geschehe. Solches geschehe nicht während des Tages, sondern in der Nacht und es soll auch keine Glocke geläutet werden, ausgenommen jene, welche nahe bei dem Grabmal des Verstorbenen bei St. Sebastian ist, soll ihn ins Grab begleiten. Niemand soll dazu bestimmt werden, ein über Nacht herzustellendes Trauergewand aus diesem Grund anlegen zu müssen, sondern vielmehr soll zu Gott, dem besten und größten, für den Verstorbenen und seine sündige Seele gebetet und er als dessen Fürsprecher angerufen werden. Die Einzelheiten mögen wie hier vollständig und wie jene sind durch die Nachfolgenden eingehalten werden, und bewahrt werden, gleichwie vor Gott, dem besten und größten, denn sie selbst, nachdem sie vergangen sind, hoffen auf seine Gnade und wünschen sie herbei.
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| − | Das rechte Epitaph wurde im Jahr 1607 von Christof Herold in Nürnberg in Bronze gegossen.<ref>[[Franz Martin]], "Kunst in Salzburg", Seite 206; Anmerkung: die Festungshaft begann erst [[1612]], daher muss die Tafel nachher gegossen worden sein.</ref>
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| | === Begräbnis von Wolf Dietrich === | | === Begräbnis von Wolf Dietrich === |