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Den Kelten folgten die [[Römer]], die vor allem [[Römische Meilensteine|Meilensteine]] entlang der [[Untere Straße|"Unteren Straße"]]. Bei [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] fand man bei Ausgrabungen die römische Straßenstation ''Immurium''. Dabei wurden zwölf Gebäude ausgraben, darunter die Post- und Rastation (''mansio'') aus der Zeit von Kaiser Tiberius (14 bis 37 n. Chr.).  Auch Wohnhäuser, die bereits mit Bädern mit Warmluftheizungen (''Hypokausten'') ausgestattet waren. Die Bewohner lebten überwiegend von der Beherbergung Durchreisender. Daneben gab es Handwerk (Bronzegießerei und tuchweberei).
 
Den Kelten folgten die [[Römer]], die vor allem [[Römische Meilensteine|Meilensteine]] entlang der [[Untere Straße|"Unteren Straße"]]. Bei [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] fand man bei Ausgrabungen die römische Straßenstation ''Immurium''. Dabei wurden zwölf Gebäude ausgraben, darunter die Post- und Rastation (''mansio'') aus der Zeit von Kaiser Tiberius (14 bis 37 n. Chr.).  Auch Wohnhäuser, die bereits mit Bädern mit Warmluftheizungen (''Hypokausten'') ausgestattet waren. Die Bewohner lebten überwiegend von der Beherbergung Durchreisender. Daneben gab es Handwerk (Bronzegießerei und tuchweberei).
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==Einfall der Slawen==
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== Slawische Besiedlung ==
 
Dann versiegen schriftliche Quellen über die weitere Entwicklung des Lungaus. Erst mit dem Eindringen slawischer Stämme Ende des [[6. Jahrhundert]]s finden sich wieder Aufzeichnungen. Zahlreiche Ortsnamen gehen auf slawische Wortwurzeln zurück: Fanning lässt sich aus dem slawischen Wort ''Ban'' (auch ''Baian'') ableiten, das eine slawische Würdebezeichnung darstellt. Da man ''Fanning'' sowohl bei [[Mariapfarr]] als auch in der Nähe von Klagenfurt ([[Kärnten]]) fand, ist es nicht ausgeschlossen, dass bei Fanning ein slawischer Würdenträger lebte. Diese Theorie wird auch dadurch unterstützt, als das [[Weißpriachtal]], an dessen südlichem Ende Fanning liegt, zu jener Zeit als Passübergang in die [[Forstau]] über den [[Oberhüttensattel]] benutzt wurde (und nicht der Radstädter Tauern!). Somit war Fanning an einem wichtigen Ort gelegen.
 
Dann versiegen schriftliche Quellen über die weitere Entwicklung des Lungaus. Erst mit dem Eindringen slawischer Stämme Ende des [[6. Jahrhundert]]s finden sich wieder Aufzeichnungen. Zahlreiche Ortsnamen gehen auf slawische Wortwurzeln zurück: Fanning lässt sich aus dem slawischen Wort ''Ban'' (auch ''Baian'') ableiten, das eine slawische Würdebezeichnung darstellt. Da man ''Fanning'' sowohl bei [[Mariapfarr]] als auch in der Nähe von Klagenfurt ([[Kärnten]]) fand, ist es nicht ausgeschlossen, dass bei Fanning ein slawischer Würdenträger lebte. Diese Theorie wird auch dadurch unterstützt, als das [[Weißpriachtal]], an dessen südlichem Ende Fanning liegt, zu jener Zeit als Passübergang in die [[Forstau]] über den [[Oberhüttensattel]] benutzt wurde (und nicht der Radstädter Tauern!). Somit war Fanning an einem wichtigen Ort gelegen.
  
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