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Dr. '''Zdenko Paumgartten''' (* [[24. November]] [[1903]] in Groß-Mosty, ukrainisch ''Welyki Mosty'', [[Galizien]]; † [[27. Oktober]] [[1984]] in [[Salzburg]]) war österreichisch General der Infanterie und Befehlshaber der Gruppe III des [[Österreichisches Bundesheer|Österreichischen Bundesheeres]] in Salzburg.

== Leben ==
Zdenko (Ritter von) Paumgartten war der Sohn des k.u.k. Offiziers Eugen von Paumgartten (* 1864; † 1941) und seiner Frau Franziska de Paula, geborene Gräfin Logothetti (* 1873; † 1941). Nach dem Besuch der Volksschule in Hall in Tirol und der Militärunterrealschule in Bad Fischau ([[Niederösterreich]]) ging er auf die Infanteriekadettenschule in Wien-Breitensee und schloss sich [[1918]] den ungarischen königstreuen Truppen an. Nach einigen Jahren in der zivilen Privatwirtschaft trat er am [[7. April]] [[1926]] in den Dienst des ersten Bundesheeres und kam zum Tiroler Alpenjägerregiment Nr. 12. [[1931]] schlug er die Offizierslaufbahn ein. Im 1934 wurde er Leutnant, 1937 als Oberleutnant Kommandant einer MG-Kompanie.

Nach dem [[Anschluss]] wurde er [[1938]] in die [[Wehrmacht]] übernommen und zum Hauptmann befördert. Nach seiner Generalstabsausbildung wurde er am [[1. November]] [[1941]] in den Generalstab übernommen und wurde in Frankreich, der Sowjetunion und Finnland eingesetzt. 1942 zum Major, 1943 zum Oberstleutnant befördert. Ab [[1. September]] 1943 war er Stabschef des LI. Gebirgs-Armeekorps.

Nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] wurde er am [[1. August]] [[1945]] zum Chef der Heeresamtsstelle Tirol ernannt, nach deren Auflösung jedoch zunächst pensioniert.

Kurze Zeit war er beim Magistrat der Stadt Innsbruck angestellt. Sein Studium der Wirtschaftswissenschaften beendete er [[1952]] in Innsbruck mit der Promotion zum Dr. rer. soc. oec. Dann war er bis 1955 im Auftrag der französischen Besatzungsmacht Verbindungsoffizier der Außenstelle Innsbruck des Bundeskanzleramtes beim Kommando der US-Truppen in Salzburg. Als österreichischer Vertreter beim so genannten „Salzburger Komitee“ stand er in engem Kontakt mit dem Begründer der „B-Gendarmerie“ Emil Liebitzky und dem letzten Chef des Militärgeheimdienstes der k.u.k. Monarchie Oberst Maximilian Ronge.

Nach Abschluss des Staatsvertrages wurde Paumgartten [[1955]] als Oberst in das neue Bundesheer übernommen, wo er in den Generalstab übernommen wurde. Von August 1957 bis April 1960 war er erster Militär- und Luftattaché an der österreichischen Botschaft in Paris. Am [[1. Juli]] [[1961]] wurde er als Generalmajor zum Befehlshaber der Gruppe III des Bundesheeres in Salzburg ernannt. Am [[1. Juli]] [[1966]] folgte seine Ernennung zum General der Infanterie. Am [[31. Dezember]] [[1968]] trat er in den Ruhestand und übersiedelte nach Oberndorf.

== Auszeichnungen ==
* Kriegsverdienstkreuz I. und II. Klasse mit Schwertern (Verliehen am 25. Oktober 1941)
* Eisernes Kreuz I. Klasse (Verliehen am 29. Dezember 1942)
* Kommandeurskreuz des dänischen Danebrog-Ordens (Verliehen am [[7. Dezember]] [[1962]])
* Großes Ehrenzeichen (Verliehen am [[21. September]] [[1963]])
* Großes Goldenes Ehrenzeichen (Verliehen am [[30. Oktober]] [[1968]])
* [[Großes Ehrenzeichen des Landes Salzburg]] (Verliehen am 27. November]] [[1968]])

== Quelle ==
* Stefan Bader: ''An höchster Stelle... Die Generale des Österreichischen Bundesheeres der Zweiten Republik''. Wien 2004, S. 248 ff.

{{SORTIERUNG:Paumgartten, Zdenko}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Person (Militär)]]
[[Kategorie:Offizier]]]
[[Kategorie:Diplomat]]
[[Kategorie:Zuagroaste]]
[[Kategorie:Galizien]]
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