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Das ''' Gosau Konglomerat ''' ist ein [[Konglomerat]]gestein, das nach dem [[oberösterreich]]ischen Ort [[Gosau]] benannt wurde, wo diese Gesteinsart besonders schöne Ausformungen bildet.

== Beschreibung ==
Im Laufe des Erdmittelalters wurde durch den Schub des afrikanischen Kontinents nach Norden gegen Europa die Tethys stark eingeengt, die Gesteine des Meeresbodens zusammengeschoben und anschließend ins Gebirge hochgehoben. Gleichzeitig trugen Wasser und Wind die neu entstandenen Gipfel der [[Alpen]] ab. Der grobe Abtragungsschutt wurde von Flüssen rund geschliffen und im küstennahen Bereich nördlich der Alpen abgelagert. Kalk als Bindemittel verkittete die glatten und losen Gerölle zu einem festen Konglomerat.

Das Gosau Konglomerat aus der Kreidezeit<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Kreide_(Geologie) wikipedia.de/Kreide_(Geologie)]</ref> hat ein Alter von etwa 80 bis 90 Mio Jahren.

== Vorkommen in Salzburg ==
Im [[Salzburger Becken]] kommt Gosau Konglomerat überwiegend in tieferen Schichten vor. Zumeist ist es von eiszeitlichen Konglomeraten überdeckt.

Das Gosau Konglomerat bedeckt den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] an seiner Westseite von [[Gersberg]], über die [[Judenbergalm]], die [[Zistel]] bis zur [[Vorderfager]], sowie die [[Fager (Elsbethen)|Fager]] bis zum [[Hengstberg (Elsbethen)|Hengstberg]]. Zu sehen ist an vielen Stellen wie z.B. am Eingang zur [[Glasenbachklamm]], im [[Aigner Park]] oder am Gletscherschliff bei [[Schloss Goldenstein]].<ref>[https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/stadt-salzburg.pdf Geologische Karte der Umgebung der Stadt Salzburg, 1:50 000, S. Prey, 1969]</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19420807&query=text%253A%2522gosau-konglomerat%2522&seite=4 ANNO], Salzburger Volksblatt, 7. August 1942, Seite 4</ref>

== Siehe auch ==
* [[Eiszeitliche Konglomerate]]

== Quellen ==
{{Quelle Schmiedbauer}}
* geologischer Lehrpfad in der Glasenbachklamm
* [[Martin Hell (Landesarchäologe)]], Eine Tiefbohrung zwischen den Salzburger Stadtbergen, Tiefenbohrung vom 10. Juni [[1904]], [https://www.zobodat.at/pdf/HdN_FS_70_0009-0011.pdf Link]
* [[Eberhard Fugger]]: ''Die Gaisberggruppe'', ein Beitrag im Jahrbuch der k. k. geologischen Reichsanstalt, 1906, 5. Band, 2. Heft, Seite 213ff<ref>[https://docplayer.org/18815141-Die-gaisberggruppe-von-eberhard-fugger-mit-7-zinkotypien-im-text-literatur.html docplayer.org], pdf</ref>
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&qid=7JZ97B2UR258O1LAXHZIHMJPRZ9WLD&datum=1928&page=141&size=45 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1928, Seite 138

==== Einzelnachweise ====
<references/>

[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Geologie]]
[[Kategorie:Gestein]]
[[Kategorie:Sedimentgestein]]‎
[[Kategorie:Konglomerat]]

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