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==Das Novemberpogrom in Salzburg==
 
==Das Novemberpogrom in Salzburg==
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Nach den sofort nach dem „Anschluss“ erfolgten Verhaftungen und Enteignungen [[Judentum|jüdischer]] Salzburger und Salzburgerinnen hinterließ die Pogromnacht vom [[9. November]] 1938 auf den 10. November 1938 den nachhaltigsten Eindruck. Es wurden noch nicht arisierte Geschäfte und die Einrichtung der [[Synagoge]] demoliert. Auch in [[Hallein]] und [[Bad Gastein]] wurde jüdisches Eigentum beschädigt. Nach Berichten Betroffener drang die SS brutal in Wohnungen ein und verhaftete rund 70 Männer, die nach Dachau deportiert wurden. Frauen und Kinder blieben allein zurück. Alle noch in Salzburg verbliebenen Juden wurden gezwungen nach Wien zu übersiedeln, ihre Wohnungen wurden konfisziert. Am [[12. November]] 1938 wurde Salzburg für „judenrein“ erklärt. Salzburg war aber nie wirklich „judenrein“. Noch im Jahr [[1939]] waren beim Bau der [[Tauernkraftwerke Kaprun]] jüdische Zwangsarbeiter eingesetzt, manche Juden konnten sich auch erfolgreich verstecken oder durch ihre „Mischehe“ überleben.
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Nach den sofort nach dem „Anschluss“ erfolgten Verhaftungen und Enteignungen [[Judentum|jüdischer]] Salzburger und Salzburgerinnen hinterließ die Pogromnacht vom [[9. November]] 1938 auf den [[10. November 1938]] den nachhaltigsten Eindruck. Es wurden noch nicht arisierte Geschäfte und die Einrichtung der [[Synagoge]] demoliert. Auch in [[Hallein]] und [[Bad Gastein]] wurde jüdisches Eigentum beschädigt. Nach Berichten Betroffener drang die SS brutal in Wohnungen ein und verhaftete rund 70 Männer, die nach Dachau deportiert wurden. Frauen und Kinder blieben allein zurück. Alle noch in Salzburg verbliebenen Juden wurden gezwungen nach Wien zu übersiedeln, ihre Wohnungen wurden konfisziert. Am [[12. November]] 1938 wurde Salzburg für „judenrein“ erklärt. Salzburg war aber nie wirklich „judenrein“. Noch im Jahr [[1939]] waren beim Bau der [[Tauernkraftwerke Kaprun]] jüdische Zwangsarbeiter eingesetzt, manche Juden konnten sich auch erfolgreich verstecken oder durch ihre „Mischehe“ überleben.
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==Stolpersteine==
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Die Aktion des Künstlers Gunter Demnig, der im Rahmen der Initiative "[[Stolpersteine]]" in der Stadt Salzburg bisher 67 Steine verlegen ließ, erinnert vor allem an jüdische Opfer, deren Verfolgung oft in dieser Nacht konkret und leibhaftig wurde. Die Jüdin Anna Pollak lebte gemeinsam mit ihren Eltern in der Rainerstraße, wo sie eine Trödlerei und eine Weißnäherei betrieb. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüsteten SA-Männer das Haus ihrer Eltern und plünderten es. Anna Pollak wurde nach Wien vertrieben, von wo sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und später im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
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* Günter Fellner, „Zur Geschichte der Juden in Salzburg von [[1911]] bis zum Zweiten Weltkrieg“ in Adolf Altmann, „Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg“, Otto Müller Verlag Salzburg 1990
 
* Günter Fellner, „Zur Geschichte der Juden in Salzburg von [[1911]] bis zum Zweiten Weltkrieg“ in Adolf Altmann, „Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg“, Otto Müller Verlag Salzburg 1990
 
* Emmerich Tálos, Ernst Hanisch, Wolfgang Neugebauer (Hrsg.), „NS-Herrschaft in Österreich 1938 – 1945“, Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1988
 
* Emmerich Tálos, Ernst Hanisch, Wolfgang Neugebauer (Hrsg.), „NS-Herrschaft in Österreich 1938 – 1945“, Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1988
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* Salzburger Nachrichten, Freitag, 14. Mai 2010, Lokalteil, S 11
    
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Zweiter Weltkrieg]]
 
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[[Kategorie:Judentum in Salzburg]]
 
[[Kategorie:Judentum in Salzburg]]
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