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==Geschichte==
 
==Geschichte==
In den Napoleonischen Kriegen [[1809]] wurde der Pass heftig umkämpft unter der Führung von [[Anton Wallner]]. Reste der Grenzbefestigung gegen Tirol, Wachthaus, Sperrmauerreste und eine Kapelle sind auch heute noch zu sehen.
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In den [[Befreiungskrieg 1809|Napoleonischen Kriegen]] [[1809]] wurde der Pass heftig umkämpft und vo einem unter der Führung von [[Anton Wallner]] stehenden Aufgebot erfolgreich verteidigt. Reste der Grenzbefestigung gegen [[Tirol]], Wachthaus, Sperrmauerreste und eine Kapelle sind auch heute noch zu sehen.  
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Am [[9. August]] [[1805]] wurde die Koalition (England, Österreich, Ungarn, Portugal, Russland, Schweden, Neapel und die Türkei hatten sich im dritten Koalitionskrieg gegen Napoleon verbündet) unterzeichnet und gleichzeitig den Franzosen und den verbündeten Bayern der Krieg erklärt.  
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Am [[9. August]] [[1805]] wurde die Koalition (England, Österreich, Ungarn, Portugal, Russland, Schweden, [[Neapel#Geschichte|Neapel]] und die Türkei hatten sich im dritten Koalitionskrieg gegen Napoleon verbündet) unterzeichnet und gleichzeitig den Franzosen und den verbündeten [[Bayern]] der Krieg erklärt.  
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[[Erzherzog Johann]] schloss die Tiroler Landmiliz mit einer Stärke von ca. 10.000 Mann der österreichischen Armee an. Ihre Aufgabe bestand darin, die Nordfront von Vorarlberg bis [[Lofer]] zu verteidigen und ihre Gesamtstärke betrug ca. 34.000 Mann.
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[[Erzherzog Johann]] schloss die Tiroler Landmiliz mit einer Stärke von ca. 10.000 Mann der österreichischen Armee an. Ihre Aufgabe bestand darin, die Nordfront von Vorarlberg bis [[Lofer]] zu verteidigen. Ihre Gesamtstärke betrug ca. 34.000 Mann.
    
Viele Berufsoffiziere der österreichischen Armee lehnten es jedoch ab, mit Bauern, Bürgern und Tagelöhnern in den Krieg zu ziehen. Diese Einstellung wird als ein Hauptgrund für den schlechten Zustand der damaligen Tiroler Landesverteidigung gesehen. Die wichtigste Bastion der Landesverteidigung, die Schützenkompanien mit ihren ortskundigen und volksverbundenen Offizieren und den ausgezeichnet ausgebildeten und zu allem entschlossenen Männern und Frauen, waren aber intakt.
 
Viele Berufsoffiziere der österreichischen Armee lehnten es jedoch ab, mit Bauern, Bürgern und Tagelöhnern in den Krieg zu ziehen. Diese Einstellung wird als ein Hauptgrund für den schlechten Zustand der damaligen Tiroler Landesverteidigung gesehen. Die wichtigste Bastion der Landesverteidigung, die Schützenkompanien mit ihren ortskundigen und volksverbundenen Offizieren und den ausgezeichnet ausgebildeten und zu allem entschlossenen Männern und Frauen, waren aber intakt.
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Am [[14. Oktober]] [[1805]] verloren die Österreicher Schlachten in Süddeutschland und Oberitalien. Schließlich ging auch die Schlacht bei Ulm zugunsten Napoleon aus und die Franzosen rückten nun mit den verbündeten bayrische Einheiten Richtung [[Tirol]] vor, da dies  von großer strategischer Bedeutung war, weil es die Landverbindung nach Italien war.
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Am [[14. Oktober]] [[1805]] verloren die Österreicher Schlachten in Süddeutschland und Oberitalien. Schließlich ging auch die Schlacht bei Ulm zugunsten Napoleon aus und die Franzosen rückten nun mit den verbündeten bayrische Einheiten Richtung [[Tirol]] vor, da dieses von großer strategischer Bedeutung war, weil es die Landverbindung nach Italien war.
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Über Mittenwald wollte man nach Innsbruck vorstoßen, [[Salzburg]] sollte erobert werden, in der Folge dann [[Bad Reichenhall]], und über den Pass Strub wollte man Tirol von Osten her besetzen. Erzherzog Johann, Oberbefehlshaber von Tirol versuchte, vom Pass Strub aus Reichenhall, das ja bayerisch war, zu besetzen. Er scheiterte jedoch und wurde geschlagen. Nun war der Weg nach Lofer und damit zum Pass Strub frei.
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Über Mittenwald wollte man nach Innsbruck vorstoßen, [[Salzburg]] sollte erobert werden, in der Folge dann [[Bad Reichenhall]], und über den Pass Strub wollte man Tirol von Osten her besetzen. Erzherzog Johann, Oberbefehlshaber von Tirol, versuchte, vom Pass Strub aus Reichenhall, das ja bayerisch war, zu besetzen. Er scheiterte jedoch und wurde geschlagen. Nun war der Weg nach Lofer und damit zum Pass Strub frei.
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Die Bayern und Franzosen versuchten über den Pass in Tirol einzudringen, rechneten jedoch nicht mit dem massiven Widerstand, auf den sie stoßen sollten. Da ein großer Teil der Armee zum Schutz der Reichshauptstadt Wien abgezogen wurde, war Tirol wieder einmal fast auf sich allein gestellt. Eilig wurde nun der Landsturm einberufen und die Tiroler Schützenkompanien übernahmen die Aufgaben der Armee.  
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Die Bayern und Franzosen versuchten über den Pass in Tirol einzudringen, rechneten jedoch nicht mit dem massiven Widerstand, auf den sie stoßen sollten. Da ein großer Teil der Armee zum Schutz der Reichshauptstadt Wien abgezogen wurde, war Tirol wieder einmal fast auf sich allein gestellt. Eilig wurde nun der Landsturm einberufen, und die Tiroler Schützenkompanien übernahmen die Aufgaben der Armee.  
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Am [[1. November]] 1805 rückten bayerische Truppen in Divisionsstärke (über 10.000 Mann samt Artillerie mit 13 Kanonen) über Bodenbühel und Kniepass auf den Pass Strub vor. Der Befehlshaber der Bayern war General Deroy.
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Am [[1. November]] 1805 rückten bayerische Truppen in Divisionsstärke (über 10.000 Mann samt Artillerie mit 13 Kanonen) über Bodenbühel und den [[Kniepass]] auf den Pass Strub vor. Der Befehlshaber der Bayern war General Deroy.
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Die am Pass Strub eingesetzten Reste der österreichischen Armee, Landmiliz, Landsturm und Schützen leisteten erbitterten Widerstand und konnten vier Angriffe der Bayern abwehren. Feldmarschall Leutnant Graf St. Julien, Befehlshaber der österreichischen Armee am Pass Strub, befahl den Landsturmverbänden und Schützenkompanien des Gerichts Kitzbühel und Itter unter dem Kommando des Landesmiliz-Majors Wenzel Graf von Wolkenstein, aus altem Tiroler Adel, die Berghänge zu sichern. Die österreichische Artillerie mit zwei Kanonen, einige Kompanien Infanterie sowie Tiroler Scharfschützen verteidigten die Grenzfestung.
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Die am Pass Strub eingesetzten Reste der österreichischen Armee, Landmiliz, Landsturm und Schützen leisteten erbitterten Widerstand und konnten vier Angriffe der Bayern abwehren. Feldmarschall-Leutnant Graf St. Julien, Befehlshaber der österreichischen Armee am Pass Strub, befahl den Landsturmverbänden und Schützenkompanien der Gerichte Kitzbühel und [[Zillertal|Itter]] unter dem Kommando des Landesmiliz-Majors Wenzel Graf von [[Wolkenstein]], aus altem Tiroler Adel, die Berghänge zu sichern. Die österreichische Artillerie mit zwei Kanonen, einige Kompanien Infanterie sowie Tiroler Schützen verteidigten die Grenzfestung.
    
Kleinere Tiroler Schützenverbände (u. a. Waidring unter Skinner) gingen auf dem Gebiet der Kammerköralm und beim Steingassgraben in Stellung, wo es bei einem Umgehungsversuch der Bayern zu schweren Kämpfen kam. Die Landesverteidiger vermochten jedoch, diese Angriffe zurückzuschlagen.
 
Kleinere Tiroler Schützenverbände (u. a. Waidring unter Skinner) gingen auf dem Gebiet der Kammerköralm und beim Steingassgraben in Stellung, wo es bei einem Umgehungsversuch der Bayern zu schweren Kämpfen kam. Die Landesverteidiger vermochten jedoch, diese Angriffe zurückzuschlagen.
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==2009 - 200 Jahre Kämpfe am Pass Luegg==
 
==2009 - 200 Jahre Kämpfe am Pass Luegg==
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[[2009]] jährt sich das Ereignis am Pass Lueg zum 200. Mal. Anlässlich díeser 200-jährigen Wiederkehr der Kriegsereignisse 1809 in [[Werfen]], [[Golling]], [[Schneitzelreuth]], [[Lofer]] usw. erscheint 2009 ein Buch über die damaligen Geschehnisse mit neuen Erkenntnissen aus den Staatsarchiven Wien und München usw.
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[[2009]] jährt sich das Ereignis am Pass Lueg zum 200. Mal. Anlässlich díeser 200-jährigen Wiederkehr der Kriegsereignisse 1809 in [[Werfen]], [[Golling]], [[Berchtesgadener Land|Schneizlreuth]], [[Lofer]] usw. erschien im Jahr 2009 ein Buch über die damaligen Geschehnisse mit neuen Erkenntnissen aus den Staatsarchiven Wien und München usw.
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Außerdem beleuchten zwei große Ausstellungen in Golling und Werfen die Ereignisse 1809. Auskünfte erteilt der  
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Außerdem beleuchteten zwei große Ausstellungen in Golling und Werfen die Ereignisse 1809. Auskünfte erteilt der  
 
:[[Museumsverein Werfen]]
 
:[[Museumsverein Werfen]]
 
:Kustos Fritz Hörmann
 
:Kustos Fritz Hörmann