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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Ferdinand Porsche kam als Sohn des Spenglermeisters Anton Porsche in Nordböhmen zur Welt. Sein Vater wollte, dass Ferdinand das Handwerk des Spenglermeisters erlernte. Doch Ferdinand experimentierte stets mit der damals gerade aufkommenden Technik. Mehrmals brachte er damit seinen Vater an den Rand des Wahnsinns, bis er endgültig das Handwerk des Spenglermeisters beiseite legte und nach Wien ging. | + | Ferdinand Porsche kam als Sohn des Spenglermeisters Anton Porsche in Nordböhmen zur Welt. Sein Vater wollte, dass Ferdinand das Handwerk des Spenglermeisters erlernte. Doch Ferdinand experimentierte bereits als 14-Jähriger nicht mit Dingen, die mit dem Spenglerhandwerk zusammenhingen. Der Vater verbot ihm diesen "Firlefanz", worauf sich Ferdinand auf den Dachboden des Hauses zurückzog und dort in aller Heimlichkeit expermentierte. Z. B. baute er eine Reihe von Batterien und brachte kleine Lämpchen zum Glühen. Obwohl sein Vater dieses "Labor" mehrmals "zerstörte", überraschte Ferdinand als 16-Jähriger den ganzen Ort Maffersdorf: In der Teppichfabrik des Ortes war erst vor kurzem elektrisches Licht installiert worden - nach ein paar Tagen der Abwesenheit von Vater Porsche, elektrifizierte Ferdinand als zweites Haus des Dorfers das Haus des Klemptnermeisters Porsche. |
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| − | Er begann als 18Jähriger bei Béla Egger & Co in Wien. Seine Begabung wurde rasch offenkundig und schon [[1887]] wurde er Assistent des Betriebsleiters und war mit Versuchsfahrten des Egger-Lohner-Elektrowagens betraut, die mit Egger-Elektromotoren ausgestattet waren . So kam er [[1900]] zu den Lohner-Werken in Wien-Floridsdorf, für die er den "Lohner-Porsche" mit Radnabenmotor entwickelte ([[1900]] auf der Pariser Weltausstellung). | + | Diese Leistung überzeugte nun auch seinen Vater endgültig, dass er nicht für den Spenglerberuf geeignet ist und auf Fürsprache des Besitzers der Teppichfabrik wurde Ferdinand nach Wien geschickt. |
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| | + | Er begann als 18-Jähriger bei Béla Egger & Co in Wien (später Brown, Boveri & Co]. Seine Begabung wurde rasch offenkundig und schon [[1887]] wurde er Assistent des Betriebsleiters und war mit Versuchsfahrten des Egger-Lohner-Elektrowagens betraut, die mit Egger-Elektromotoren ausgestattet waren . So kam er [[1900]] zu den Lohner-Werken in Wien-Floridsdorf, für die er den "Lohner-Porsche" mit Radnabenmotor entwickelte ([[1900]] auf der Pariser Weltausstellung). |
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| | + | Porsche war aber nicht nur handwerklich sehr geschickt, er konnte auch ausgezeichnet Autofahren. Bereits im September [[1900]] fuhr er den Semmering mit einem Elektrowagen in neuer Rekordzeit hinauf. Beim Exelbergrennen (Wien) gewann er [[1902]] die Kategorie der Wagen bis 1.000 Kilo und bei den Kaisermanövern des selben Jahres finden wir Porsche als k. u. k. Reserveinfanteristen vom Regiment Deutschmeister als Fahrer von Erzherzog Franz Ferdinand. |
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| | Emil Jellinek-Mercedes holte ihn [[1905]] als Nachfolger von Paul Daimler als technischer Direktor zu der Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft (später dann Austro-Daimler Motoren AG) nach Wiener Neustadt. Dort baute er ab [[1908]] auch Flugzeugmotoren. [[1910]] gewann ein von ihm konstruierter Daimler-Wagen die "Prinz-Heinrich-Fahrt". Im Jahr darauf gewann das Team Porsche - Dir. Fischer - Graf Schönfeldt den Teampreis der "Österreichischen Alpenfahrt". | | Emil Jellinek-Mercedes holte ihn [[1905]] als Nachfolger von Paul Daimler als technischer Direktor zu der Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft (später dann Austro-Daimler Motoren AG) nach Wiener Neustadt. Dort baute er ab [[1908]] auch Flugzeugmotoren. [[1910]] gewann ein von ihm konstruierter Daimler-Wagen die "Prinz-Heinrich-Fahrt". Im Jahr darauf gewann das Team Porsche - Dir. Fischer - Graf Schönfeldt den Teampreis der "Österreichischen Alpenfahrt". |
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| | * ''Die Auto-Österreicher'', Martin Pfundner, A & W Verlage GmbH Klosterneuburg, [[2006]], ISBN 3-200-00517-3 | | * ''Die Auto-Österreicher'', Martin Pfundner, A & W Verlage GmbH Klosterneuburg, [[2006]], ISBN 3-200-00517-3 |
| | * ''Österreichische Automobilgeschichte''', Hans Seper, Martin Pfundner, Hans Peter Lenz, EUROTAX, [[1999]], ISBN 3-905566-01-X | | * ''Österreichische Automobilgeschichte''', Hans Seper, Martin Pfundner, Hans Peter Lenz, EUROTAX, [[1999]], ISBN 3-905566-01-X |
| | + | * ''Ferdinand Porsche, der Weg eines genialen Konstrukteurs''. Richard von Frankenberg, Amalthea-Verlag, Wien [[1957]] |
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| | ==Weblinks== | | ==Weblinks== |
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| − | [[Kategorie:Motorsport|Porsche, Ferdinand]]
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