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== Wallfahrtslegende ==
 
== Wallfahrtslegende ==
 
''Elend'', ''Ellend'' bedeutet einsame Gegend. Die erste Kapelle wurde aufgrund eines Gelöbnisses der [[Taxenbach]]erin [[Ursula Penninger]] um [[1552]] errichtet. Man erzählt sich, dass sich ihre zwölfjährige, blinde und geistig behinderte Tochter, im ''Elend'' verlaufen hätte. Nach drei Tagen fand man sie beim heutigen [[Salzburger Quellen#Pinzgau#Gnadenbründl Maria Elend|Augenbründl]] wieder auf, sie war wie durch ein Wunder sehend und geistig gesund geworden. Da gelobte Ursula Penninger vom Ansitz [[Penninghof]] eine Kapelle errichten zu lassen, einen Mesner anzustellen und eine ewige Messstiftung: jährlich sollte am [[Barbara von Nikomedien|Barbaratag]] (4. Dezember) eine Messe gehalten werden.
 
''Elend'', ''Ellend'' bedeutet einsame Gegend. Die erste Kapelle wurde aufgrund eines Gelöbnisses der [[Taxenbach]]erin [[Ursula Penninger]] um [[1552]] errichtet. Man erzählt sich, dass sich ihre zwölfjährige, blinde und geistig behinderte Tochter, im ''Elend'' verlaufen hätte. Nach drei Tagen fand man sie beim heutigen [[Salzburger Quellen#Pinzgau#Gnadenbründl Maria Elend|Augenbründl]] wieder auf, sie war wie durch ein Wunder sehend und geistig gesund geworden. Da gelobte Ursula Penninger vom Ansitz [[Penninghof]] eine Kapelle errichten zu lassen, einen Mesner anzustellen und eine ewige Messstiftung: jährlich sollte am [[Barbara von Nikomedien|Barbaratag]] (4. Dezember) eine Messe gehalten werden.
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== Augenbründl ==
 
== Augenbründl ==
 
Neben der Ursprungskapelle befindet sich das ''Augenbründl'', in dem sich die Pilger die Augen waschen und dem besondere Heilkraft nachgesagt wird.<ref>siehe auch [[Salzburger Quellen]]</ref>
 
Neben der Ursprungskapelle befindet sich das ''Augenbründl'', in dem sich die Pilger die Augen waschen und dem besondere Heilkraft nachgesagt wird.<ref>siehe auch [[Salzburger Quellen]]</ref>
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== Ursprungskapelle ==
 
== Ursprungskapelle ==
 
[[Datei:Blick von Maria Elend.jpg|miniatur|Blick über Ursprungskapelle und Augenbründl in das Salzachtal]]
 
[[Datei:Blick von Maria Elend.jpg|miniatur|Blick über Ursprungskapelle und Augenbründl in das Salzachtal]]
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[[Datei:Ölbergkapelle Embach.jpg|miniatur|Ölbergkapelle]]
 
Die Ursprungskapelle befindet sich etwas unterhalb der Gnadenkapelle an dem Ort, in das Mädchen nach der Überlieferung aufgefunden worden war. Sie stammte vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, wurde aber [[1755]] erneuert.
 
Die Ursprungskapelle befindet sich etwas unterhalb der Gnadenkapelle an dem Ort, in das Mädchen nach der Überlieferung aufgefunden worden war. Sie stammte vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, wurde aber [[1755]] erneuert.
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Brauchbare kirchliche Gegenstände gab man an andere Kirchen weiter, so steht z. B. das Tabernakel jetzt in der Pfarrkirche von [[Taxenbach]], die Kanzel und die Orgel verbrachte man in die [[1784]] errichtete [[Kirche Bucheben]] in der Marktgemeinde [[Rauris]]. Diese Orgel übernahm [[1896]] der Tiroler Orgelbauer Franz Reinisch II. (* 1840; † 1921), ohne dafür eine Entschädigung bezahlt zu haben, wie der Pfarrer von Bucheben, Johann Ghedina, protestierend bemerkte, seither ist sie verschollen. Lediglich ein paar vergoldete Verzierungen dürften vom alten Gehäuse auf das neue übernommen worden sein. Die Kanzel aus der abgerissenen Wallfahrtskirche allerdings ist in Bucheben erhalten geblieben. Das alte Gnadenbild, eine gemalte Pietà aus dem 18. Jahrhundert, befindet sich jetzt im Hochaltar der Embacher Pfarrkirche. Das heutige Gnadenbild in der Wallfahrtskapelle ist eine Steingussstatue von [[Petrus Schmid]] ([[1768]]). Sie stand schon in der Ursprungskapelle und wurde beim Neubau der Gnadenkapelle [[1842]] in diese übersiedelt. Von den einstmals zahlreichen [[Votivtafel]]n haben sich nur mehr wenige erhalten.
 
Brauchbare kirchliche Gegenstände gab man an andere Kirchen weiter, so steht z. B. das Tabernakel jetzt in der Pfarrkirche von [[Taxenbach]], die Kanzel und die Orgel verbrachte man in die [[1784]] errichtete [[Kirche Bucheben]] in der Marktgemeinde [[Rauris]]. Diese Orgel übernahm [[1896]] der Tiroler Orgelbauer Franz Reinisch II. (* 1840; † 1921), ohne dafür eine Entschädigung bezahlt zu haben, wie der Pfarrer von Bucheben, Johann Ghedina, protestierend bemerkte, seither ist sie verschollen. Lediglich ein paar vergoldete Verzierungen dürften vom alten Gehäuse auf das neue übernommen worden sein. Die Kanzel aus der abgerissenen Wallfahrtskirche allerdings ist in Bucheben erhalten geblieben. Das alte Gnadenbild, eine gemalte Pietà aus dem 18. Jahrhundert, befindet sich jetzt im Hochaltar der Embacher Pfarrkirche. Das heutige Gnadenbild in der Wallfahrtskapelle ist eine Steingussstatue von [[Petrus Schmid]] ([[1768]]). Sie stand schon in der Ursprungskapelle und wurde beim Neubau der Gnadenkapelle [[1842]] in diese übersiedelt. Von den einstmals zahlreichen [[Votivtafel]]n haben sich nur mehr wenige erhalten.
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== Ursula Pennigers Grabplatte ==
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[[Datei:GrabsteinUrsulaPenningerin.JPG|thumb|Grabplatte der Ursula Penninger in der Wallfahrtskapelle Maria Elend]]
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In der 1842 errichteten Kapelle befindet sich eine an der Seitenwand eingemauerte Grabplatte. Sie war für Ursula Penninger, geborene Heill, vorbereitet, dann aber offenbar nicht für ihr Grab verwendet worden, denn das Sterbedatum ist anläßlich ihres Todes nicht nachgetragen worden.
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Die Inschrift lautet:<br/>''Hie ligt begraben des Edlen<br/>und Veste Ulrichen Pennigers<br/>zu Penningberg selige nachge<br/>lassne Wittib Ursula aine geboren<br/>Heillin welche diese Capeln zu<br/>unser Fraur im Elend gepaut<br/>die am Tag ... des Monats<br/>... ir zeitliche Tag zu dem<br/>ebigen beschlossen im 15... Jar.''
    
== Ölbergkapelle 1824 ==
 
== Ölbergkapelle 1824 ==
[[Datei:Ölbergkapelle Embach.jpg|miniatur|Ölbergkapelle]]
   
In Teilen der Bevölkerung stieß der Abriss der Kirche auf Entsetzen; also Ersatz wurde [[1824]] am Ölberg, auf dem Fußweg zwischen der Pfarrkirche Embach und der Wallfahrtskapelle Maria Elend, unterhalb einer Kreuzigungsgruppe, eine kleine neue Kapelle mit Walmdach errichtet. In deren halbrunder Apsisnische steht die Figur ''Christus an der Geißelsäule''.<ref>''Dehio Salzburg'', Wien 1986, S. 87.</ref> Die Ölbergkapelle wurde von Wallfahren kaum angenommen.
 
In Teilen der Bevölkerung stieß der Abriss der Kirche auf Entsetzen; also Ersatz wurde [[1824]] am Ölberg, auf dem Fußweg zwischen der Pfarrkirche Embach und der Wallfahrtskapelle Maria Elend, unterhalb einer Kreuzigungsgruppe, eine kleine neue Kapelle mit Walmdach errichtet. In deren halbrunder Apsisnische steht die Figur ''Christus an der Geißelsäule''.<ref>''Dehio Salzburg'', Wien 1986, S. 87.</ref> Die Ölbergkapelle wurde von Wallfahren kaum angenommen.
    
== Wallfahrtskapelle 1842 ==
 
== Wallfahrtskapelle 1842 ==
 
Daher wurde [[1842]] am Standort der abgerissenen Wallfahrtskirche die noch heute existierende neue Wallfahrtskapelle mit 20 Sitzplätzen errichtet, in der das in Stein angefertigte Gnadenbild der Mutter Maria, das zuvor in der Ursprungskapelle gestanden hatte, verehrt werden kann.<ref>Neuhardt: ''Wallfahrten'', S. 118.</ref> An den Seitenwänden wurden außerdem einige der erhalten gebliebenen Votivtafeln angebracht.
 
Daher wurde [[1842]] am Standort der abgerissenen Wallfahrtskirche die noch heute existierende neue Wallfahrtskapelle mit 20 Sitzplätzen errichtet, in der das in Stein angefertigte Gnadenbild der Mutter Maria, das zuvor in der Ursprungskapelle gestanden hatte, verehrt werden kann.<ref>Neuhardt: ''Wallfahrten'', S. 118.</ref> An den Seitenwänden wurden außerdem einige der erhalten gebliebenen Votivtafeln angebracht.
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== Ursula Pennigers Grabplatte ==
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[[Datei:GrabsteinUrsulaPenningerin.JPG|thumb|Grabplatte der Ursula Penninger in der Wallfahrtskapelle Maria Elend]]
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In der 1842 errichteten Kapelle befindet sich eine an der Seitenwand eingemauerte Grabplatte. Sie war für Ursula Penninger, geborene Heill, vorbereitet, dann aber offenbar nicht für ihr Grab verwendet worden, denn das Sterbedatum ist anläßlich ihres Todes nicht nachgetragen worden.
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Die Inschrift lautet:<br/>''Hie ligt begraben des Edlen<br/>und Veste Ulrichen Pennigers<br/>zu Penningberg selige nachge<br/>lassne Wittib Ursula aine geboren<br/>Heillin welche diese Capeln zu<br/>unser Fraur im Elend gepaut<br/>die am Tag ... des Monats<br/>... ir zeitliche Tag zu dem<br/>ebigen beschlossen im 15... Jar.''
      
== Information ==
 
== Information ==