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| | [[Datei:Pfeifergasse ON 9 Kumpfmühle 20190402.jpg|thumb|Kumpfmühle]] | | [[Datei:Pfeifergasse ON 9 Kumpfmühle 20190402.jpg|thumb|Kumpfmühle]] |
| | {{Googlemapsort|5020+Salzburg+Pfeifergasse_9}} | | {{Googlemapsort|5020+Salzburg+Pfeifergasse_9}} |
| − | Die '''Kumpfmühle''' ist ein unter [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|Denkmalschutz]] stehendes historisches Gebäude im [[Kaiviertel]] in der in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]]. | + | Die '''Kumpfmühle''' ist ein unter [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|Denkmalschutz]] stehendes historisches Gebäude im [[Kaiviertel]] in der in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. |
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| | == Lage == | | == Lage == |
| − | Die Kumpfmühle ist das Haus [[Pfeifergasse]] Nr. 11 am [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz]]. | + | Die Kumpfmühle ist das heutige Haus [[Pfeifergasse]] Nr. 11 am [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz]]. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Als [[1147]] durch den damaligen Dompropst Hermann und Abt [[Balderich]] von St. Peter der [[Almkanal|Almbach]] vom [[Nicht mehr bestehende Teiche im Land Salzburg|Geiselweiher]] zur Stadt geleitet und der [[Mönchsberg]] durchbrochen worden war, wurde der rechte Zweigkanal von der damaligen [[Domstiftmühle]] über den Domhof ([[Kapitelplatz]]) durch das alte Kaiviertel zu der heute noch bestehenden Mündung in die [[Salzach]] ([[Sebastian-Stief-Gasse]]/[[Rudolfskai]]) geleitet. | + | Als [[1147]] durch den damaligen [[Dompropst]] Hermann und [[Abt der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] [[Balderich]] von [[St. Peter]] der [[Almkanal|Almbach]] vom [[Nicht mehr bestehende Teiche im Land Salzburg|Geiselweiher]] in die Stadt geleitet und der [[Mönchsberg]] [[Stiftsarmstollen des Almkanals|durchbrochen]] worden war, wurde der rechte Zweigkanal, der [[Unterer Kapitalarm|untere Kapitalarm]], von der damaligen [[Domstiftmühle]] über den Domhof ([[Kapitelplatz]]) durch das alte Kaiviertel zu der heute noch bestehenden Mündung in die [[Salzach]] ([[Sebastian-Stief-Gasse]] am [[Rudolfskai]]) geleitet. |
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| | Um [[1150]] entstand die heute noch bestehende Kumpfmühle. Der seitliche Ausgang wurde wie ein Tor ausgestaltet und hieß das Obere [[Tränktor]] (später: [[Kumpfmühltor]]), das sowohl für den Zweck der Viehtränke, als auch für die Schifffahrt diente. Die Anlage und Errichtung der damaligen [[Mühle]] muss man sich einfach vorstellen. Das Wasser hatte ein Stock hohes Gefälle und die Radanlage war jedenfalls oberschlächtig und wurde durch ein höher gelegenes Gerinne betrieben. | | Um [[1150]] entstand die heute noch bestehende Kumpfmühle. Der seitliche Ausgang wurde wie ein Tor ausgestaltet und hieß das Obere [[Tränktor]] (später: [[Kumpfmühltor]]), das sowohl für den Zweck der Viehtränke, als auch für die Schifffahrt diente. Die Anlage und Errichtung der damaligen [[Mühle]] muss man sich einfach vorstellen. Das Wasser hatte ein Stock hohes Gefälle und die Radanlage war jedenfalls oberschlächtig und wurde durch ein höher gelegenes Gerinne betrieben. |
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| − | Die Mühle wurde [[1307]] Eigentum des [[Domkapitel]]s, da es urkundlich heißt: 1307 schenkte [[Dompropst]] [[Friedrich von Mitterkirchen]], [[Bischof von Seckau|Bischof]] von [[Seckau]], das ''Haws und die angebaute mile dem [[Domkapitel]] zu seinem Selgerät in die Oblag '' (fromme Stiftung). Der Name Kumpfmühle, der schon zu dieser Zeit gebräuchlich war, rührt - nicht, wie [[Lorenz Hübner]] schreibt, von einem ehemaligen Besitzer „Kumpf" her - sondern von dem Gerinne des unterschlächtigen Wasserrades, welches „der Kumpf" hieß und den Vorteil hatte, dass durch das gekröpfte Gerinne sehr wenig totes Wasser verloren ging. Daher gab es damals an vielen Orten Kumpfmühlen. | + | Die Mühle wurde [[1307]] Eigentum des [[Domkapitel]]s, da es urkundlich heißt: 1307 schenkte Dompropst [[Friedrich von Mitterkirchen]], [[Bischof von Seckau|Bischof]] von [[Seckau]], das ''Haws und die angebaute mile dem [[Domkapitel]] zu seinem Selgerät in die Oblag '' (fromme Stiftung). Der Name Kumpfmühle, der schon zu dieser Zeit gebräuchlich war, rührt - nicht, wie [[Lorenz Hübner]] schreibt, von einem ehemaligen Besitzer „Kumpf" her - sondern von dem Gerinne des unterschlächtigen Wasserrades, welches „der Kumpf" hieß und den Vorteil hatte, dass durch das gekröpfte Gerinne sehr wenig totes Wasser verloren ging. Daher gab es damals an vielen Orten Kumpfmühlen. |
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| | [[1421]] gibt das Domkapitel dem Ludwig [[Ritz]] von Spritzenstein die Kumpfmühle zu Erbrecht, [[1837]] verkauft ein Nachkomme Ritz dem [[Bischof von Chiemsee|Bischof]] [[Hieronymus Meitting]] sein Erbrecht auf der Kumpfmühle samt dem Mühlhause und dem kleinen Häuslein in der Pfeifergasse, die mit einem Ort an das [[Rapplbad]] und dem anderen an das Tränktor und an die Stadtmauer daselbst stoßen. Der Bischof von Chiemsee zahlt das Burgrecht an das Domkapitel. [[1768]] verkauft der Bischof von Chiemsee [[Franz Karl Eusebius von Waldburg-Friedberg und Trauchburg]] die Mühle mit Einwilligung des Domkapitels an [[Josef Wintersteller]] um 3270 [[Gulden]], der zum Domkapitel erbrechtlich und grundbar wurde. [[1794]] wird die Mühle in Stockwerkseigentum aufgeteilt: | | [[1421]] gibt das Domkapitel dem Ludwig [[Ritz]] von Spritzenstein die Kumpfmühle zu Erbrecht, [[1837]] verkauft ein Nachkomme Ritz dem [[Bischof von Chiemsee|Bischof]] [[Hieronymus Meitting]] sein Erbrecht auf der Kumpfmühle samt dem Mühlhause und dem kleinen Häuslein in der Pfeifergasse, die mit einem Ort an das [[Rapplbad]] und dem anderen an das Tränktor und an die Stadtmauer daselbst stoßen. Der Bischof von Chiemsee zahlt das Burgrecht an das Domkapitel. [[1768]] verkauft der Bischof von Chiemsee [[Franz Karl Eusebius von Waldburg-Friedberg und Trauchburg]] die Mühle mit Einwilligung des Domkapitels an [[Josef Wintersteller]] um 3270 [[Gulden]], der zum Domkapitel erbrechtlich und grundbar wurde. [[1794]] wird die Mühle in Stockwerkseigentum aufgeteilt: |
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| | Neben der Haustür steht eine alte eiserne Hausbank und man sieht noch das hölzerne, die Gasse überquerende historische Gerinne aus dem Jahre [[1805]]. | | Neben der Haustür steht eine alte eiserne Hausbank und man sieht noch das hölzerne, die Gasse überquerende historische Gerinne aus dem Jahre [[1805]]. |
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| − | * Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.79744&mlon=13.04241#map=19/47.79744/13.04241 openstreetmap] | + | * Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.79801&mlon=13.04986#map=19/47.79801/13.04986 openstreetmap] |
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| | == Quelle == | | == Quelle == |
| | * [[Josef Eder (Baumeister und Historiker)|Josef Eder]]: ''Das Kumpfmühlplatzl'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19240610&query=%22Eder%22&seite=7 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 10. Juni 1924, Seite 7 | | * [[Josef Eder (Baumeister und Historiker)|Josef Eder]]: ''Das Kumpfmühlplatzl'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19240610&query=%22Eder%22&seite=7 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 10. Juni 1924, Seite 7 |
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