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Die immer verzweifelt werdende Lage des Gefangenen führte zu einem Befreiungsversuch, an dem die Familie Raitenau aber unbeteiligt gewesen sein dürfte. Soldaten wollten Wolf Dietrich befreien und zu seiner Familie bringen. Das Komplott wurde durch Zufall entdeckt und der Soldat Jakob Schnitzlechner hingerichtet.  Den Brüdern Raitenauer Brüdern gelang es dann eine Besuchsgenehmigung zu erhalten, Wolf Dietrich beruhigte sich, resignierte innerlich. Sein Beichtvater Gospelsrieder berichtete [[1617]], dass Wolf Dietrich seine Gefangenschaft zunehmend als Strafe Gottes annahm. Aussagen seiner Barbiere Johannes Strauß und Adam Stainer war zu entnehmen, dass Wolf Dietrich in seinen letzten Lebensjahren die Schuld alleine bei sich sah. Nicht das Erzstift oder Salome Alt wären seine Ziele gewesen, sondern seine Kinder, die er gerne bei sich gehabt hätte.  
 
Die immer verzweifelt werdende Lage des Gefangenen führte zu einem Befreiungsversuch, an dem die Familie Raitenau aber unbeteiligt gewesen sein dürfte. Soldaten wollten Wolf Dietrich befreien und zu seiner Familie bringen. Das Komplott wurde durch Zufall entdeckt und der Soldat Jakob Schnitzlechner hingerichtet.  Den Brüdern Raitenauer Brüdern gelang es dann eine Besuchsgenehmigung zu erhalten, Wolf Dietrich beruhigte sich, resignierte innerlich. Sein Beichtvater Gospelsrieder berichtete [[1617]], dass Wolf Dietrich seine Gefangenschaft zunehmend als Strafe Gottes annahm. Aussagen seiner Barbiere Johannes Strauß und Adam Stainer war zu entnehmen, dass Wolf Dietrich in seinen letzten Lebensjahren die Schuld alleine bei sich sah. Nicht das Erzstift oder Salome Alt wären seine Ziele gewesen, sondern seine Kinder, die er gerne bei sich gehabt hätte.  
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Bereits seit 1605 litt Wolf Dietrich unter epileptischen Anfällen. Einen Tag vor seinem Tod, am Morgen des [[15. Jänner]] 1617, führte ein epileptischer bzw. paralytischer Anfall zur linksseitigen Lähmung. Nach einer Wiederholung des Anfalls am nächsten Tag fiel er in Ohnmacht und starb mit 58 Jahren.   
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Bereits seit 1605 litt Wolf Dietrich unter epileptischen Anfällen. Einen Tag vor seinem Tod, am Morgen des [[15. Jänner]] 1617, führte ein Schlaganfall (nach anderene Berichten ein epileptischer bzw. paralytischer Anfall) zur linksseitigen Lähmung. Nach einer Wiederholung des Anfalls am nächsten Tag fiel er in Ohnmacht und starb mit 58 Jahren.   
    
Wolf Dietrich hatte sich zu Lebzeiten schon sein eigenes Mausoleum, die [[Gabrielskapelle]] in dem von ihm [[1595]]–[[1600]] errichteten Sebastiansfriedhof gebaut. Er hatte bereits um 1600 Verfügungen für ein äußerst bescheidenes Begräbnis getroffen. Aber sein Nachfolger missachtete diese Wünsche und es kam zu einem prunkvollen Begräbnis.  
 
Wolf Dietrich hatte sich zu Lebzeiten schon sein eigenes Mausoleum, die [[Gabrielskapelle]] in dem von ihm [[1595]]–[[1600]] errichteten Sebastiansfriedhof gebaut. Er hatte bereits um 1600 Verfügungen für ein äußerst bescheidenes Begräbnis getroffen. Aber sein Nachfolger missachtete diese Wünsche und es kam zu einem prunkvollen Begräbnis.  
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