Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
~~~~
Zeile 47: Zeile 47:  
Der Boden ist mit quadratischen Steinen aus rotem [[Adneter Marmor]] und weißem [[Untersberger Marmor]] ausgelegt. In der Mitte ist im Boden ein Bronzegitter eingelassen, das den Blick in die darunter liegende Grabkammer des Erzbischofs ermöglicht. Hier liegt der Sarkophag von Wolf Dietrich von Raitenau, der 1967 in den alten Formen neu errichtet worden war.  
 
Der Boden ist mit quadratischen Steinen aus rotem [[Adneter Marmor]] und weißem [[Untersberger Marmor]] ausgelegt. In der Mitte ist im Boden ein Bronzegitter eingelassen, das den Blick in die darunter liegende Grabkammer des Erzbischofs ermöglicht. Hier liegt der Sarkophag von Wolf Dietrich von Raitenau, der 1967 in den alten Formen neu errichtet worden war.  
   −
==== Ausführungen seitens prominter Kunsthistoriker ====
+
==== Ausführungen von Kunsthistorikern ====
 
===== Franz Fuhrmann (Auszug) <ref>Quelle [[Begleitbuch zur Salzburger Landesausstellung Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Gründer des barocken Salzburg.]], [[1987]] , Seite 201f</ref> =====
 
===== Franz Fuhrmann (Auszug) <ref>Quelle [[Begleitbuch zur Salzburger Landesausstellung Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Gründer des barocken Salzburg.]], [[1987]] , Seite 201f</ref> =====
 
Das schlichte Äußere des überkuppelten Zentralbaus mit Rechteckchor steht im Gegensatz zu seinem reich ausgestatteten Innenraum. Dieser wird von kräftigem, vergoldetem Stuck in figuraler und ornamentaler Art bestimmt, der sich mit Ausnahme der Nischen mit den überlebensgroßen Figuren der vier Evangelisten in weißem Stuck auf die Gewölbe beschränkt. Mit quadratischen, in der Kuppelschale rhombischen, Fliesenplättchen ausgestattet sind die Wände im Inneren. Die vielfach farbig schimmernden Plättchen erwecken den Eindruck distanzierter Kühle und geheimnisvoller Heiterkeit. Dies weist mehr auf die frohe Gewissheit der Auferstehung hin als auf den Ernst des Todes. Zitat "''Diesem anschaulichen Charakter entspricht das [[Patrozinium]] der Kapelle ebenso, wie deren isolierte Lage im Zentrum des Friedhofes der absolutistischen Einstellung dieses geistlichen Fürsten, der dessen ungeachtet inmitten seiner Untertanen dem Jüngsten Tag entgegenharren will.''" Den der Patron der Kapelle, Erzengel Gabriel, gilt ebenso wie der hl. [[Michael]] als Seelenführer ins Jenseits. Nur, Gabriel führt seine Seelen nicht wie Michael vor den Richterstuhl Gottes, sondern - Zitat - "''zur unmittelbaren Anschauung Gottes in der Herrlichkeit des Himmels.''". Die siebenfache Anbringung seines Wappens spricht für das Selbstbewusstseins Wolf Dietrichs.
 
Das schlichte Äußere des überkuppelten Zentralbaus mit Rechteckchor steht im Gegensatz zu seinem reich ausgestatteten Innenraum. Dieser wird von kräftigem, vergoldetem Stuck in figuraler und ornamentaler Art bestimmt, der sich mit Ausnahme der Nischen mit den überlebensgroßen Figuren der vier Evangelisten in weißem Stuck auf die Gewölbe beschränkt. Mit quadratischen, in der Kuppelschale rhombischen, Fliesenplättchen ausgestattet sind die Wände im Inneren. Die vielfach farbig schimmernden Plättchen erwecken den Eindruck distanzierter Kühle und geheimnisvoller Heiterkeit. Dies weist mehr auf die frohe Gewissheit der Auferstehung hin als auf den Ernst des Todes. Zitat "''Diesem anschaulichen Charakter entspricht das [[Patrozinium]] der Kapelle ebenso, wie deren isolierte Lage im Zentrum des Friedhofes der absolutistischen Einstellung dieses geistlichen Fürsten, der dessen ungeachtet inmitten seiner Untertanen dem Jüngsten Tag entgegenharren will.''" Den der Patron der Kapelle, Erzengel Gabriel, gilt ebenso wie der hl. [[Michael]] als Seelenführer ins Jenseits. Nur, Gabriel führt seine Seelen nicht wie Michael vor den Richterstuhl Gottes, sondern - Zitat - "''zur unmittelbaren Anschauung Gottes in der Herrlichkeit des Himmels.''". Die siebenfache Anbringung seines Wappens spricht für das Selbstbewusstseins Wolf Dietrichs.

Navigationsmenü