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[[Bild:Stadtteil_itzling.jpg|thumb|left|400px|Der Salzburger Stadtteil Itzling]]Itzling ist ein Stadtteil auf der rechten [[Salzach]]seite im Norden der [[Salzburg|Landeshauptstadt Salzburg]]. <br>
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[[Bild:Stadtteil_itzling.jpg|thumb|left|Der Salzburger Stadtteil Itzling]]Itzling ist ein Stadtteil auf der rechten [[Salzach]]seite im Norden der [[Salzburg|Landeshauptstadt Salzburg]].
    
==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
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Das einstige Dorf Itzling entstand aus einem kleinen Weiler an der wenig bedeutsamen Straßenverbindung zwischen Salzburg und [[Bergheim]]. Die Hauptverkehrsader nach Norden lag stets am anderen Ufer der Salzach und führte über [[Liefering]]-[[Rott]] nach Saaldorf und [[Laufen]] im [[Rupertiwinkl]]. Der Ort entwickelte sich dabei auf einer Siedlungskante, an die im Westen die Salzach mit ihren breiten Schotterbänken und vielen Nebenarmen anschloss, und wo sich zeitweise auch ein schmaler Auwald entwickeln konnte („Caspisau“) und im Osten das weite [[Itzlinger Moos]], dessen westlicher Teil [[Schallmoos]] hieß (das Wort leitet sich vom schalen Moos her) und dessen östlicher Teil das Langmoos war. Im Raum Itzling war bereits eine kleine [[Bronzezeit|bronzezeitliche]] Siedlung bekannt. Als Ortsbezeichnung (Uzilinga) geht der Begriff auf die baiuvarische Landnahme zurück und leitet sich von einer Kurzform von ''Utto'' (Udo) ab mit der typischen bajuvarischen Endsilbe für derartige Orte ''-ing''. Eine Urkunde erwähnt, dass Herzog Theodebert von Bayern seinem Salzburger Bischof eine Siedlung "Uzzilinga" mit 20 Häusern schenkt. Diese Häuser lagen aber wohl weit verstreut am Rande des damals großflächigen Itzlinger Moores. Im [[Mittelalter]] lag in der Nähe des heutigen Itzling (vielleicht am Plainberg?) der Landsitz eines ministerialen Ritters.  
 
Das einstige Dorf Itzling entstand aus einem kleinen Weiler an der wenig bedeutsamen Straßenverbindung zwischen Salzburg und [[Bergheim]]. Die Hauptverkehrsader nach Norden lag stets am anderen Ufer der Salzach und führte über [[Liefering]]-[[Rott]] nach Saaldorf und [[Laufen]] im [[Rupertiwinkl]]. Der Ort entwickelte sich dabei auf einer Siedlungskante, an die im Westen die Salzach mit ihren breiten Schotterbänken und vielen Nebenarmen anschloss, und wo sich zeitweise auch ein schmaler Auwald entwickeln konnte („Caspisau“) und im Osten das weite [[Itzlinger Moos]], dessen westlicher Teil [[Schallmoos]] hieß (das Wort leitet sich vom schalen Moos her) und dessen östlicher Teil das Langmoos war. Im Raum Itzling war bereits eine kleine [[Bronzezeit|bronzezeitliche]] Siedlung bekannt. Als Ortsbezeichnung (Uzilinga) geht der Begriff auf die baiuvarische Landnahme zurück und leitet sich von einer Kurzform von ''Utto'' (Udo) ab mit der typischen bajuvarischen Endsilbe für derartige Orte ''-ing''. Eine Urkunde erwähnt, dass Herzog Theodebert von Bayern seinem Salzburger Bischof eine Siedlung "Uzzilinga" mit 20 Häusern schenkt. Diese Häuser lagen aber wohl weit verstreut am Rande des damals großflächigen Itzlinger Moores. Im [[Mittelalter]] lag in der Nähe des heutigen Itzling (vielleicht am Plainberg?) der Landsitz eines ministerialen Ritters.  
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[[Bild:Schloss mirabell.jpg|thumb|300px|[[Schloss Mirabell]]]][[Wolf Dietrich von Raitenau]], der ganz am Rand des Itzlinger Moores mit dem [[Schloss Altenau]] (heute [[Schloss Mirabell]]) die stadtnahe Gegend vor der Stadt erstmals kleinräumig urbar zu machen versuchte, gab diesen moorigen Raum zur Besiedelung frei. Zuvor waren vermutlich im Weiler Itzling (abseits des ritterlichen Landhauses und allenfalls einer Mühle am [[Alterbach]]) wohl nur wenige Fischer ansässig. [[1552]] befanden sich im gesamten Landschaftsraum vor dem [[Inneres Ostertor|Linzertor]] nur 12 Häuser, und diese lagen großteils nicht in Itzling, sondern an der damaligen [[Wiener Straße|Linzerstraße]] gegen [[Gnigl]] zu bzw. am [[Kapuzinerberg]].  
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[[Bild:Schloss mirabell.jpg|thumb|[[Schloss Mirabell]]]][[Wolf Dietrich von Raitenau]], der ganz am Rand des Itzlinger Moores mit dem [[Schloss Altenau]] (heute [[Schloss Mirabell]]) die stadtnahe Gegend vor der Stadt erstmals kleinräumig urbar zu machen versuchte, gab diesen moorigen Raum zur Besiedelung frei. Zuvor waren vermutlich im Weiler Itzling (abseits des ritterlichen Landhauses und allenfalls einer Mühle am [[Alterbach]]) wohl nur wenige Fischer ansässig. [[1552]] befanden sich im gesamten Landschaftsraum vor dem [[Inneres Ostertor|Linzertor]] nur 12 Häuser, und diese lagen großteils nicht in Itzling, sondern an der damaligen [[Wiener Straße|Linzerstraße]] gegen [[Gnigl]] zu bzw. am [[Kapuzinerberg]].  
    
Die ersten Bauerngüter entstanden vermutlich erst nach der teilweise Trockenlegung des Itzlinger Mooses (genauer des westlichsten Teils des Schallmooses) unter Erzbischof [[Paris Graf von Lodron]]. Diese Trockenlegung erfolgte [[1625]] - [[1644]] durch die vielen hier stationierten, aber nicht unmittelbar kämpfenden Soldaten. Lodron errichtete dabei auch als schmalen fürsterzbischöflichen Fahrweg den Fürstenweg quer durch das Itzlinger Moos, die heutige [[Vogelweiderstraße]], an dem sich nach und nach Herrenhöfe und zugehörige Meierhöfe ansiedelten, die teils dem [[Domkapitel]], teils den Grafen Lodron, dem [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#U|Hofurbar]] oder wenigen Freieigenen Bürgern gehörte.   
 
Die ersten Bauerngüter entstanden vermutlich erst nach der teilweise Trockenlegung des Itzlinger Mooses (genauer des westlichsten Teils des Schallmooses) unter Erzbischof [[Paris Graf von Lodron]]. Diese Trockenlegung erfolgte [[1625]] - [[1644]] durch die vielen hier stationierten, aber nicht unmittelbar kämpfenden Soldaten. Lodron errichtete dabei auch als schmalen fürsterzbischöflichen Fahrweg den Fürstenweg quer durch das Itzlinger Moos, die heutige [[Vogelweiderstraße]], an dem sich nach und nach Herrenhöfe und zugehörige Meierhöfe ansiedelten, die teils dem [[Domkapitel]], teils den Grafen Lodron, dem [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#U|Hofurbar]] oder wenigen Freieigenen Bürgern gehörte.   
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== Stadtpfarrkirche St. Antonius ==
 
== Stadtpfarrkirche St. Antonius ==
[[Bild:Kirche Itzling.jpg|thumb|right|300px|Pfarrkirche Itzling. Aufnahme: [[2006]]]]
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[[Bild:Kirche Itzling.jpg|thumb|Pfarrkirche Itzling. Aufnahme: [[2006]]]]
 
: ''Hauptartikel: [[Pfarrkirche St. Antonius]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Pfarrkirche St. Antonius]]''
 
Der Bau der St.-Antonius-Kirche wurde [[1901]] begonnen, nachdem durch den großen Zuzug die Bewohner der vielen Neubauten wiederholt nach einem kirchlichen Zentrum verlangt hatten. Finanziert wurde der Kirchenbau durch großzügige Spenden von [[Kaiser Franz Joseph I.]], Erzbischof [[Johann V. Baptist Katschthaler]] und dem Salzburger ''Rupertusverein''. Für die Planung und Ausführung der im historisierenden Stil einer romanischen Basilika mit doppelbogigen Fenstern und einem hohen Mittelschiff mit hölzerner Kassettendecke errichteten Kirche zeigten sich [[Jakob Ceconi]] als Baumeister und [[Karl Pirich]] als Architekt verantwortlich.  
 
Der Bau der St.-Antonius-Kirche wurde [[1901]] begonnen, nachdem durch den großen Zuzug die Bewohner der vielen Neubauten wiederholt nach einem kirchlichen Zentrum verlangt hatten. Finanziert wurde der Kirchenbau durch großzügige Spenden von [[Kaiser Franz Joseph I.]], Erzbischof [[Johann V. Baptist Katschthaler]] und dem Salzburger ''Rupertusverein''. Für die Planung und Ausführung der im historisierenden Stil einer romanischen Basilika mit doppelbogigen Fenstern und einem hohen Mittelschiff mit hölzerner Kassettendecke errichteten Kirche zeigten sich [[Jakob Ceconi]] als Baumeister und [[Karl Pirich]] als Architekt verantwortlich.  
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==Itzling und seine Teile==
 
==Itzling und seine Teile==
   
: ''Hauptartikel: [[Itzlinger Hauptstraße]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Itzlinger Hauptstraße]]''
   
===Itzling Mitte mit der zentralen Kirchsiedlung und dem Veronaplatz ===
 
===Itzling Mitte mit der zentralen Kirchsiedlung und dem Veronaplatz ===
 
Mit dem Bau der Pfarrkirche und des Pfarrhofs sowie der Errichtung der Volksschule um das Jahr 1900 hatte die Jahrhunderte lang bestehende bäuerliche Siedlung Itzling einen neuen Mittelpunkt bekommen, und dieses bauliche Ensemble bildet zusammen mit dem Gasthaus ("Kirchenwirt zu Itzling") bis heute den Mittelpunkt des Stadtteils.
 
Mit dem Bau der Pfarrkirche und des Pfarrhofs sowie der Errichtung der Volksschule um das Jahr 1900 hatte die Jahrhunderte lang bestehende bäuerliche Siedlung Itzling einen neuen Mittelpunkt bekommen, und dieses bauliche Ensemble bildet zusammen mit dem Gasthaus ("Kirchenwirt zu Itzling") bis heute den Mittelpunkt des Stadtteils.
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Der Bereich im Osten der Kirche wurde erst ab den [[1970er]] Jahren verbaut (Seniorenheim Itzling, Gehörlosenheim). Der ursprünglich von der Schule zum ehemaligen Arbeiterheim führende Pfarrweg wurde im Verlauf dieser Neustrukturierung nach Osten verlegt und führt heute am Rande eines Spielplatzes vorbei Richtung Seniorenheim. An der Kirchenstraße befinden sich das Pfarrzentrum Itzling mit Antoniussaal und Pfarrsaal und das Arbeiterbegegnungszentrum (ABZ). Richtung Westbahn liegt die Obuskehre Pflanzmann der [[Stadtbus|Stadtbuslinie]] {{Symbol-Obuslinie|3}}. Der Name Pflanzmann stammt von einem Gasthaus und einer Landwirtschaft, die aber vor etwa einem halben Jahrhundert eingestellt wurden. Der Name hat sich aber bis heute erhalten. Östlich der Obuskehre befinden sich die so genannten Pflanzmann-Gründe, die seit 2004 dicht verbaut werden sollten, was aber auf Grund von massiven Einwänden wegen vermuteter Fliegerbomben aus dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und der Nähe des Tanklagers (im drüberen Itzling) und der damit verbundenen Gefährdung (nach der EU-Seveso-Richtlinie<ref>siehe [Seveso-II-Richtlinie Wikipedia: Seveso-II-Richtlinie]</ref>) bisher nicht möglich war.  
 
Der Bereich im Osten der Kirche wurde erst ab den [[1970er]] Jahren verbaut (Seniorenheim Itzling, Gehörlosenheim). Der ursprünglich von der Schule zum ehemaligen Arbeiterheim führende Pfarrweg wurde im Verlauf dieser Neustrukturierung nach Osten verlegt und führt heute am Rande eines Spielplatzes vorbei Richtung Seniorenheim. An der Kirchenstraße befinden sich das Pfarrzentrum Itzling mit Antoniussaal und Pfarrsaal und das Arbeiterbegegnungszentrum (ABZ). Richtung Westbahn liegt die Obuskehre Pflanzmann der [[Stadtbus|Stadtbuslinie]] {{Symbol-Obuslinie|3}}. Der Name Pflanzmann stammt von einem Gasthaus und einer Landwirtschaft, die aber vor etwa einem halben Jahrhundert eingestellt wurden. Der Name hat sich aber bis heute erhalten. Östlich der Obuskehre befinden sich die so genannten Pflanzmann-Gründe, die seit 2004 dicht verbaut werden sollten, was aber auf Grund von massiven Einwänden wegen vermuteter Fliegerbomben aus dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und der Nähe des Tanklagers (im drüberen Itzling) und der damit verbundenen Gefährdung (nach der EU-Seveso-Richtlinie<ref>siehe [Seveso-II-Richtlinie Wikipedia: Seveso-II-Richtlinie]</ref>) bisher nicht möglich war.  
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[[Bild:Pflanzmannkehre.JPG|thumb|right|400px|Die Obuskehre Itzling-Pflanzmann kurz vor ihrer Einstellung im Juli 2009 und die neu errichtete Oberleitung für die Verlängerung der Obuslinie 3]]
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[[Bild:Pflanzmannkehre.JPG|thumb|Die Obuskehre Itzling-Pflanzmann kurz vor ihrer Einstellung im Juli 2009 und die neu errichtete Oberleitung für die Verlängerung der Obuslinie 3]]
    
Nach entsprechenden Sondierungen wurde das Gelände der ehemaligen Schrebergartensiedlung (Pflanzmanngründe) doch verbaut und die [[Stadtbus|Stadtbuslinie]] {{Symbol-Obuslinie|3}}  erhielt am [[9. Juli]] [[2009]] nach der Auflassung der alten Kehre Pflanzmann und einer Linienverlängerung von 300 m  am Südrand des hier entstandenen Einkaufs- und Wohnzentrums eine neue Obuskehre. Die ursprüngliche Kehre Pflanzmann wurde in die Haltestelle Zweigstraße umgewandelt.
 
Nach entsprechenden Sondierungen wurde das Gelände der ehemaligen Schrebergartensiedlung (Pflanzmanngründe) doch verbaut und die [[Stadtbus|Stadtbuslinie]] {{Symbol-Obuslinie|3}}  erhielt am [[9. Juli]] [[2009]] nach der Auflassung der alten Kehre Pflanzmann und einer Linienverlängerung von 300 m  am Südrand des hier entstandenen Einkaufs- und Wohnzentrums eine neue Obuskehre. Die ursprüngliche Kehre Pflanzmann wurde in die Haltestelle Zweigstraße umgewandelt.
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[[Datei:Feuerwache Itzling.jpg.jpg|thumb|Feuerwache Itzling]]
 
[[Datei:Feuerwache Itzling.jpg.jpg|thumb|Feuerwache Itzling]]
 
Der Bereich südlich der Pfarrkirche an der Kirchenstraße ist die Heimat der [[Freiwillige Feuerwehr Itzling|Freiwilligen Feuerwehr Itzling]]. Weiter südlich befindet sich noch eine größere unverbaute Fläche gegenüber dem Müllauer-Bauern und der Müllauer-Kapelle, nicht weit von der Einmündung der Kirchenstraße in die Itzlinger Hauptstraße.
 
Der Bereich südlich der Pfarrkirche an der Kirchenstraße ist die Heimat der [[Freiwillige Feuerwehr Itzling|Freiwilligen Feuerwehr Itzling]]. Weiter südlich befindet sich noch eine größere unverbaute Fläche gegenüber dem Müllauer-Bauern und der Müllauer-Kapelle, nicht weit von der Einmündung der Kirchenstraße in die Itzlinger Hauptstraße.
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Die größte städtebauliche Veränderung der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bildet jedoch die Goethesiedlung, die ab [[1970]] westlich der Pfarrkirche errichtet wurde. Die Wohnraumnot jener Jahre zwang die Stadtpolitik zur Errichtung einer Großwohnanlage, die im Westen bis zur Itzlinger Hauptstraße im Bereich der [[Plainbrücke]] reicht. Zu ihr gehört auch die [[Reimsstraße]], die nach Salzburgs Partnerstadt Reims in Frankreich benannt ist. Hier befindet sich das Postamt 5022 Salzburg. Im südwestlichen Teil führt die [[Gorlicegasse]] wieder zur Itzlinger Hauptstraße. Gorlice war im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] im Mai [[1915]] ein Schlachtenort und liegt heute in der Wojwodschaft Kleinpolen im Süden Polens.
 
Die größte städtebauliche Veränderung der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bildet jedoch die Goethesiedlung, die ab [[1970]] westlich der Pfarrkirche errichtet wurde. Die Wohnraumnot jener Jahre zwang die Stadtpolitik zur Errichtung einer Großwohnanlage, die im Westen bis zur Itzlinger Hauptstraße im Bereich der [[Plainbrücke]] reicht. Zu ihr gehört auch die [[Reimsstraße]], die nach Salzburgs Partnerstadt Reims in Frankreich benannt ist. Hier befindet sich das Postamt 5022 Salzburg. Im südwestlichen Teil führt die [[Gorlicegasse]] wieder zur Itzlinger Hauptstraße. Gorlice war im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] im Mai [[1915]] ein Schlachtenort und liegt heute in der Wojwodschaft Kleinpolen im Süden Polens.
 
[[Datei:Reimsstraße in Itzling.jpg|thumb|Reimsstraße in Itzling]]
 
[[Datei:Reimsstraße in Itzling.jpg|thumb|Reimsstraße in Itzling]]
   
Den städtebaulich beabsichtigten Mittelpunkt der Goethesiedlung bildet der Veronaplatz mit seinem Brunnen. In den folgenden Jahren ist geplant, die Kirchenstraße vom Durchzugsverkehr zu entlasten ([[Knoten Hagenau]], neue [[Schillerstraße]]) und den Veronaplatz zusammen mit dem neu gestalteten Vorplatz vor der Stadtpfarrkirche zu einem neuen sozialen und kulturellen Treffpunkt und Begegnungsplatz für die eher inhomogen zusammen gesetzte Itzlinger Bevölkerung zu machen.
 
Den städtebaulich beabsichtigten Mittelpunkt der Goethesiedlung bildet der Veronaplatz mit seinem Brunnen. In den folgenden Jahren ist geplant, die Kirchenstraße vom Durchzugsverkehr zu entlasten ([[Knoten Hagenau]], neue [[Schillerstraße]]) und den Veronaplatz zusammen mit dem neu gestalteten Vorplatz vor der Stadtpfarrkirche zu einem neuen sozialen und kulturellen Treffpunkt und Begegnungsplatz für die eher inhomogen zusammen gesetzte Itzlinger Bevölkerung zu machen.
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=== Die Grabenbauernsiedlung ===
 
=== Die Grabenbauernsiedlung ===
[[Bild:Alterbach.JPG|thumb|right|400px|Der Alterbach am Beginn des Grabenbauernwegs, Blick gegen den Gaisberg]]
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[[Bild:Alterbach.JPG|thumb|Der Alterbach am Beginn des Grabenbauernwegs, Blick gegen den Gaisberg]]
 
Die Grabenbauernsiedlung am rechten Ufer des Alterbaches liegt bereits in der [[Katastralgemeinde Bergheim II.]] Sie entwickelte sich aus einzelstehenden Häusern, etwa dem Schachermayerhaus ([[Grabenbauernweg]] 1, gebaut um [[1900]]) sowie etlichen Häusern der Zwischenkriegszeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Siedlung entlang des Grabenbauernweges weiter nach Osten. Auch der Siedlungsteil am [[Gaglhamerweg]] stammt wesentlich aus dieser Zeit. Im Zuge der Errichtung der Goethesiedlung in den 1970-er Jahren wurde die Brücke beim Grabenbauern abgerissen und ca. 150 m bachaufwärts neu gebaut. Längs des Alterbachs verläuft ein Fuß- und Radweg von der Alterbachmündung bis zum Beginn der [[Samstraße]].
 
Die Grabenbauernsiedlung am rechten Ufer des Alterbaches liegt bereits in der [[Katastralgemeinde Bergheim II.]] Sie entwickelte sich aus einzelstehenden Häusern, etwa dem Schachermayerhaus ([[Grabenbauernweg]] 1, gebaut um [[1900]]) sowie etlichen Häusern der Zwischenkriegszeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Siedlung entlang des Grabenbauernweges weiter nach Osten. Auch der Siedlungsteil am [[Gaglhamerweg]] stammt wesentlich aus dieser Zeit. Im Zuge der Errichtung der Goethesiedlung in den 1970-er Jahren wurde die Brücke beim Grabenbauern abgerissen und ca. 150 m bachaufwärts neu gebaut. Längs des Alterbachs verläuft ein Fuß- und Radweg von der Alterbachmündung bis zum Beginn der [[Samstraße]].
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Den westlichen Ast des Gleisdreiecks bildet die Bahnlinie von Salzburg Hauptbahnhof nach Linz - Wien ([[Westbahn]], ehemals ''Kaiserin-Elisabeth-Bahn''), den östlichen die Verbindung vom Güterbahnhof [[Gnigl]] Richtung Abzweigung [[Kasern]] (zur Westbahn). Dieser Streckenabschnitt wird vor allem von Güterzügen befahren. Im Jahr [[2004]] wurde die Straßen-Engstelle in der [[Ziegeleistraße]] bei der Bahnunterführung beseitigt, die Bahntrasse nordwestlich der [[S-Bahn-Station Salzburg-Sam]] tiefer gelegt und eine neue, breitere Straßenunterführung errichtet.
 
Den westlichen Ast des Gleisdreiecks bildet die Bahnlinie von Salzburg Hauptbahnhof nach Linz - Wien ([[Westbahn]], ehemals ''Kaiserin-Elisabeth-Bahn''), den östlichen die Verbindung vom Güterbahnhof [[Gnigl]] Richtung Abzweigung [[Kasern]] (zur Westbahn). Dieser Streckenabschnitt wird vor allem von Güterzügen befahren. Im Jahr [[2004]] wurde die Straßen-Engstelle in der [[Ziegeleistraße]] bei der Bahnunterführung beseitigt, die Bahntrasse nordwestlich der [[S-Bahn-Station Salzburg-Sam]] tiefer gelegt und eine neue, breitere Straßenunterführung errichtet.
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Die Verbindung zwischen diesen beiden Gleis-Ästen bildet die Schleife von Gnigl zum Hauptbahnhof (als Teil der [[Salzburg-Tiroler-Bahn]]). Hier gibt es einen zweigleisigen Abschnitt für den Regional- und Schnellzugverkehr und eine parallel dazu verlaufende Strecke vom/zum [[Güterbahnhof Gnigl]].
 
Die Verbindung zwischen diesen beiden Gleis-Ästen bildet die Schleife von Gnigl zum Hauptbahnhof (als Teil der [[Salzburg-Tiroler-Bahn]]). Hier gibt es einen zweigleisigen Abschnitt für den Regional- und Schnellzugverkehr und eine parallel dazu verlaufende Strecke vom/zum [[Güterbahnhof Gnigl]].
 
[[Datei:Güterbahnhof Gnigl-Itzling.jpg|thumb|Güterbahnhof Gnigl-Itzling]]
 
[[Datei:Güterbahnhof Gnigl-Itzling.jpg|thumb|Güterbahnhof Gnigl-Itzling]]
 
[[Datei:Güterbahnhof Gnigl, Südwestansicht.jpg|thumb| Güterbahnof Gnigl, Südwestansicht]]
 
[[Datei:Güterbahnhof Gnigl, Südwestansicht.jpg|thumb| Güterbahnof Gnigl, Südwestansicht]]
 
[[Datei:Landstraße - Vogelweiderstraße Salzburger Bundesstraße A.jpg|thumb|Kreuzung Landstraße - Vogelweiderstraße Salzburger Bundesstraße]]
 
[[Datei:Landstraße - Vogelweiderstraße Salzburger Bundesstraße A.jpg|thumb|Kreuzung Landstraße - Vogelweiderstraße Salzburger Bundesstraße]]
 
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Das so genannte ''drübere Itzling'' wird durch den Alterbach in zwei Gebiete unterteilt.  
Das so genannte Drübere Itzling wird durch den Alterbach in zwei Gebiete unterteilt.  
      
Der nördliche Teil ist hauptsächlich Siedlungsgebiet an der [[Landstraße]], [[Samstraße]] und der [[Maxstraße]]. Die Namensgebung [[Negrellistraße]] verweist auf den österreichischen Techniker und Eisenbahn-, Brücken- und Wasserbauingenieur Alois Negrelli von Moldelbe ([[1799]] - [[1858]]), der die Pläne für den Bau des Suezkanals entwarf. In diesem Siedlungsgebiet sind in den letzten Jahrzehnten auch die schienengleichen Bahnübergänge in der Landstraße (ehemals Richtung Autobahnauffahrt Salzburg-Nord) und in der Negrellistraße verschwunden. Die Landstraße wurde damit im Norden zu einer Sackgasse. Ein Fuß- und Radweg bildet die Verbindung zum ehemaligen [[Gasthaus Grüner Wald]], heute Hotel Ibis. An den Bahnstrecken wurden ab [[2005]] Lärmschutzwände errichtet.
 
Der nördliche Teil ist hauptsächlich Siedlungsgebiet an der [[Landstraße]], [[Samstraße]] und der [[Maxstraße]]. Die Namensgebung [[Negrellistraße]] verweist auf den österreichischen Techniker und Eisenbahn-, Brücken- und Wasserbauingenieur Alois Negrelli von Moldelbe ([[1799]] - [[1858]]), der die Pläne für den Bau des Suezkanals entwarf. In diesem Siedlungsgebiet sind in den letzten Jahrzehnten auch die schienengleichen Bahnübergänge in der Landstraße (ehemals Richtung Autobahnauffahrt Salzburg-Nord) und in der Negrellistraße verschwunden. Die Landstraße wurde damit im Norden zu einer Sackgasse. Ein Fuß- und Radweg bildet die Verbindung zum ehemaligen [[Gasthaus Grüner Wald]], heute Hotel Ibis. An den Bahnstrecken wurden ab [[2005]] Lärmschutzwände errichtet.
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Der Begriff "Itzlinger Au" wurde im Zuge einer Unterschutzstellung vor einigen Jahren in Erinnerung an frühere Gegebenheiten wiederbelebt. Darunter ist nun ein kleinräumiger Auwaldrest vor dem Messezentrum zu verstehen, der ein wertvoller Reliktstandort für Vögel, Fledermäuse und vor allem Holz bewohnende Käfer ist und samt seinen heute sehr seltenen Schwarzpappeln als Geschützter Landschaftsteil unter Schutz gestellt wurde.  
 
Der Begriff "Itzlinger Au" wurde im Zuge einer Unterschutzstellung vor einigen Jahren in Erinnerung an frühere Gegebenheiten wiederbelebt. Darunter ist nun ein kleinräumiger Auwaldrest vor dem Messezentrum zu verstehen, der ein wertvoller Reliktstandort für Vögel, Fledermäuse und vor allem Holz bewohnende Käfer ist und samt seinen heute sehr seltenen Schwarzpappeln als Geschützter Landschaftsteil unter Schutz gestellt wurde.  
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[[Datei:Itzling-Panorama vom Bürgerzentrum-Bahnhof aus.jpg|thumb|400px|Itzling-Panorama vom Bürgerzentrum-Bahnhof aus]]
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[[Datei:Itzling-Panorama vom Bürgerzentrum-Bahnhof aus.jpg|thumb|Itzling-Panorama vom Bürgerzentrum-Bahnhof aus]]
 
== Itzling heute ==
 
== Itzling heute ==
 
[[Datei:Salzburger Lokalbahn, Haltestelle Itzling.jpg|thumb|Salzburger Lokalbahn, Haltestelle Itzling]]
 
[[Datei:Salzburger Lokalbahn, Haltestelle Itzling.jpg|thumb|Salzburger Lokalbahn, Haltestelle Itzling]]
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==Quelle==
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==Quellen==
siehe [[Salzburg stadtteilnamen]]  
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* [[Salzburg stadtteilnamen]]  
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{{Quelle Salzburg Geschichte}}
    
{{Bezirke Stadt Salzburg}}
 
{{Bezirke Stadt Salzburg}}