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| | Erst durch diesen Bau und Betrieb der neuen Bahnlinien nahm Itzling in kurzer Zeit einen gewaltigen Aufschwung und wurde zum Eisenbahnerort bzw. Arbeiterort. [[1868]] hatte Itzling 400 Einwohner, [[1910]] waren es bereits zehnmal so viele (3980 Einwohner). [[1903]] erst wurde die heutige [[Pfarrkirche St. Antonius]], seit [[1912]] eigene Pfarre, dem heiligen Antonius von Padua geweiht. Der stadtnahe Teil von Itzling wurde [[1935]], der restliche, größere Teil [[1939]] eingemeindet. Der durch Eingemeindung [[1939]] ebenfalls zur Stadt Salzburg gekommene und an Itzling grenzende [[Plainberg]] mit der [[Wallfahrtskirche Maria Plain]] wurde [[1950]] im Zuge eines Gebietstausches mit der Ursprungsgemeinde Bergheim bei Salzburg gegen den schmalen Gebietsstreifen rechts der [[Salzach]] bis zum neuen [[Salzburger Schlachthof]] wieder ausgemeindet. | | Erst durch diesen Bau und Betrieb der neuen Bahnlinien nahm Itzling in kurzer Zeit einen gewaltigen Aufschwung und wurde zum Eisenbahnerort bzw. Arbeiterort. [[1868]] hatte Itzling 400 Einwohner, [[1910]] waren es bereits zehnmal so viele (3980 Einwohner). [[1903]] erst wurde die heutige [[Pfarrkirche St. Antonius]], seit [[1912]] eigene Pfarre, dem heiligen Antonius von Padua geweiht. Der stadtnahe Teil von Itzling wurde [[1935]], der restliche, größere Teil [[1939]] eingemeindet. Der durch Eingemeindung [[1939]] ebenfalls zur Stadt Salzburg gekommene und an Itzling grenzende [[Plainberg]] mit der [[Wallfahrtskirche Maria Plain]] wurde [[1950]] im Zuge eines Gebietstausches mit der Ursprungsgemeinde Bergheim bei Salzburg gegen den schmalen Gebietsstreifen rechts der [[Salzach]] bis zum neuen [[Salzburger Schlachthof]] wieder ausgemeindet. |
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| − | Naturnahe Reste des einstigen großräumigen Moores sind heute jedenfalls im Raum Itzling nicht mehr erhalten, es ist vielmehr weitestgehend verbaut. Größere Freiflächen finden sich nur in jenem Bereich des alten Gemeindegebietes das heute zum Stadtteil [[Schallmoos]] zählt und die als Parks erhalten sind, etwa der [[Baron-Schwarz-Park]] (der an den maßgeblichen Erbauer der Westbahn und dessen Villa, [[Karl Freiherr von Schwarz]], erinnert) oder das Rokokoschloss [[Robinighof]], wo schon [[Wolfgang Amadeus Mozart]] häufig zu Gast war. | + | Naturnahe Reste des einstigen großräumigen Moores sind heute jedenfalls im Raum Itzling nicht mehr erhalten, es ist vielmehr weitestgehend verbaut. Größere Freiflächen finden sich nur in jenem Bereich des alten Gemeindegebietes, das heute zum Stadtteil [[Schallmoos]] zählt, und die als Parks erhalten sind, etwa der [[Baron-Schwarz-Park]] (der an den maßgeblichen Erbauer der Westbahn, [[Karl Freiherr von Schwarz|Karl Freiherrn von Schwarz]], und dessen Villa erinnert) oder das Rokokoschloss [[Robinighof]], wo schon [[Wolfgang Amadeus Mozart]] häufig zu Gast war. |
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| | == Stadtpfarrkirche St. Antonius == | | == Stadtpfarrkirche St. Antonius == |
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| | ===Itzling Mitte mit der zentralen Kirchsiedlung und dem Veronaplatz === | | ===Itzling Mitte mit der zentralen Kirchsiedlung und dem Veronaplatz === |
| − | Mit dem Bau der Pfarrkirche, des Pfarrhofs und der Errichtung der Volksschule um das Jahr 1900 hatte die Jahrhunderte lang bestehende bäuerliche Siedlung Itzling einen neuen Mittelpunkt bekommen und dieses bauliche Ensemble bildet zusammen mit dem Gasthaus ("Kirchenwirt zu Itzling") bis heute den Mittelpunkt des Stadtteils. | + | Mit dem Bau der Pfarrkirche und des Pfarrhofs sowie der Errichtung der Volksschule um das Jahr 1900 hatte die Jahrhunderte lang bestehende bäuerliche Siedlung Itzling einen neuen Mittelpunkt bekommen, und dieses bauliche Ensemble bildet zusammen mit dem Gasthaus ("Kirchenwirt zu Itzling") bis heute den Mittelpunkt des Stadtteils. |
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| | An dieses lokale Zentrum schließt im Norden ein Wohnbereich (Einfamilienhäuser, mehrgeschossige Wohnhäuser) zwischen [[Kirchenstraße]], [[Sportplatzstraße]] und [[Rauchenbichlerstraße]] an, dessen natürliche Grenze der Alterbach bildet. Richtung Westbahn überwiegt eine lockerere Verbauung mit Einfamilienhäusern und Gärten ([[Zweigstraße]], [[Alterbachstraße]]). | | An dieses lokale Zentrum schließt im Norden ein Wohnbereich (Einfamilienhäuser, mehrgeschossige Wohnhäuser) zwischen [[Kirchenstraße]], [[Sportplatzstraße]] und [[Rauchenbichlerstraße]] an, dessen natürliche Grenze der Alterbach bildet. Richtung Westbahn überwiegt eine lockerere Verbauung mit Einfamilienhäusern und Gärten ([[Zweigstraße]], [[Alterbachstraße]]). |
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| − | Der Bereich im Osten der Kirche wurde erst ab den [[1970er]] Jahren verbaut (Seniorenheim Itzling, Gehörlosenheim). Der ursprünglich von der Schule zum ehemaligen Arbeiterheim führende Pfarrweg wurde im Verlauf dieser Neustrukturierung nach Osten verlegt und führt heute am Rande eines Spielplatzes vorbei Richtung Seniorenheim. An der Kirchenstraße befindet sich das Pfarrzentrum Itzling mit Antoniussaal und Pfarrsaal und das Arbeiterbegegnungszentrum (ABZ). Richtung Westbahn liegt die Obuskehre Pflanzmann der [[Stadtbus|Stadtbuslinie]] {{Symbol-Obuslinie|3}}. Der Name Pflanzmann stammt von einem Gasthaus und einer Landwirtschaft, die aber vor etwa einem halben Jahrhundert eingestellt wurden. Der Name hat sich aber bis heute erhalten. Östlich der Obuskehre befinden sich die so genannten Pflanzmann-Gründe, die seit 2004 dicht verbaut werden sollten, was aber auf Grund von massiven Einwänden wegen vermuteter Fliegerbomben aus dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und der Nähe des Tanklagers (im drüberen Itzling) und der damit verbundenen Gefährdung (nach der EU-Seveso-Richtlinie<ref>siehe [Richtlinie 96/82/EG (Seveso-II-Richtlinie) Wikipedia Seveso-II-Richtlinie]</ref>) bisher nicht möglich war. | + | Der Bereich im Osten der Kirche wurde erst ab den [[1970er]] Jahren verbaut (Seniorenheim Itzling, Gehörlosenheim). Der ursprünglich von der Schule zum ehemaligen Arbeiterheim führende Pfarrweg wurde im Verlauf dieser Neustrukturierung nach Osten verlegt und führt heute am Rande eines Spielplatzes vorbei Richtung Seniorenheim. An der Kirchenstraße befinden sich das Pfarrzentrum Itzling mit Antoniussaal und Pfarrsaal und das Arbeiterbegegnungszentrum (ABZ). Richtung Westbahn liegt die Obuskehre Pflanzmann der [[Stadtbus|Stadtbuslinie]] {{Symbol-Obuslinie|3}}. Der Name Pflanzmann stammt von einem Gasthaus und einer Landwirtschaft, die aber vor etwa einem halben Jahrhundert eingestellt wurden. Der Name hat sich aber bis heute erhalten. Östlich der Obuskehre befinden sich die so genannten Pflanzmann-Gründe, die seit 2004 dicht verbaut werden sollten, was aber auf Grund von massiven Einwänden wegen vermuteter Fliegerbomben aus dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und der Nähe des Tanklagers (im drüberen Itzling) und der damit verbundenen Gefährdung (nach der EU-Seveso-Richtlinie<ref>siehe [Seveso-II-Richtlinie Wikipedia: Seveso-II-Richtlinie]</ref>) bisher nicht möglich war. |
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| | [[Bild:Pflanzmannkehre.JPG|thumb|right|400px|Die Obuskehre Itzling-Pflanzmann kurz vor ihrer Einstellung im Juli 2009 und die neu errichtete Oberleitung für die Verlängerung der Obuslinie 3]] | | [[Bild:Pflanzmannkehre.JPG|thumb|right|400px|Die Obuskehre Itzling-Pflanzmann kurz vor ihrer Einstellung im Juli 2009 und die neu errichtete Oberleitung für die Verlängerung der Obuslinie 3]] |
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| | [[Datei:Feuerwache Itzling.jpg.jpg|thumb|Feuerwache Itzling]] | | [[Datei:Feuerwache Itzling.jpg.jpg|thumb|Feuerwache Itzling]] |
| − | Der Bereich südlich der Pfarrkirche an der Kirchenstraße ist die Heimat der [[Freiwilligen Feuerwehr Itzling]]. Weiter südlich befindet sich noch eine größere unverbaute Fläche gegenüber dem Müllauer-Bauern und der Müllauer-Kapelle, nicht weit von der Einmündung der Kirchenstraße in die Itzlinger Hauptstraße. | + | Der Bereich südlich der Pfarrkirche an der Kirchenstraße ist die Heimat der [[Freiwillige Feuerwehr Itzling|Freiwilligen Feuerwehr Itzling]]. Weiter südlich befindet sich noch eine größere unverbaute Fläche gegenüber dem Müllauer-Bauern und der Müllauer-Kapelle, nicht weit von der Einmündung der Kirchenstraße in die Itzlinger Hauptstraße. |
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| − | Die größte städtebauliche Veränderung der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bildet jedoch die Goethesiedlung, die ab [[1970]] westlich der Pfarrkirche errichtet wurde. Die Wohnraumnot jener Jahre zwang die Stadtpolitik zur Errichtung einer Großwohnanlage, die im Westen bis zur Itzlinger Hauptstraße im Bereich der [[Plainbrücke]] reicht. Zu ihr gehört auch die [[Reimsstraße]], die nach Salzburgs Partnerstadt Reims in Frankreich benannt ist. Hier befindet sich das Postamt 5022 Salzburg. Im südwestlichen Teil führt die [[Gorlicegasse]] wieder zur Itzlinger Hauptstraße. Gorlice war ein Schlachtenort im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] im Mai [[1915]] und liegt heute in der Wojwodschaft Kleinpolen im Süden Polens. | + | Die größte städtebauliche Veränderung der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bildet jedoch die Goethesiedlung, die ab [[1970]] westlich der Pfarrkirche errichtet wurde. Die Wohnraumnot jener Jahre zwang die Stadtpolitik zur Errichtung einer Großwohnanlage, die im Westen bis zur Itzlinger Hauptstraße im Bereich der [[Plainbrücke]] reicht. Zu ihr gehört auch die [[Reimsstraße]], die nach Salzburgs Partnerstadt Reims in Frankreich benannt ist. Hier befindet sich das Postamt 5022 Salzburg. Im südwestlichen Teil führt die [[Gorlicegasse]] wieder zur Itzlinger Hauptstraße. Gorlice war im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] im Mai [[1915]] ein Schlachtenort und liegt heute in der Wojwodschaft Kleinpolen im Süden Polens. |
| | [[Datei:Reimsstraße in Itzling.jpg|thumb|Reimsstraße in Itzling]] | | [[Datei:Reimsstraße in Itzling.jpg|thumb|Reimsstraße in Itzling]] |
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| | Die Goethesiedlung, benannt nach der zuerst weitestgehend unbebauten [[Goethestraße]], wurde in den Jahren nach 1970 als damals größtes Wohnbauvorhaben in der Stadt errichtet. Die Siedlung zählt zu den dichtest verbauten Wohnsiedlungen der Stadt Salzburg: Auf etwa 13 Hektar leben hier 2500 Bewohner. | | Die Goethesiedlung, benannt nach der zuerst weitestgehend unbebauten [[Goethestraße]], wurde in den Jahren nach 1970 als damals größtes Wohnbauvorhaben in der Stadt errichtet. Die Siedlung zählt zu den dichtest verbauten Wohnsiedlungen der Stadt Salzburg: Auf etwa 13 Hektar leben hier 2500 Bewohner. |
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| − | [[Datei:Blick auf Itzling mit Festung u. Berge.jpg|thumb|Blick auf Itzling, im Vordergrund die Wohnanlage Göthestraße]] | + | [[Datei:Blick auf Itzling mit Festung u. Berge.jpg|thumb|Blick auf Itzling, im Vordergrund die Wohnanlage Goethestraße]] |
| − | [[Datei:Wohnanlage Göthestraße Nordostansicht R0013113 Göthestraße, Nordostansicht.jpg|thumb|Wohnanlage Göthestraße, Nordostansicht]] | + | [[Datei:Wohnanlage Göthestraße Nordostansicht R0013113 Goethestraße, Nordostansicht.jpg|thumb|Wohnanlage Goethestraße, Nordostansicht]] |
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| | === Die Grabenbauernsiedlung === | | === Die Grabenbauernsiedlung === |
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| | Ein wichtiger Verkehrsknoten ist die Kreuzung Landstraße - Vogelweiderstraße/Salzburger Bundesstraße. Neben der [[Itzlinger Hauptstraße]] befindet sich hier die wichtigste Ausfallstraße im Norden der Stadt Salzburg. | | Ein wichtiger Verkehrsknoten ist die Kreuzung Landstraße - Vogelweiderstraße/Salzburger Bundesstraße. Neben der [[Itzlinger Hauptstraße]] befindet sich hier die wichtigste Ausfallstraße im Norden der Stadt Salzburg. |
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| − | Im Baubestand der Landstraße sind schräg gegenüber vom Gasthaus zur Kapelle noch Betriebsanlagen der im September [[1957]] eingestellten [[Ischlerbahn]] zu erkennen. Diese Gebäude befinden sich heute auf dem Gelände eines Automobilunternehmens. Die Ischlerbahn befuhr zwischen [[1891]] und [[1957]] die Strecke Landstraße - Samstraße - Richtung Söllheim - [[Eugendorf]] - [[Thalgau]] - [[Mondsee]] - [[Bad Ischl]]. Das Viadukt in der Samstraße ist noch original erhalten. Die Kapelle in der Landstraße, deren Namen das daneben befindliche Gasthaus trägt, musste wegen der Erfordernisse des Straßenverkehrs vom ursprünglichen Standort weichen und führt derzeit - um 90 Grad gedreht - eher ein Schattendasein. | + | Im Baubestand der Landstraße sind schräg gegenüber vom ''Gasthaus zur Kapelle'' noch Betriebsanlagen der im September [[1957]] eingestellten [[Ischlerbahn]] zu erkennen. Diese Gebäude befinden sich heute auf dem Gelände eines Automobilunternehmens. Die Ischlerbahn befuhr zwischen [[1891]] und [[1957]] die Strecke Landstraße - Samstraße - Richtung Söllheim - [[Eugendorf]] - [[Thalgau]] - [[Mondsee]] - [[Bad Ischl]]. Das Viadukt in der Samstraße ist noch original erhalten. Die Kapelle in der Landstraße, deren Namen das daneben befindliche Gasthaus trägt, musste wegen der Erfordernisse des Straßenverkehrs vom ursprünglichen Standort weichen und führt derzeit - um 90 Grad gedreht - eher ein Schattendasein. |
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| | Im südlichen Teil des Gleisdreiecks zwischen Alterbach und Eisenbahnschleife befindet sich ein Tanklager an der Ziegeleistraße bzw. an der [[Rettenlackstraße]]. Längs des regulierten Alterbachs verläuft die Verlängerung eines Geh- und Radweges, der bei der Mündung des Alterbachs in die [[Salzach]] beginnt. 2005 wurde die Eisenbahnbrücke in der Vogelweiderstraße um Geh- und Radwege erweitert und eine Ampelanlage für die Zu- und Abfahrt zum/vom Tanklager in der Rettenlackstraße installiert. | | Im südlichen Teil des Gleisdreiecks zwischen Alterbach und Eisenbahnschleife befindet sich ein Tanklager an der Ziegeleistraße bzw. an der [[Rettenlackstraße]]. Längs des regulierten Alterbachs verläuft die Verlängerung eines Geh- und Radweges, der bei der Mündung des Alterbachs in die [[Salzach]] beginnt. 2005 wurde die Eisenbahnbrücke in der Vogelweiderstraße um Geh- und Radwege erweitert und eine Ampelanlage für die Zu- und Abfahrt zum/vom Tanklager in der Rettenlackstraße installiert. |
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| | [[Bild:Samer_Mösl.JPG|thumb|Samer Mösl]] | | [[Bild:Samer_Mösl.JPG|thumb|Samer Mösl]] |
| | [[Datei:Samer Mösl, Herbst 2009.jpg|thumb| Samer Mösl, im Hintergrund [[Gnigl]]-[[Langwied]], der [[Heuberg]] und der [[Gaisberg]]]] | | [[Datei:Samer Mösl, Herbst 2009.jpg|thumb| Samer Mösl, im Hintergrund [[Gnigl]]-[[Langwied]], der [[Heuberg]] und der [[Gaisberg]]]] |
| − | Bis ins frühe [[17. Jahrhundert]] blieben die weiten Moorflächen, die sich rechts der Salzach ausdehnten, weitgehend unberührt. Im Raum südlich und nördlich des historischen kleinen Ortskerns von Itzling verzahnten sich Auwald und das Moor (hier Schallmoos genannt), ineinander. Die Moorflächen waren dabei mit dem randlichen [[Gnigler Moor]] verbunden. Durch den [[Alterbach]] getrennt breitete sich östlich desselben das Langmoos mit dem [[Nussdorfer Moos]] aus. Zwischen [[Plainberg]] und [[Hallwang]]-Berg (heute Berg-[[Sam]]) verband des [[Kasernmoos]] die Moorlandschaft mit dem Flachmoor an der [[Fischach]]. Unweit davon lag das kleine [[Radeckermoos]]. Im Süden bildete das [[Parscher Moor]] eine vorgeschobene Zunge. | + | Bis ins frühe [[17. Jahrhundert]] blieben die weiten Moorflächen, die sich rechts der Salzach ausdehnten, weitgehend unberührt. Im Raum südlich und nördlich des historischen kleinen Ortskerns von Itzling verzahnten sich Auwald und das Moor (hier Schallmoos genannt) ineinander. Die Moorflächen waren dabei mit dem randlichen [[Gnigler Moor]] verbunden. Durch den [[Alterbach]] getrennt breitete sich östlich desselben das Langmoos mit dem [[Nussdorfer Moos]] aus. Zwischen [[Plainberg]] und [[Hallwang]]-Berg (heute Berg-[[Sam]]) verband des [[Kasernmoos]] die Moorlandschaft mit dem Flachmoor an der [[Fischach]]. Unweit davon lag das kleine [[Radeckermoos]]. Im Süden bildete das [[Parscher Moor]] eine vorgeschobene Zunge. |
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| − | [[Paris Graf Lodron]] errichtete dann mit Hilfe der hier zahlreichen stationierten Soldaten den Fürstenweg, (heute [[Vogelweiderstraße]] genannt) als zentrale Entwässerungsachse (vergl. die Achse der [[Moosstraße]] quer durch [[Hammerauer Moor|Leopoldskroner Moos]]), um die sich allmählich einzelne Herrenhöfe ansiedelten. Einen weiteren Entwässerungsgraben bildete der vermutlich ebenfalls während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] angelegte [[Lämmerbach]] (auch Lämmererbach genannt). Am Rand dieses Entwässerungsgrabens wurde vor [[1648]] der [[Robinighof]] errichtet. Erst allmählich wuchs am Rande des schrittweise immer weiter kultivierten Moores dann die kleine Ortschaft Gnigl. Ein letzter erhaltener Rest der weiten Landschaft des Itzlinger Mooses ist das [[Samer Mösl]]. | + | [[Paris Graf Lodron]] errichtete dann mit Hilfe der hier zahlreichen stationierten Soldaten den Fürstenweg (heute [[Vogelweiderstraße]] genannt) als zentrale Entwässerungsachse (vergl. die Achse der [[Moosstraße]] quer durch [[Hammerauer Moor|Leopoldskroner Moos]]), um die sich allmählich einzelne Herrenhöfe ansiedelten. Einen weiteren Entwässerungsgraben bildete der vermutlich ebenfalls während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] angelegte [[Lämmerbach]] (auch Lämmererbach genannt). Am Rand dieses Entwässerungsgrabens wurde vor [[1648]] der [[Robinighof]] errichtet. Erst allmählich wuchs am Rande des schrittweise immer weiter kultivierten Moores dann die kleine Ortschaft Gnigl. Ein letzter erhaltener Rest der weiten Landschaft des Itzlinger Mooses ist das [[Samer Mösl]]. |
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| | == Die Itzlinger Au == | | == Die Itzlinger Au == |
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| − | Zur alten Gemeinde Itzling zählt bzw. zählte aber nicht nur das Itzlinger Moos mit Schallmoos und Langmoos, sondern auch die mächtige breite "Itzlinger Au", die bereits am linken Salzachufer liegt, da meist als Grenze für eine Gemeinde früher nicht die kaum kartographisch vermessbare Flussmitte gewählt wurde, sondern die Grenze in den Auwald am rechten oder linken Flussufer hinein verlegt wurde. An die Itzlinger Au schloss dabei nördlich die Lieferinger Au und die Bergheimer Au an und südlich die Lehenau. In der heutigen Katastralgemeinde Itzling liegt in der Stadt Salzburg heute folgerichtig auch das wirtschaftlich sehr bedeutende [[Messezentrum Salzburg]]. | + | Zur alten Gemeinde Itzling zählt bzw. zählte aber nicht nur das Itzlinger Moos mit Schallmoos und Langmoos, sondern auch die mächtige breite "Itzlinger Au", die bereits am linken Salzachufer liegt, da meist als Grenze für eine Gemeinde früher nicht die - kaum kartographisch vermessbare - Flussmitte gewählt wurde, sondern die Grenze in den Auwald am rechten oder linken Flussufer hinein verlegt wurde. An die Itzlinger Au schlossen dabei nördlich die Lieferinger Au und die Bergheimer Au an und südlich die Lehenau. In der heutigen Katastralgemeinde Itzling liegt in der Stadt Salzburg heute folgerichtig auch das wirtschaftlich sehr bedeutende [[Messezentrum Salzburg]]. |
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| | Der Begriff "Itzlinger Au" wurde im Zuge einer Unterschutzstellung vor einigen Jahren in Erinnerung an frühere Gegebenheiten wiederbelebt. Darunter ist nun ein kleinräumiger Auwaldrest vor dem Messezentrum zu verstehen, der ein wertvoller Reliktstandort für Vögel, Fledermäuse und vor allem Holz bewohnende Käfer ist und samt seinen heute sehr seltenen Schwarzpappeln als Geschützter Landschaftsteil unter Schutz gestellt wurde. | | Der Begriff "Itzlinger Au" wurde im Zuge einer Unterschutzstellung vor einigen Jahren in Erinnerung an frühere Gegebenheiten wiederbelebt. Darunter ist nun ein kleinräumiger Auwaldrest vor dem Messezentrum zu verstehen, der ein wertvoller Reliktstandort für Vögel, Fledermäuse und vor allem Holz bewohnende Käfer ist und samt seinen heute sehr seltenen Schwarzpappeln als Geschützter Landschaftsteil unter Schutz gestellt wurde. |
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| | [[Datei:Raiffeisen-Technikzentrum in Itzling.jpg|thumb|Raiffeisen-Technikzentrum in Itzling]] | | [[Datei:Raiffeisen-Technikzentrum in Itzling.jpg|thumb|Raiffeisen-Technikzentrum in Itzling]] |
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| | + | Heute ist Itzling ein in weiten Bereichen dicht verbautes Wohngebiet und entlang der [[Schillerstraße|Schiller-]] und [[Raiffeisenstraße]] mit den parallel dazu verlaufenden Gleisen der [[Salzburger Lokalbahn]] ein pulsierendes Gewerbegebiet. Dort befindet sich viele große Betriebe, vor allem der [[Milchhof Salzburg]] und der Getreidesilo des Raiffeisenverbandes an der Itzlinger Hauptstraße. Hier befindet sich aber auch das "[[Techno-Z]]". |
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| − | Heute ist Itzling ein in weiten Bereichen dicht verbautes Wohngebiet und entlang der [[Schillerstraße|Schiller-]] und [[Raiffeisenstraße]] mit dem parallel dazu verlaufenden Gleisen der [[Salzburger Lokalbahn]] ein pulsierendes Gewerbegebiet. Dort befindet sich viele große Betriebe, vor allem der [[ Milchhof Salzburg]] und der Getreidesilo des Raiffeisenverbandes an der Itzlinger Hauptstraße. Hier befindet sich aber auch das "[[Techno-Z]]".
| + | Im Herbst 2006 wurde mit dem radikalen Umbauprojekt Raiffeisenstraße - Schillerstraße begonnen und wurden sämtliche bahnseitigen Häuser der Schillerstraße abgerissen. In einem Großbauprojekt sollen die Schillerstraße und die ÖMV-Tankstelle an die Bahn verlegt werden, um so die Expandierung des [[Salzburger Milchhof]]es, der wegen einer dringenden Expansion eine Abwanderung erwog, zu ermöglichen. Im Zuge dessen entsteht mehr Platz für das Techno-Z. |
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| − | Im Herbst 2006 wurde mit dem radikalen Umbauprojekt Raiffeisenstraße - Schillerstraße begonnen und sämtliche bahnseitigen Häuser der Schillerstraße abgrissen. In einem Großbauprojekt soll die Schillerstraße und die ÖMV Tankstelle an die Bahn verlegt werden um so die Expandierung des [[Salzburger Michhof]]es, der wegen einer dringenden Expansion eine Abwanderung erwägte, zu ermöglichen. Im Zuge dessen entsteht mehr Platz für das Techno-Z.
| + | Das Groteske dabei: Bei den Jahre langen Planungen zu diesem Projekt hatte man vergessen, den Mietvertrag des kleinen Würstelstandes *Würstel Wolf* zu überprüfen, der über einen unbefristeten Mietvertrag mit dem Besitzer des Grundstückes verfügt, wodurch langwierige Verzögerungen bei diesem Projekt auftraten. Daher stand im Oktober 2008 noch immer der besagte Würstelstand. |
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| − | Das Groteske dabei: Bei den Jahre langen Planungen zu diesem Projekt, hatte man vergessen, den Mietvertrag des kleinen Würstelstandes *Würstel Wolf* zu überprüfen, der über einen unbefristeten Mietvertrag mit dem Besitzer des Grundstückes verfügt, wodurch langwierige Verzögerungen bei diesem Projekt auftraten. Daher stand im Oktober 2008 noch immer der besagte Würstelstand. | |
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| | ==Fußnote== | | ==Fußnote== |
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| | ==Bildergalerie== | | ==Bildergalerie== |
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| − | Datei:Göthesiedlung, Durchblick nach Maria Plain.jpg|Göthesiedlung, Durchblick nach Maria Plain | + | Datei:Göthesiedlung, Durchblick nach Maria Plain.jpg|Goethesiedlung, Durchblick nach Maria Plain |
| − | Datei:Durchblick von der Göthesiedlung auf Itzling Neu.jpg|Durchblick von der Göthesiedlung auf Itzling Neu | + | Datei:Durchblick von der Göthesiedlung auf Itzling Neu.jpg|Durchblick von der Goethesiedlung auf Itzling Neu |
| − | Datei:Unberührte Idylle am Rand der Göthesiedlung.jpg|Unberührte Idylle am Rand der Göthesiedlung. | + | Datei:Unberührte Idylle am Rand der Göthesiedlung.jpg|Unberührte Idylle am Rand der Goethesiedlung. |
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