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| | | Gemeinderat (2009): || 17 Mitglieder: <br /> 9 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br /> 4 [[Sozialistische Partei Österreichs|SPÖ ]], <br /> 4 [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] | | | Gemeinderat (2009): || 17 Mitglieder: <br /> 9 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br /> 4 [[Sozialistische Partei Österreichs|SPÖ ]], <br /> 4 [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] |
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| | '''Stuhlfelden''' ist eine Ortsgemeinde im [[Pinzgau]]. | | '''Stuhlfelden''' ist eine Ortsgemeinde im [[Pinzgau]]. |
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| | '''Anmerkung:''' In ''kursiver'' Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr [[2001]] angegeben. | | '''Anmerkung:''' In ''kursiver'' Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr [[2001]] angegeben. |
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| − | ==Etymologie== | + | </noinclude>==Etymologie== |
| | Stuhlfelden wurde erstmals in der um das Jahr [[963]] zu Lengdorf zitierten Urkunde als „Stuolueldum“ erwähnt, mit der die edle Frau Rosmout dem damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Friedrich I.]] eine Hube (=Bauernlehen) bei [[Taxenbach]], mit großen Wäldern vom [[Erlbach]] bei der [[Fuscher Ache]] bis zur [[Gasteiner Ache]], mitsamt allen Rechten übergab und dafür als Entschädigung eine Hube bei Stuhlfelden („unam hoban ad Stoulueldum“) mitsamt Zehentrecht erhielt. | | Stuhlfelden wurde erstmals in der um das Jahr [[963]] zu Lengdorf zitierten Urkunde als „Stuolueldum“ erwähnt, mit der die edle Frau Rosmout dem damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Friedrich I.]] eine Hube (=Bauernlehen) bei [[Taxenbach]], mit großen Wäldern vom [[Erlbach]] bei der [[Fuscher Ache]] bis zur [[Gasteiner Ache]], mitsamt allen Rechten übergab und dafür als Entschädigung eine Hube bei Stuhlfelden („unam hoban ad Stoulueldum“) mitsamt Zehentrecht erhielt. |
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| | Als „Stuhl“ käme nach [[Josef Lahnsteiner]] (Ur- und Pfarrgeschichte Stuhlfelden, Seite 3) der heute bereits Schotter verdeckte Stein in Betrach, an dem die älteste Kapelle „Maria auf dem Stein“ errichtet worden war. Eine Deutung als Königs- oder Richterstuhl ist für diese Gegend nicht zulässig. | | Als „Stuhl“ käme nach [[Josef Lahnsteiner]] (Ur- und Pfarrgeschichte Stuhlfelden, Seite 3) der heute bereits Schotter verdeckte Stein in Betrach, an dem die älteste Kapelle „Maria auf dem Stein“ errichtet worden war. Eine Deutung als Königs- oder Richterstuhl ist für diese Gegend nicht zulässig. |
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| − | ==Geschichte==</noinclude> | + | ==Geschichte== |
| | Stuhlfelden war bereits in prähistorischer Zeit [[Bergbau]]stätte. Bereits für das Jahr [[1160]] lässt sich mit Heinrich von Stuhlfelden ein Pfarrer im Ort nachweisen. Bis in das [[13. Jahrhundert]] war Stuhlfelden die alleinige Pfarre des gesamten Oberpinzgaus. | | Stuhlfelden war bereits in prähistorischer Zeit [[Bergbau]]stätte. Bereits für das Jahr [[1160]] lässt sich mit Heinrich von Stuhlfelden ein Pfarrer im Ort nachweisen. Bis in das [[13. Jahrhundert]] war Stuhlfelden die alleinige Pfarre des gesamten Oberpinzgaus. |
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| | Nach der [[Säkularisation]] kam das bis dahin eigenständige, nunmehrige Fürsterzbistum Salzburg während der französischen Kriege abwechselnd unter bayrische, französische und österreichische Herrschaft. Erst [[1816]], mit der Teilung des Landes (Salzburg verlor etwa ein Drittel seiner Fläche an Bayern, darunter den ertragreichen heutigen [[Rupertiwinkel]], Tirol, Kärnten und der Steiermark) kam das einstmalige Erzbistum und damit der Pinzgau zu Österreich. | | Nach der [[Säkularisation]] kam das bis dahin eigenständige, nunmehrige Fürsterzbistum Salzburg während der französischen Kriege abwechselnd unter bayrische, französische und österreichische Herrschaft. Erst [[1816]], mit der Teilung des Landes (Salzburg verlor etwa ein Drittel seiner Fläche an Bayern, darunter den ertragreichen heutigen [[Rupertiwinkel]], Tirol, Kärnten und der Steiermark) kam das einstmalige Erzbistum und damit der Pinzgau zu Österreich. |
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| − | <noinclude>==Wappen==
| + | ==Wappen== |
| | Das Wappen ist eng an jenes der Grafen von [[Matrei]]-Lechsgemünd angelehnt und soll damit auf die ersten nachweisbaren Grundherren sowie auf das hohe Alter des Ortes Stuhlfelden hinweisen. | | Das Wappen ist eng an jenes der Grafen von [[Matrei]]-Lechsgemünd angelehnt und soll damit auf die ersten nachweisbaren Grundherren sowie auf das hohe Alter des Ortes Stuhlfelden hinweisen. |
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| | Die Verleihung des Wappens durch die [[Salzburger Landesregierung]] fand am [[8. Jänner]] [[1930]] statt. | | Die Verleihung des Wappens durch die [[Salzburger Landesregierung]] fand am [[8. Jänner]] [[1930]] statt. |
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| − | ==Religion und Kirche== | + | <noinclude>==Religion und Kirche== |
| | Die Dekanatspfarre zu U. L. Frau Himmelfahrt ist die älteste und bis ins [[13. Jahrhundert]] einzige Pfarre des Oberpinzgaus. Die Dekanatskirche Maria Himmelfahrt wurde erstmals [[1140]] urkundlich erwähnt. Der Kirchenbau wurde ursprünglich im gotischen Stil ausgeführt, Teile der Kirche wurden aber später einer Romanisierung unterzogen. Sehenswert sind neben der Innenausstattung der 58 Meter hohe Spitzhelmturm und das romanische Rundbogenportal. | | Die Dekanatspfarre zu U. L. Frau Himmelfahrt ist die älteste und bis ins [[13. Jahrhundert]] einzige Pfarre des Oberpinzgaus. Die Dekanatskirche Maria Himmelfahrt wurde erstmals [[1140]] urkundlich erwähnt. Der Kirchenbau wurde ursprünglich im gotischen Stil ausgeführt, Teile der Kirche wurden aber später einer Romanisierung unterzogen. Sehenswert sind neben der Innenausstattung der 58 Meter hohe Spitzhelmturm und das romanische Rundbogenportal. |
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| | Ebenfalls jährlich findet am [[5. Dezember]] ein großer [[Krampus]]rummel statt, weiters werden kirchliche Bräuche um die Advent- und Weihnachtszeit (Christmette, Turmblasen, Sternsingen, Anglöckeln) und die Osterbräuche (Palmweihe, Speiseweihe, Kreuzwegprozession, Fronleichnamprozession) gelebt und zelebriert. | | Ebenfalls jährlich findet am [[5. Dezember]] ein großer [[Krampus]]rummel statt, weiters werden kirchliche Bräuche um die Advent- und Weihnachtszeit (Christmette, Turmblasen, Sternsingen, Anglöckeln) und die Osterbräuche (Palmweihe, Speiseweihe, Kreuzwegprozession, Fronleichnamprozession) gelebt und zelebriert. |
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| | <!--===Wirtschaft===--> | | <!--===Wirtschaft===--> |
| | ==Verkehr== | | ==Verkehr== |