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| Gemeinderat (2009): || 19 Mitglieder: <br /> 8 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br />  8 [[Sozialistische Partei Österreichs|SPÖ]], <br /> 2 [[Unabhängige Heimatliste|UHL]], <br /> 1 [[Freiheitliche Partei|FPÖ]]   
 
| Gemeinderat (2009): || 19 Mitglieder: <br /> 8 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br />  8 [[Sozialistische Partei Österreichs|SPÖ]], <br /> 2 [[Unabhängige Heimatliste|UHL]], <br /> 1 [[Freiheitliche Partei|FPÖ]]   
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'''Neukirchen am Großvenediger''' ist eine Marktgemeinde im [[Pinzgau]].  
 
'''Neukirchen am Großvenediger''' ist eine Marktgemeinde im [[Pinzgau]].  
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Gemessen an ihrer Fläche stellt die Gemeinde nach [[Rauris]], Krimml und [[Uttendorf]] die viertgrößte politische Gemeinde im Pinzgau dar.
 
Gemessen an ihrer Fläche stellt die Gemeinde nach [[Rauris]], Krimml und [[Uttendorf]] die viertgrößte politische Gemeinde im Pinzgau dar.
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==Etymologie==
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</noinclude>==Etymologie==
Neukirchen am Großvenediger hieß der Überlieferung nach ursprünglich Mitterdorf (siehe [[Josef Lahnsteiner]] "Oberpinzgau", Seite 241). Der neue Name kam auf, als der Dürrnbach die gesamte Ortschaft verschüttete und diese mitsamt einer neuen Kirche wieder aufgebaut wurde. Erstmals urkundlich festgehalten wurde der neue Ortsname im Jahr [[1074]] als "Niuchirchin" (vgl. Kürsinger: Oberpinzgau, Sbg. 1841, S. 104). Weitere Nennungen liegen aus den Jahren [[1130]] (Niunchirchin) und [[1190]] (Nuwinkirchin) vor. Ab dem Jahr [[1300]] lautete der Ortsname Nevnkirch bzw. Neukirch. In dieser Form taucht die Ortsbezeichnung auch in der berühmten Setznagelkarte von [[1575]] auf.  
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Neukirchen am Großvenediger hieß der Überlieferung nach ursprünglich Mitterdorf (siehe [[Josef Lahnsteiner]] "Oberpinzgau", Seite 241). Der neue Name kam auf, als der Dürrnbach die gesamte Ortschaft verschüttete und diese mitsamt einer neuen Kirche wieder aufgebaut wurde. Erstmals urkundlich festgehalten wurde der neue Ortsname im Jahr [[1074]] als "Niuchirchin" (vgl. Kürsinger: Oberpinzgau, Sbg. 1841, S. 104). Weitere Nennungen liegen aus den Jahren [[1130]] (Niunchirchin) und [[1190]] (Nuwinkirchin) vor. Ab dem Jahr [[1300]] lautete der Ortsname Nevnkirch bzw. Neukirch. In dieser Form taucht die Ortsbezeichnung auch in der berühmten [[Marx Setznagel|Setznagelkarte]] von [[1575]] auf.  
    
Der Name entwickelte sich aus dem althochdeutschen "niwi" bzw. dem mittelhochdeutschen "niuwe" und bedeutet "neu" bzw. in seiner Zusammensetzung "zur neuen Kirche". Sowohl in der Mundart der Bevölkerung als auch im Amtsgebrauch wurde das "Neuen" zugunsten von "Neu" aufgegeben. Nach der Ortschaft benannten sich zur Mitte des [[13. Jahrhundert]]s auch die Herren von Neukirchen, die ihren Sitz auf dem Schloss Hochneukirchen hatten.  
 
Der Name entwickelte sich aus dem althochdeutschen "niwi" bzw. dem mittelhochdeutschen "niuwe" und bedeutet "neu" bzw. in seiner Zusammensetzung "zur neuen Kirche". Sowohl in der Mundart der Bevölkerung als auch im Amtsgebrauch wurde das "Neuen" zugunsten von "Neu" aufgegeben. Nach der Ortschaft benannten sich zur Mitte des [[13. Jahrhundert]]s auch die Herren von Neukirchen, die ihren Sitz auf dem Schloss Hochneukirchen hatten.  
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Der Ortsteil Sulzau wurde erstmals [[1350]] als "Sultzaw" urkundlich genannt und diente ebenfalls einen Grafengeschlecht als Namensgeber.  
 
Der Ortsteil Sulzau wurde erstmals [[1350]] als "Sultzaw" urkundlich genannt und diente ebenfalls einen Grafengeschlecht als Namensgeber.  
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==Geschichte==</noinclude>
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==Geschichte==
 
Obwohl der Oberpinzgau geschichtlich bereits in der Bronzezeit besiedelt war, wie Funde aus [[Krimml]] belegen, ist über Neukirchen aus dieser Zeit nichts bekannt.
 
Obwohl der Oberpinzgau geschichtlich bereits in der Bronzezeit besiedelt war, wie Funde aus [[Krimml]] belegen, ist über Neukirchen aus dieser Zeit nichts bekannt.
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==Wappen==
 
==Wappen==
 
Das Wappen verweist mit dem Steinbock auf das historische Wappen der Herren von Neukirchen und mit der Kugel auf jenes der Khuenburger. Die silberne Spitze stilisiert den Großvenediger, den höchsten Berg Salzburgs, dessen Namen die Gemeinde seit dem Tag der Wappenverleihung auch im Ortsnamen führt.  
 
Das Wappen verweist mit dem Steinbock auf das historische Wappen der Herren von Neukirchen und mit der Kugel auf jenes der Khuenburger. Die silberne Spitze stilisiert den Großvenediger, den höchsten Berg Salzburgs, dessen Namen die Gemeinde seit dem Tag der Wappenverleihung auch im Ortsnamen führt.  
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[[1859]] wird Neukirchen zur Pfarre erhoben. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Johannes geweiht.
 
[[1859]] wird Neukirchen zur Pfarre erhoben. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Johannes geweiht.
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==Sehenswertes==  
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<noinclude>==Sehenswertes==  
 
* [[Pfarrkirche Neukirchen am Großvenediger]]
 
* [[Pfarrkirche Neukirchen am Großvenediger]]
 
::Die dem hl. Johannes geweihte Kirche beherbergt im Inneren eine aus dem Jahr [[1500]] stammende, aus Holz gefertigte, gotische Madonnenfigur, zu der einst Wallfahrten veranstaltet wurden. Sehenswert sind außerdem ein Fresko aus dem [[14. Jahrhundert]], der Hochaltar von [[1781]] und die erst [[1911]] eingesetzten mit Tiroler Glasmalerei versehenen Kirchenfenster.  
 
::Die dem hl. Johannes geweihte Kirche beherbergt im Inneren eine aus dem Jahr [[1500]] stammende, aus Holz gefertigte, gotische Madonnenfigur, zu der einst Wallfahrten veranstaltet wurden. Sehenswert sind außerdem ein Fresko aus dem [[14. Jahrhundert]], der Hochaltar von [[1781]] und die erst [[1911]] eingesetzten mit Tiroler Glasmalerei versehenen Kirchenfenster.