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Die '''Alte Residenz''' ist die historische fürsterzbischöfliche Palastanlage. Sie liegt zwischen dem heutigen [[Residenzplatz ]]und der heutigen Sigmund-Haffner-Gasse und ist zuerst um [[1120]] urkundlich nachgewiesen. Neubauten erfolgten vor allem im [[15. Jahrhundert|15.]] und [[16. Jahrhundert]], vor allem unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]].
Der Trakt gegen den [[Alter Markt|Alten Markt]] wurde unter [[Markus Sittikus von Hohenehms|Markus Sittikus]] errichtet, jener um den Haupthof wurde unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] fertiggestellt, unter [[Guidobald Graf von Thun]] erhöht und unter [[Franz Anton Graf von Harrach]] neu fassadiert. Zwischen [[1915]] und [[1918 ]]war die Residenz Wohnsitz von Mitgliedern des Kaiserhauses ([[Ferdinand III.]]) und deren Verwandten der Linie Habsburg-Toskana. Auch [[Karoline Auguste von Bayern|Carolina Augusta]] wohnte hier.
Die Alte Residenz gruppiert sich um vier Innenhöfe:
*den Haupthof (mit Zugängen vom Residenzplatz und Domplatz)
*den Hof des Toskanatraktes
*den Hof der ehemaligen Dietrichsruh und
*den kleinen Hof des Wallistraktes.
Die Residenz besteht aus über 180 Räumen und Sälen, darunter 15 Prunkräume. Bekannt sind hier der große Carabinierisaal mit einem großen Deckengemälde von [[Johann Michael Rottmayr]]. Die anschließenden Fürstenräume (Rittersaal, Konferenzzimmer, Arbeitszimmer, Schatullenkabinett, Schlafzimmer, Hauskapelle und Gesellschaftszimmer) wurden unter Leitung von [[Johann Lucas von Hildebrandt]] neu gestaltet und von Rottmayr und Martin [[Altomonte]] mit Gemälden versehen.
In diesen prunkvollen Räumen hat auch [[Wolfgang Amadeus Mozart]] vor dem Fürsterzbischof musiziert. Hier hat [[1775]] Mozart sein Violinkonzert in A Dur (KV 219) uraufgeführt. Die Salzburger Residenz zählt zu den wertvollsten Profanbauten der Salzburger Altstadt. Im 2. Stock befindet sich die heute die [[Residenzgalerie]], in der die erhaltenen Gemälde der Gemäldesammlung der Fürsterzbischöfe aufbewahrt und gezeigt werden.