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| − | Ein kleines ''Römisches Theater'', in dessen Mitte ein steinerner Tisch aus Marmor, der ''Fürstentisch'', steht, nächstgelegen sind große Kunstteiche. Dort lud der Fürsterzbischof Markus Sittikus zu Gesellschaften ein. War die Gesellschaft, so konnte der Fürsterzbischof seine Gäste auch mit Wasserfontänen erfrischen, die aus den Sitzen der steinernen Stühle emporschossen. | + | Ein kleines "Römisches Theater", in dessen Mitte ein steinerner Tisch aus Marmor, der ''Fürstentisch'', steht, nächstgelegen sind große Kunstteiche. Dort lud der Fürsterzbischof Markus Sittikus zu Gesellschaften ein. War die Gesellschaft, so konnte der Fürsterzbischof seine Gäste auch mit Wasserfontänen erfrischen, die aus den Sitzen der steinernen Stühle emporschossen. |
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| | In der Grotte von ''Orpheus und Eurydike'' wird dem Sänger Orpheus gehuldigt, der in die Unterwelt hinabstieg, um seine Geliebte Eurydike aus dem Reich der Toten wegzuführen. Seine Musik ist derart zauberhaft bewegend, dass sogar die wilden Tiere der Unterwelt still inne halten. | | In der Grotte von ''Orpheus und Eurydike'' wird dem Sänger Orpheus gehuldigt, der in die Unterwelt hinabstieg, um seine Geliebte Eurydike aus dem Reich der Toten wegzuführen. Seine Musik ist derart zauberhaft bewegend, dass sogar die wilden Tiere der Unterwelt still inne halten. |
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| | Im Sternweiherbrunnen, auch ''Brunnen Altemps'' liegt in der Achse an der Gartenseite von Schloss Hellbrunn. Dort entspringt eine starke natürliche Wasserquelle, die den Sternweiher speist und als [[Hellbrunnerbach]] abfließt. Auf einer halbrunden Mauer steht dort die Statue des Perseus, der das Haupt der Medusa hochstreckt, umgeben von Allegorien der vier Jahreszeiten als Zeichen der Vergänglichkeit aller Dinge. | | Im Sternweiherbrunnen, auch ''Brunnen Altemps'' liegt in der Achse an der Gartenseite von Schloss Hellbrunn. Dort entspringt eine starke natürliche Wasserquelle, die den Sternweiher speist und als [[Hellbrunnerbach]] abfließt. Auf einer halbrunden Mauer steht dort die Statue des Perseus, der das Haupt der Medusa hochstreckt, umgeben von Allegorien der vier Jahreszeiten als Zeichen der Vergänglichkeit aller Dinge. |
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| − | Unter dem Schloss selbst befindet sich mittig die größte Grotte, die dem Neptun (Poseidon) und seinen Meeresrössern gewidmet ist. Sie wird auch ''Neptungrotte'' genannt. Aus der Decke kann auch überraschend ein Regenschauer herabkommen. Bemerkenswert ist das [[Germaul]], vielfach als heimliches Wahrzeichen von Hellbrunn und seiner Wasserspiele bezeichnet, das regelmäßig immer wieder die Augen verdreht und die Zunge herausstreckt. Neben der ''Neptungrotte'' gelegen sind jenseits der Spiegelgrotte die Vogelsang-Grotte, die mit Vogelstimmen und -gezwitscher überrascht, sowie im Norden der Neptungrotte die Muschel- und die Ruinengrotte. Alle Sinne der Besucher sollen so überrascht und beeindruckt werden. | + | Unter dem Schloss selbst befindet sich mittig die größte Grotte, die dem Neptun (Poseidon) und seinen Meeresrössern gewidmet ist. Sie wird auch ''Neptungrotte'' genannt. Aus der Decke kann auch überraschend ein Regenschauer herabkommen. Bemerkenswert ist das [[Germaul]], vielfach als heimliches Wahrzeichen von Hellbrunn und seiner Wasserspiele bezeichnet, das regelmäßig immer wieder die Augen verdreht und die Zunge herausstreckt. Neben der ''Neptungrotte'' gelegen sind jenseits der Spiegelgrotte die Vogelsang-Grotte, die mit Vogelstimmen und -gezwitscher überrascht, sowie im Norden der Neptungrotte die Muschel- und die Ruinengrotte. |
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| − | Die Statue der Minerva in den Wasserspielen zeigt auf dem Schild in der Mitte das schlangenumkränzte Haupt der Gorgone Medusa. Das Gorgoneion in der Mitte des griechischen Schildes (Ägis) ist Schmuck und Schutzzauber, der der Göttin als zusätzlicher Schutz im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Unsitte diente. | + | Die folgenden "Kleinen Wasserautomaten" zeigen fünf von Wasserkraft getriebene Figurengruppen: Müller, Töpfer und Scherenschleifer bei ihrer Arbeit sowie Perseus, Andromeda vor dem Meeresungeheuer rettend und Apollo, den Marsyas bestrafend. |
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| − | Die folgenden kleinen ''Wasserautomaten'' zeigen fünf von Wasserkraft getriebene Figurengruppen: Müller, Töpfer und Scherenschleifer bei ihrer Arbeit sowie Perseus, Andromeda vor dem Meeresungeheuer rettend und Apollo, den Marsyas bestrafend.
| + | Entlang eines Bachlaufes begegnen die Besucher nun einer Venus mit dem kleinen Amorknaben, gefolgt von Grimassen schneidende Narren, einer kunstvollen Wildschweinmutter mit ihren Frischlingen, einem fischschwänziger Steinbock, sowie der Göttin Diana mit ihrem Jagdhund. |
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| − | Entlang eines Bachlaufes begegnen die Besucher nun Göttin Minerva, einem Steinbockkopf, dem hirschköpfigen Aktaeon mit seinen Hunden, dem Helden Perseus, der Eurydike sowie der Statue eines "Monstrums" vom [[Haunsberg]], das dort angeblich [[1531]] gefangen wurde. | |
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| | Das ''[[Mechanische Theater]]'' schuf [[1752]] [[Lorenz Rosenegger]] und ersetzte mit diesem die schon [[1741]] als baufällig beschriebene Schmied-Grotte, [[Orgelbauer#Hoforgelmacher|Hoforgelmacher]] [[Johann Rochus Egedacher]] lieferte die Pfeifen der dazugehörigen Wasserorgel. Bei geöffneten Türen wird das Leben in einer barocken Stadt szenisch gezeigt: mit mehr als 130, sich mechanisch durch die Kraft des Wassers bewegenden Figuren. | | Das ''[[Mechanische Theater]]'' schuf [[1752]] [[Lorenz Rosenegger]] und ersetzte mit diesem die schon [[1741]] als baufällig beschriebene Schmied-Grotte, [[Orgelbauer#Hoforgelmacher|Hoforgelmacher]] [[Johann Rochus Egedacher]] lieferte die Pfeifen der dazugehörigen Wasserorgel. Bei geöffneten Türen wird das Leben in einer barocken Stadt szenisch gezeigt: mit mehr als 130, sich mechanisch durch die Kraft des Wassers bewegenden Figuren. |
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| | In der ''Kronengrotte'' erinnert eine durch einen Wasserstrahl aufsteigende oder absteigende goldene Krone, die vor 1807 über dem Kopf eines antik römischen Löwen schwebte und den Besucher an die Vergänglichkeit der Macht vor der göttlichen Allmacht erinnert. | | In der ''Kronengrotte'' erinnert eine durch einen Wasserstrahl aufsteigende oder absteigende goldene Krone, die vor 1807 über dem Kopf eines antik römischen Löwen schwebte und den Besucher an die Vergänglichkeit der Macht vor der göttlichen Allmacht erinnert. |
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| − | Der Rundgang durch die Wasserspiele endet an einem Neptun-Brunnen. | + | Darauf folgt wieder eine Reihe von Statuen und Brunnen: Die Statue der Minerva in den Wasserspielen zeigt auf dem Schild in der Mitte das schlangenumkränzte Haupt der Gorgone Medusa (genannt "Gorgoneion"). In der Mitte des Schildes schützte es die Göttin in ihrem Kampf gegen Unrecht. Danach zeigt sich als Miniatur der hirschköpfige Aktaeon mit seinen Hunden und dahinter Apoll mit Flügelhelm und Flügelschuhen. (Diese Figur wird aber auch als Perseus gedeutet). |
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| | + | Auf die Göttin Eurydike folgt das Abbild eines "Monstrums" vom [[Haunsberg]], welches dort angeblich [[1531]] gefangen wurde. Der letzte Brunnen zeigt Gott Neptun und in der Umrahmung eine groteske Maske. Damit endet der Rundgang durch die Wasserspiele. |
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