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=====Seine Rolle im und nach dem Zweiten Weltkrieg=====
 
=====Seine Rolle im und nach dem Zweiten Weltkrieg=====
Obwohl Rohracher als Reformer galt, ist er politsch nicht unumstritten gewesen. Er hielt mutige Predigten gegen das Hitler-Regime, sprach bei seiner Predigt bei seiner Amtseinführung am 10. Oktober 1943 im [[Salzburger Dom]] unmissverständliche Worte zur "Herrenmoral der Nazis", die sogar zu einem für die damalige Zeit völlig unüblichen Applaus im Dom führten. Aber nach Kriegsende drängte er auf Aussöhnung mit ehemaligen NSDAP-Migliedern (wenn auch unter der Voraussetzung, dass diese keine persönliche Schuld auf sich geladen hatten) einerseits, andererseits sorgt seine Auswahl bei den Antworten von rund 7.000 Briefen ehemaliger Parteigänger an ihn, die ihn um Hilfe und Unterstützung baten, für Kritik.  
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Obwohl Rohracher als Reformer galt, ist er politisch nicht unumstritten gewesen. Er hielt mutige Predigten gegen das Hitler-Regime, sprach bei seiner Predigt bei seiner Amtseinführung am 10. Oktober 1943 im [[Salzburger Dom]] unmissverständliche Worte zur "Herrenmoral der Nazis", die sogar zu einem für die damalige Zeit völlig unüblichen Applaus im Dom führten. Aber nach Kriegsende drängte er auf Aussöhnung mit ehemaligen NSDAP-Migliedern (wenn auch unter der Voraussetzung, dass diese keine persönliche Schuld auf sich geladen hatten) einerseits, andererseits sorgt seine Auswahl bei den Antworten von rund 7.000 Briefen ehemaliger Parteigänger an ihn, die ihn um Hilfe und Unterstützung baten, für Kritik.  
    
Denn aus seinen Antwortschreiben geht hervor, dass der Erzbischof Hilfe ablehnte, wenn das Schreiben von einem Angehörigen höherer Nazi-Funktionäre kam. Auch seine Gründung [[Soziales Friedenswerk]] für Heimatvertriebene sorgte für Kritik, denn die damit gezeigte versöhnliche Haltung des Erzbischofs wurde auch vielfach missbraucht, wie ein kirchlicher Zeitzeuge 2009 berichtet<ref>Quelle dieses Absatzes ist ein Artikel der [[Salzburger Nachrichten]] vom 15. September 2009, in dem von einer überraschend früher Öffnung des gesamten Archivmaterials von Andreas Rohracher berichtet wird</ref>.
 
Denn aus seinen Antwortschreiben geht hervor, dass der Erzbischof Hilfe ablehnte, wenn das Schreiben von einem Angehörigen höherer Nazi-Funktionäre kam. Auch seine Gründung [[Soziales Friedenswerk]] für Heimatvertriebene sorgte für Kritik, denn die damit gezeigte versöhnliche Haltung des Erzbischofs wurde auch vielfach missbraucht, wie ein kirchlicher Zeitzeuge 2009 berichtet<ref>Quelle dieses Absatzes ist ein Artikel der [[Salzburger Nachrichten]] vom 15. September 2009, in dem von einer überraschend früher Öffnung des gesamten Archivmaterials von Andreas Rohracher berichtet wird</ref>.
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==Quellen==
 
==Quellen==
* Adolf Haslinger, Peter Mittermayr (Hg).: ''Salzburger Kulturlexikon.'' [[Residenz Verlag]]. Salzburg 2001. ISBN 3-7017-1129-1
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{{Quelle Kulturlexikon}}
* Bautz.de [http://www.bautz.de/bbkl/r/rohracher_a.shtml]
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* [http://www.bautz.de/bbkl/r/rohracher_a.shtml Bautz.de]
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==Fußnoten==
 
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{{Zeitfolge
 
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|VORGÄNGER=[[Sigismund IV. von Waitz]]
 
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|NACHFOLGER=[[Eduard Macheiner]]
 
|NACHFOLGER=[[Eduard Macheiner]]

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