Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
108 Bytes hinzugefügt ,  12:39, 20. Apr. 2020
Erg Quelle ~~~~
Zeile 15: Zeile 15:  
Bei der Landesverkehrsplanung war die letzte Zählung im Jahr 2010, die auf Höhe des [[Maximarkt Anif]]s im Jahresschnitt 13 041 Fahrzeuge ergab.  
 
Bei der Landesverkehrsplanung war die letzte Zählung im Jahr 2010, die auf Höhe des [[Maximarkt Anif]]s im Jahresschnitt 13 041 Fahrzeuge ergab.  
   −
==Geschichte==
+
== Geschichte ==
 
Der Name geht auf den Gewässernamen ''Alm'' (der [[Königsseeache]], auch ''die Alm'' genannt) zurück. Während im Zentrum der Gemeinde, in Anif, die [[Salzburger Erzbischöfe]], die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] und die [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] schon sehr früh Grundbesitz erwarben und Höfe errichteten, dauerte es in Niederalm bis ins [[16. Jahrhundert]], bevor die drei genannten Institutionen dort Gründe und Höfe erwerben konnten. Dies hing mit der [[Salz|Salzgewinnung]] der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] zusammen.  
 
Der Name geht auf den Gewässernamen ''Alm'' (der [[Königsseeache]], auch ''die Alm'' genannt) zurück. Während im Zentrum der Gemeinde, in Anif, die [[Salzburger Erzbischöfe]], die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] und die [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] schon sehr früh Grundbesitz erwarben und Höfe errichteten, dauerte es in Niederalm bis ins [[16. Jahrhundert]], bevor die drei genannten Institutionen dort Gründe und Höfe erwerben konnten. Dies hing mit der [[Salz|Salzgewinnung]] der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] zusammen.  
   −
===Salzgewinnung der Fürstpropstei Berchtesgaden in Niederalm ===
+
=== Salzgewinnung der Fürstpropstei Berchtesgaden in Niederalm ===
 
Die Fürstpropstei Berchtesgaden betrieb Ende des [[12. Jahrhundert|12.]] - Anfang des [[13. Jahrhundert]]s in Niederalm am Ufer der Königsseeache ein Pfannhaus. Die dort beschäftigten Arbeiter waren Nebenerwerbsbauern, was sich in der Größe (Kleinheit) der Hofstätten, Gärten und Wiesen widerspiegelte (im Gegensatz dazu die großen Hofbesitzungen in Anif).  
 
Die Fürstpropstei Berchtesgaden betrieb Ende des [[12. Jahrhundert|12.]] - Anfang des [[13. Jahrhundert]]s in Niederalm am Ufer der Königsseeache ein Pfannhaus. Die dort beschäftigten Arbeiter waren Nebenerwerbsbauern, was sich in der Größe (Kleinheit) der Hofstätten, Gärten und Wiesen widerspiegelte (im Gegensatz dazu die großen Hofbesitzungen in Anif).  
    
Erzbischof [[Adalbert II.]] schenkte [[1193]] der Fürstpropstei ein Gut in Niederalm, das später [[Stadlmeistergut]] genannt wurde. Die Fürstpropstei begann daraufhin [[1193]]/[[1194|94]] am [[Gutratberg]] (damals ''Tuval'' genannt) mit der oberflächennahen [[Salz|Salzgewinnung]] - die Sole wurde über [[Soleleitung|Holzrohre]] zum in Niederalm errichteten Sudhaus geführt.
 
Erzbischof [[Adalbert II.]] schenkte [[1193]] der Fürstpropstei ein Gut in Niederalm, das später [[Stadlmeistergut]] genannt wurde. Die Fürstpropstei begann daraufhin [[1193]]/[[1194|94]] am [[Gutratberg]] (damals ''Tuval'' genannt) mit der oberflächennahen [[Salz|Salzgewinnung]] - die Sole wurde über [[Soleleitung|Holzrohre]] zum in Niederalm errichteten Sudhaus geführt.
   −
Diese Salzgewinnung am ''Tuval'' war aber auch Grund für lange Streitigkeiten zwischen dem Salzburger Erzbischof und dem [[Domkapitel]]. So musste sich Erzbischof Adalbert II. auf Drängen des Papstes zu einer Teilung des Ertrags am Tuval [[1198]] entschließen: je ein Drittel für den Erzbischof, das Domkapitel und der Fürstpropstei Berchtesgaden. Das Sudhaus in Niederalm wurde gemeinsam von allen dreien benutzt. Doch die Streitereien endeten schon einige Jahre später, als nämlich das oberflächennahe Salzvorkommen am Gutratberg erschöpft war.
+
Diese Salzgewinnung am ''Tuval'' war aber auch Grund für lange Streitigkeiten zwischen dem Salzburger Erzbischof und dem [[Domkapitel]]. So musste sich Erzbischof Adalbert II. auf Drängen des Papstes zu einer Teilung des Ertrags am Tuval [[1198]] entschließen: je ein Drittel für den Erzbischof, das Domkapitel und der Fürstpropstei Berchtesgaden.<ref>[https://www.monasterium.net/mom/AT-HHStA/SbgE/AUR_1198/charter?q=grafengaden monasterium.net]</ref> Das Sudhaus in Niederalm wurde gemeinsam von allen dreien benutzt. Doch die Streitereien endeten schon einige Jahre später, als nämlich das oberflächennahe Salzvorkommen am Gutratberg erschöpft war.
    
Dies bedeutete eine Konzentration der Bemühungen der Fürstpropstei Berchtesgaden hin zum Ausbau der [[Saline Schellenberg]]. Aber Niederalm blieb auch dabei von Bedeutung. Denn das Salz musste über die Königsseeache zur [[Salzach]] und weiter zur Donau verschifft werden. Dazu war aber die Genehmigung der Salzburger Erzbischöfe und der [[Guetrater]] notwendig. An der Mündung der Königsseeache in die Salzach wurde auch die Errichtung eines Salzlagers, des ''Salzstadels'' genehmigt.
 
Dies bedeutete eine Konzentration der Bemühungen der Fürstpropstei Berchtesgaden hin zum Ausbau der [[Saline Schellenberg]]. Aber Niederalm blieb auch dabei von Bedeutung. Denn das Salz musste über die Königsseeache zur [[Salzach]] und weiter zur Donau verschifft werden. Dazu war aber die Genehmigung der Salzburger Erzbischöfe und der [[Guetrater]] notwendig. An der Mündung der Königsseeache in die Salzach wurde auch die Errichtung eines Salzlagers, des ''Salzstadels'' genehmigt.

Navigationsmenü