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== Leben ==
 
== Leben ==
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Julius Eduard Josef Leisching wurde als Sohn des Kaufmanns Eduard Leisching und der Antonie Leisching, geb. Götze geboren.
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Julius Eduard Josef Leisching kam als Sohn des Kaufmanns Eduard Leisching und der Antonie Leisching, geb. Götze, zur Welt.
    
Er studierte an der Wiener Technischen Hochschule Architektur, weilte dann in den Jahren 1885 bis 1887 zur weiteren technischen und künstlerischen Ausbildung in Dresden, war dann als Architekt in Wien tätig, wandte sich aber bald dem Studium des alten Kunstgewerbes zu und machte sich auf diesem Gebiet einen Namen.  
 
Er studierte an der Wiener Technischen Hochschule Architektur, weilte dann in den Jahren 1885 bis 1887 zur weiteren technischen und künstlerischen Ausbildung in Dresden, war dann als Architekt in Wien tätig, wandte sich aber bald dem Studium des alten Kunstgewerbes zu und machte sich auf diesem Gebiet einen Namen.  
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Mit achtundzwanzig Jahren wurde er zum Direktor des Mährischen Gewerbemuseums (später Erzherzog-Rainer-Museum für Kunst und Gewerbe) in Brünn ernannt. In dieser Stellung blieb er fast 30 Jahre, bis 1921.  
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Mit 28 Jahren wurde er zum Direktor des Mährischen Gewerbemuseums (später Erzherzog-Rainer-Museum für Kunst und Gewerbe) in Brünn, Mähren, ernannt. In dieser Stellung blieb er fast 30 Jahre, bis 1921.  
    
===Salzburg===
 
===Salzburg===
 
Bereits in seiner Jugendzeit hatte Julius Leisching Stadt und Land Salzburg kennengelernt, als er öfters mit seinen Eltern Sommeraufenthalte in [[Unken]] verbrachte.
 
Bereits in seiner Jugendzeit hatte Julius Leisching Stadt und Land Salzburg kennengelernt, als er öfters mit seinen Eltern Sommeraufenthalte in [[Unken]] verbrachte.
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Die schwärmerische Begeisterung, die damals in ihm für Salzburg entbrannte, blieb ihm auch während seiner Berufslaufbahn erhalten, und in Brünn berichtete er in seiner Zeitschrift laufend über das Salzburger Museum, besonders ausführlich anläßlich dessen 75-jähriger Bestandesfeier im Jahr 1908.
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Die schwärmerische Begeisterung, die damals in ihm für Salzburg entbrannte, blieb ihm auch während seiner Berufslaufbahn erhalten, und in Brünn berichtete er in seiner Zeitschrift laufend über das Salzburger Museum, besonders ausführlich anlässlich dessen 75-jähriger Bestandsfeier im Jahr 1908.
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Als im Jahr 1916 die Frage der Verlegung des Museums in die [[Festung Hohensalzburg|Festung]] oder in das [[Schloss Mirabell]] auftauchte, machte er in einem Aufsatz „Die Zukunft des Salzburger Museums“ Vorschläge zur Entlastung der überfüllten Sammlungen im alten Haus, die einige Jahre später durch ihn großenteils ihre Verwirklichung finden sollten.
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Als im Jahr [[1916]] die Frage der Verlegung des Museums in die [[Festung Hohensalzburg|Festung]] oder in das [[Schloss Mirabell]] auftauchte, machte er in einem Aufsatz „Die Zukunft des Salzburger Museums“ Vorschläge zur Entlastung der überfüllten Sammlungen im alten Haus, die einige Jahre später durch ihn großenteils ihre Verwirklichung finden sollten.
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1921 wurde Julius Leisching zum Direktor des Salzburger Museum Carolino Augusteum berufen, das er bis zu seinem Tode im Jahr 1933 leitete.  
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[[1921]] wurde Julius Leisching zum Direktor des Salzburger Museum Carolino Augusteum berufen, das er bis zu seinem Tode im Jahr 1933 leitete.  
    
Er starb in Wien an den Folgen eines chirurgischen Eingriffs. Seine Grabstelle befindet sich am [[Salzburger Kommunalfriedhof]].
 
Er starb in Wien an den Folgen eines chirurgischen Eingriffs. Seine Grabstelle befindet sich am [[Salzburger Kommunalfriedhof]].
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Leisching nahm eine Zentralposition im Museumswesen Österreichs, mit Ausnahme Wiens, ein. Er regte  die im Jahre 1900 erfolgte Gründung des „Verbandes österreichischer Kunstgewerbemuseen“ an, der ab 1912 „Verband österreichischer Museen“ hieß und den er viele Jahre lang leitete.  
 
Leisching nahm eine Zentralposition im Museumswesen Österreichs, mit Ausnahme Wiens, ein. Er regte  die im Jahre 1900 erfolgte Gründung des „Verbandes österreichischer Kunstgewerbemuseen“ an, der ab 1912 „Verband österreichischer Museen“ hieß und den er viele Jahre lang leitete.  
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Er „war ein durchaus moderner Museumsgestalter, der sicht nicht auf die Vermehrung und Verwaltung der musealen Sammlung beschränkte, sondern seine Aufgabe in der Herstellung lebendiger Wechselwirkungen zwischen den Museen, Künstlern, Kunsthandwerkern und weitesten Kreisen der Bevölkerung sah.“  
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Er „war ein durchaus moderner Museumsgestalter, der sich nicht auf die Vermehrung und Verwaltung der musealen Sammlung beschränkte, sondern seine Aufgabe in der Herstellung lebendiger Wechselwirkungen zwischen den Museen, Künstlern, Kunsthandwerkern und weitesten Kreisen der Bevölkerung sah.“  
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„Luft, Licht, systematische Anordnung auf wissenschaftlicher Grundlage, aber nach künstlerischen und kunsterzieherischen Gesichtspunkten“, war der oberste Grundsatz, der Leisching bei seiner Arbeit leitete. Durch ihn erfolgte der Umbau des bislang sehr traditionellen Salzburger Museums; in Salzburg setzte er wissenschaftliche Kriterien im Sammlungs- und Aufstellungswesen durch. Vor allem galt es Raum zu schaffen, der durch die leihweise Abgabe der „Naturwissenschaftlichen Sammlungen“ an das neue [[Haus der Natur|Naturkundemuseum]] gewonnen wurde, ferner durch Aussonderung der weniger wichtigen oder nicht einwandfreien Stücke in die „Studiensammlung“ des Depots und durch Übertragung der „Volkskundlichen Abteilung“ in das [[Monatsschlössl]] in Hellbrunn, wo er im Jahr 1924 gemeinsam  mit [[Karl Adrian]] das [[Volkskunde Museum|Volkskunde-Museum]] gründete.
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„Luft, Licht, systematische Anordnung auf wissenschaftlicher Grundlage, aber nach künstlerischen und kunsterzieherischen Gesichtspunkten“, war der oberste Grundsatz, der Leisching bei seiner Arbeit leitete. Durch ihn erfolgte der Umbau des bislang sehr traditionellen Salzburger Museums; in Salzburg setzte er wissenschaftliche Kriterien im Sammlungs- und Aufstellungswesen durch. Vor allem galt es Raum zu schaffen, der durch die leihweise Abgabe der „Naturwissenschaftlichen Sammlungen“ an das neue [[Haus der Natur|Naturkundemuseum]] gewonnen wurde, ferner durch Aussonderung der weniger wichtigen oder nicht einwandfreien Stücke in die „Studiensammlung“ des Depots und durch Übertragung der „Volkskundlichen Abteilung“ in das [[Monatsschlössl]] in [[Hellbrunn]], wo er im Jahr 1924 gemeinsam  mit [[Karl Adrian]] das [[Volkskunde Museum|Volkskunde-Museum]] gründete.
    
Um einen größeren Kreis von Anhängern für das Museum zu gewinnen und sie auch fester mit diesem zu verknüpfen, gründete Leisching bereits 1922 den [[Salzburger Museumsverein]]; außerdem rief er die [[Salzburger Museumsblätter]] ins Leben.
 
Um einen größeren Kreis von Anhängern für das Museum zu gewinnen und sie auch fester mit diesem zu verknüpfen, gründete Leisching bereits 1922 den [[Salzburger Museumsverein]]; außerdem rief er die [[Salzburger Museumsblätter]] ins Leben.
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{{Zeitfolge
 
{{Zeitfolge
 
|AMT=Leiter des [[Salzburger Museum Carolino Augusteum|Salzburger Museums Carolino Augusteum)]]
 
|AMT=Leiter des [[Salzburger Museum Carolino Augusteum|Salzburger Museums Carolino Augusteum)]]
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|NACHFOLGER=[[ Max Silber|''' Max Silber '''<br/>]]
 
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[[Kategorie:Geschichte (Person)|Leisching, Julius]]
 
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[[Kategorie:Historiker|Leisching, Julius]]
 
[[Kategorie:Kunsthistoriker|Leisching, Julius]]
 
[[Kategorie:Kunsthistoriker|Leisching, Julius]]

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