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| | [[Datei:Austro_Daimler_Alpenwagen.jpg|thumb|Der Austro Daimler Alpenwagen 1911]] | | [[Datei:Austro_Daimler_Alpenwagen.jpg|thumb|Der Austro Daimler Alpenwagen 1911]] |
| − | [[Datei:Tauernpass_2011.jpg|thumb|Bilder von der [[Radstädter Tauernstraße]]. Zu erkennen ist im Bild rechts unten das [[Tauernkirchlein]] am [[Radstädter Tauernpass]] und das [[Tauernhaus Wisenegg]].]] | + | [[Datei:Tauernpass_1911.jpg|thumb|Bilder von der [[Radstädter Tauernstraße]]. Zu erkennen ist im Bild rechts unten das [[Tauernkirchlein]] am [[Radstädter Tauernpass]] und das [[Tauernhaus Wisenegg]].]] |
| | [[Datei:Internationale Alpenfahrt 1911 05.jpg|thumb|Startnummer 33 - Direktor [[Ferdinand Porsche]], Austro Daimler.]] | | [[Datei:Internationale Alpenfahrt 1911 05.jpg|thumb|Startnummer 33 - Direktor [[Ferdinand Porsche]], Austro Daimler.]] |
| | [[Datei:Internationale Alpenfahrt 1911 03.jpg|thumb|Startnummer 34 - Eduard Fischer, Direktor der Austro-Daimler-Werke in Wiener Neustadt, Austro Daimler.]] | | [[Datei:Internationale Alpenfahrt 1911 03.jpg|thumb|Startnummer 34 - Eduard Fischer, Direktor der Austro-Daimler-Werke in Wiener Neustadt, Austro Daimler.]] |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Die Alpenfahrt ist älter als die viel berühmtere [[Rallye Monte Carlo]]. Sie wurde als eine der härtesten Rallyes in Europa bezeichnet, die vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ausgetragen wurde. Der Automobil-Ingenieur und -Historiker Freiherr von Löw stellte 1924 dazu fest: | + | Die Alpenfahrt ist älter als die viel berühmtere [[Rallye Monte Carlo]]. Sie wurde als eine der härtesten Rallyes in Europa bezeichnet, die vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ausgetragen wurde. Der Automobil-Ingenieur und -Historiker Freiherr von Löw stellte 1924 dazu fest:<blockquote>„''Die Alpenfahrten [...] in den Jahren 1911, 1912, 1913 und 1914 waren die bedeutendsten Wettbwerbe von Tourenwagen, die je veranstaltet worden sind, weil unter strengster Aufsicht Forderungen an die Fahrzeuge gestellt wurden, wie sie in früheren Wettstreiten nicht vorgekommen sind. Es wurden an ungefähr 8 Fahrtagen annähernd zusammen 3000 km zurückgelegt. Der Motor durfte vom Morgen bis zum Abend nicht abgestellt werden, auch nicht bei Bereifungsschäden oder Felgenwechsel. Die Wagen mussten im Freien übernachten und sich morgens innerhalb einer Minute andrehen lassen. Die Strassen waren die steilsten und die Pässe die höchsten, die sich in den östlichen Alpen zusammenstellen liessen: Katschberg, Kreuzberg, Turracher Höhe, Loibelpass, Wurzenpass, Pordoijoch, Rollepass, Broconnepass, Felzaregopass, Mendelpass, Jaufenpass u. a. Oft waren besonders schlechte Wege mit Hunderten von tiefen Querrastem gewählt, die bei den erheblichen Fahrgeschwindigkeiten (es waren an jedem Tage ungefähr 400 km zurückzulegen) ungeheuere Beanspruchungen an Federn und Hinterachsenantrieb erzeugten.''“<ref>Quelle wikipedia-de "Alpenfahrt": Zitiert nach von Löws Klassiker Das Automobil, C. W. Kreidel's Verlag 1924, 5. Auflage, S. 181. Von Löw beruft sich im Wesentlichen auf österreichische, deutsche und europäische Automobilzeitschriften und -zeitungen.</ref></blockquote> |
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| − | „''Die Alpenfahrten [...] in den Jahren 1911, 1912, 1913 und 1914 waren die bedeutendsten Wettbwerbe von Tourenwagen, die je veranstaltet worden sind, weil unter strengster Aufsicht Forderungen an die Fahrzeuge gestellt wurden, wie sie in früheren Wettstreiten nicht vorgekommen sind. Es wurden an ungefähr 8 Fahrtagen annähernd zusammen 3000 km zurückgelegt. Der Motor durfte vom Morgen bis zum Abend nicht abgestellt werden, auch nicht bei Bereifungsschäden oder Felgenwechsel. Die Wagen mussten im Freien übernachten und sich morgens innerhalb einer Minute andrehen lassen. Die Strassen waren die steilsten und die Pässe die höchsten, die sich in den östlichen Alpen zusammenstellen liessen: Katschberg, Kreuzberg, Turracher Höhe, Loibelpass, Wurzenpass, Pordoijoch, Rollepass, Broconnepass, Felzaregopass, Mendelpass, Jaufenpass u. a. Oft waren besonders schlechte Wege mit Hunderten von tiefen Querrastem gewählt, die bei den erheblichen Fahrgeschwindigkeiten (es waren an jedem Tage ungefähr 400 km zurückzulegen) ungeheuere Beanspruchungen an Federn und Hinterachsenantrieb erzeugten.''“<ref>Quelle wikipedia-de "Alpenfahrt": Zitiert nach von Löws Klassiker Das Automobil, C. W. Kreidel's Verlag 1924, 5. Auflage, S. 181. Von Löw beruft sich im Wesentlichen auf österreichische, deutsche und europäische Automobilzeitschriften und -zeitungen.</ref>
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| | Alle fünf Rennen von 1910 bis 1915 wurden vom ''Eisernen Team'' von Austro Daimler gewonnen: Heinrich Schönfeldt, [[Ferdinand Porsche]] und Eduard Fischer. Nach dem Ersten Weltkrieg konnte die Veranstaltung nicht mehr finanziert werden. 1921 und 1922 gewann ebenfalls wieder Heinrich Schönfeldt. Mit der Teilnahme von verschiedenen Automobilklubs wurde eine «Internationale Alpenfahrt» von 1928 bis 1936 organisiert. Die Rallye ging durch [[Österreich]], die [[Schweiz]], [[Frankreich]], [[Italien]] und [[Deutschland]]. Die [[Internationale Österreichische Alpenfahrt|erste «Österreichische Alpenfahrt»]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde im Jahr [[1949]] ausgetragen und bis 1965 fuhren vor allem Motorräder die Rallye (aus wirtschaftlichen Gründen). 1961, 1962 und 1966 gelang es Werner Salevsky, auf MZ den Alpenpokal in die DDR zu holen, in diesen Jahren nahmen MZ-Maschinen allgemein eine siegreiche Rolle ein. Von 1965 bis 1973 bildeten Autos wieder die Mehrheit in der Eintragsliste. | | Alle fünf Rennen von 1910 bis 1915 wurden vom ''Eisernen Team'' von Austro Daimler gewonnen: Heinrich Schönfeldt, [[Ferdinand Porsche]] und Eduard Fischer. Nach dem Ersten Weltkrieg konnte die Veranstaltung nicht mehr finanziert werden. 1921 und 1922 gewann ebenfalls wieder Heinrich Schönfeldt. Mit der Teilnahme von verschiedenen Automobilklubs wurde eine «Internationale Alpenfahrt» von 1928 bis 1936 organisiert. Die Rallye ging durch [[Österreich]], die [[Schweiz]], [[Frankreich]], [[Italien]] und [[Deutschland]]. Die [[Internationale Österreichische Alpenfahrt|erste «Österreichische Alpenfahrt»]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde im Jahr [[1949]] ausgetragen und bis 1965 fuhren vor allem Motorräder die Rallye (aus wirtschaftlichen Gründen). 1961, 1962 und 1966 gelang es Werner Salevsky, auf MZ den Alpenpokal in die DDR zu holen, in diesen Jahren nahmen MZ-Maschinen allgemein eine siegreiche Rolle ein. Von 1965 bis 1973 bildeten Autos wieder die Mehrheit in der Eintragsliste. |