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Um die Übertragung von Krankheiten (bspw. der Flecktyphus wird durch Kleiderläuse übertragen<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19150406&query=%22Flecktyphus%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=6 ANNO], Salzburger Volksblatt, 6. April 1915, Seite 6</ref>) unter den Kriegsgefangenen zu verhindern, wurden präventive Maßnahmen ergriffen. "''Die Fürsorge bei deren Entlausung wurde in Gruppen von 50 Mann mit folgendem Vorgang durchgeführt: Die Leute sitzen über Gruben, durch Mäntel geschützt, werden geschoren und rasiert, die Abfallhaare in den Gruben mit Kalk überschüttet und verscharrt. Hierauf erfolgt die Einreibung der Haarpartien mit einer Petroleum- und Terpentinmischung und Abgabe der Mäntel in die Schwefelungskammer. Nach Eintritt in den Baderaum kommt die Leibwäsche in ein bereitstehendes Fass, Soda und Seife wird beigegeben, und wenn das Fass voll ist, wird die Wäsche mit siedendem Wasser unter Beigabe von Petroleum und Terpentin übergossen, dicht abgeschlossen und hinausgetragen. Die Leute werden mit heißem Wasser unter Beigabe von Petroleum und Terpentin mit Seifenwascheln gewaschen, nach Abtrocknung mit frischer Wäsche, Holzschuhen und Decken versehen und in eine neu gereinigte Baracke gebracht. Die alten Strohsäcke werden von ungereinigten Leuten in den Kompostierungsstellen entleert, hierauf zur Desinfektion überbracht. Geräumte Baracken werden mit in Salzsäure getränkten Sägespänen reingefegt, mit Kalkmilch gespült, gereinigt, dann werden Petroleum und Terpentin zerstäubt und Fichtennadeln aufgelegt."''<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19150313&query=%22Flecktyphus%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=9 ANNO], Volksfreund, 13. März 1915, Seite 9</ref>  
 
Um die Übertragung von Krankheiten (bspw. der Flecktyphus wird durch Kleiderläuse übertragen<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19150406&query=%22Flecktyphus%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=6 ANNO], Salzburger Volksblatt, 6. April 1915, Seite 6</ref>) unter den Kriegsgefangenen zu verhindern, wurden präventive Maßnahmen ergriffen. "''Die Fürsorge bei deren Entlausung wurde in Gruppen von 50 Mann mit folgendem Vorgang durchgeführt: Die Leute sitzen über Gruben, durch Mäntel geschützt, werden geschoren und rasiert, die Abfallhaare in den Gruben mit Kalk überschüttet und verscharrt. Hierauf erfolgt die Einreibung der Haarpartien mit einer Petroleum- und Terpentinmischung und Abgabe der Mäntel in die Schwefelungskammer. Nach Eintritt in den Baderaum kommt die Leibwäsche in ein bereitstehendes Fass, Soda und Seife wird beigegeben, und wenn das Fass voll ist, wird die Wäsche mit siedendem Wasser unter Beigabe von Petroleum und Terpentin übergossen, dicht abgeschlossen und hinausgetragen. Die Leute werden mit heißem Wasser unter Beigabe von Petroleum und Terpentin mit Seifenwascheln gewaschen, nach Abtrocknung mit frischer Wäsche, Holzschuhen und Decken versehen und in eine neu gereinigte Baracke gebracht. Die alten Strohsäcke werden von ungereinigten Leuten in den Kompostierungsstellen entleert, hierauf zur Desinfektion überbracht. Geräumte Baracken werden mit in Salzsäure getränkten Sägespänen reingefegt, mit Kalkmilch gespült, gereinigt, dann werden Petroleum und Terpentin zerstäubt und Fichtennadeln aufgelegt."''<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19150313&query=%22Flecktyphus%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=9 ANNO], Volksfreund, 13. März 1915, Seite 9</ref>  
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Am [[2. März]] kamen 120 gefangene Russen mit einem Hauptmann, die die Kämpfe am Donbass mitgemacht hatten, hieran. Bei mehreren von ihnen, man spricht von drei, wurde Flecktyphus festgestellt. Über die Begleitmannschaft wurde eine 21 tägige Quarantäne verhängt. Die umfassendste» Vorkehrungen zur Verhütung der Weiterverbreitung der Seuche wurden sofort getroffen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19150306&query=%22Gefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=7 ANNO], Volksfreund, 6. März 1915, Seite 7</ref>  
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Am [[2. März]] kamen 120 gefangene Russen mit einem Hauptmann, die die Kämpfe am Donbass mitgemacht hatten, im Lager an. Bei mehreren von ihnen, man sprach von drei, wurde Flecktyphus festgestellt. Über die Begleitmannschaft wurde eine 21-tägige Quarantäne verhängt. Umfassende Vorkehrungen zur Verhütung der Weiterverbreitung der Seuche wurden sofort getroffen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19150306&query=%22Gefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=7 ANNO], Volksfreund, 6. März 1915, Seite 7</ref>  
    
=== Baracken- und Latrinendesinfektion ===
 
=== Baracken- und Latrinendesinfektion ===
Von den mannigfachen Desinfektionsmitteln, welche im Laufe dieses Krieges angewendet wurden, verdient der Chlorkalk besondere Beachtung. Mit 5-prozentiger Chlorkalkmischung wurden zur Abwehr der allgegenwärtigen Fliegenplage die Latrinen und abgelagerte Abfallstoffe mit dieser Mischung überschüttet. Die Wände der Küchen, Speisehallen, Aborte, überhaupt, wo Fliegen durch Überreste allerart angezogen werden konnten, wurden mit Tünchespritzen besprengt. Die Wohnbaracken, welche vorher mit 8-prozentiger Kresollösung gründlich gereinigt wurden, wurden ebenfalls mit dieser Lösung ausgespritzt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19170420&query=%22Kriegsgefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=6 ANNO], Salzburger Volksblatt, 20. April 1917, Seite 6</ref>  
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Von den mannigfachen Desinfektionsmitteln, welche im Laufe dieses Krieges angewendet wurden, verdient der Chlorkalk besondere Beachtung. Mit fünfprozentiger Chlorkalkmischung wurden zur Abwehr der allgegenwärtigen Fliegenplage die Latrinen und abgelagerte Abfallstoffe mit dieser Mischung überschüttet. Die Wände der Küchen, Speisehallen, Aborte, überhaupt, wo Fliegen durch Überreste verschiedenster Art angezogen werden konnten, wurden mit Tünchespritzen besprengt. Die Wohnbaracken, welche vorher mit achtprozentiger Kresollösung gründlich gereinigt wurden, wurden ebenfalls mit dieser Lösung ausgespritzt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19170420&query=%22Kriegsgefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=6 ANNO], Salzburger Volksblatt, 20. April 1917, Seite 6</ref>  
    
=== Krankheiten und Todesfälle ===
 
=== Krankheiten und Todesfälle ===

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