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| | Am [[8. Juli]] 1916 langten in Salzburg rund 17 000 Flüchtlinge aus der Bukowina ein, die in mehreren Zügen der [[Dampftramway]] nach Grödig transportiert wurden und dort im zwischenzeitlich fast gänzlich leeren Gefangenenlager III untergebracht wurden. Unter den Angekommenen befanden sich mehr als die Hälfte Kinder, zumeist noch im Alter unter 14 Jahren. Unter den Flüchtlingen befanden sich auch deutsche Kolonisten aus der Umgebung von Luck (Wolhynien).<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19160708&query=%22Russenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=4 ANNO], Volksfreund, 8. Juli 1916, Seite 4</ref> | | Am [[8. Juli]] 1916 langten in Salzburg rund 17 000 Flüchtlinge aus der Bukowina ein, die in mehreren Zügen der [[Dampftramway]] nach Grödig transportiert wurden und dort im zwischenzeitlich fast gänzlich leeren Gefangenenlager III untergebracht wurden. Unter den Angekommenen befanden sich mehr als die Hälfte Kinder, zumeist noch im Alter unter 14 Jahren. Unter den Flüchtlingen befanden sich auch deutsche Kolonisten aus der Umgebung von Luck (Wolhynien).<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19160708&query=%22Russenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=4 ANNO], Volksfreund, 8. Juli 1916, Seite 4</ref> |
| − | Eine andere Quelle berichteet später, dass es in Salzburg im Barackenlager zu Grödig 4 480 Flüchtlinge waren, davon 4 101 Ukrainer.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19180704&query=%22Kriegsgefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=9 ANNO], Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 4. Juli 1918, Seite 9</ref>. Diese Zahlenangaben sind sehr unterschiedlich. Es ist möglich, dass es sich bei der Angabe in der erste Quelle um einen Druckfehler (17 000 statt nur 1 700) handelt! | + | Eine andere Quelle berichtet später, dass im Lager Niederalm 4 480 Flüchtlinge waren, davon 4 101 Ukrainer.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19180704&query=%22Kriegsgefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=9 ANNO], Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 4. Juli 1918, Seite 9</ref>. Diese Zahlenangaben sind sehr unterschiedlich. Es ist möglich, dass es sich bei der Angabe in der erste Quelle um einen Druckfehler (17 000 statt nur 1 700) handelt. |
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| | + | Die [[Salzburger Wacht]] berichtete in ihrer Ausgabe vom [[21. März]] [[1917]] über die sanitären Verhältnisse im Flüchtlingslager in Niederalm. Entgegen verschiedenen im Umlauf befindlichen Gerüchten über die Verbreitung epidemischer Krankheiten im Flüchtlingslager wurde der Zeitung von amtlicher Seite mitgeteilt, dass die Verhältnisse in diesem Lager, hinsichtlich des Auftretens ansteckender Erkrankungen, gegenwärtig als geradezu ungewöhnlich günstig bezeichnet wurde. Außer ganz wenigen leichten Varizellenfällen ohne jede Bedeutung gab es weder Infektionskrankheiten, noch solcher Krankheiten verdächtige Personen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19170321&query=%22Fl%c3%bcchtlingslager%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 21. März 1917, Seite 4</ref> |
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| | + | Im März [[1922]] stand der Oberjäger des Lagers Niederalm, Josef Bertsch, wegen Mitwirkung an Schiebereien Regierungsrat Dr. [[Eduard Rambousek]] vor Gericht.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19220323&query=%22Lager+Niederalm%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 23. März 1922, Seite 5, [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19221112&query=%22Bertsch%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 12. November 1922, Seite 8</ref> |
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