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==Lage==
 
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Im Süden reicht dieser Teil von Höhe [[Karolinenbrücke]]/[[Bürglstein]] (und dehnte sich später noch bis zum [[Schloss Fürberg]] nach Südosten weiter aus), entlang des [[Äußerer Stein|Äußeren Steins]] samt anschließenden Kapuzinerberg bis zur [[Linzergasse]], deren Ende früher etwa bei der [[St.-Sebastians-Kirche]] war, über die [[Bergstraße]] zum [[Primogeniturpalast|Alten Borromäum]] ([[Schloss Mirabell]] lag bereits außerhalb der Stadtmauern) hinunter zur Salzach.
 
Im Süden reicht dieser Teil von Höhe [[Karolinenbrücke]]/[[Bürglstein]] (und dehnte sich später noch bis zum [[Schloss Fürberg]] nach Südosten weiter aus), entlang des [[Äußerer Stein|Äußeren Steins]] samt anschließenden Kapuzinerberg bis zur [[Linzergasse]], deren Ende früher etwa bei der [[St.-Sebastians-Kirche]] war, über die [[Bergstraße]] zum [[Primogeniturpalast|Alten Borromäum]] ([[Schloss Mirabell]] lag bereits außerhalb der Stadtmauern) hinunter zur Salzach.
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==Gliederung==
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Diese Stadtteil von Salzburg gliedert sich in:
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* Rechte Altstadt
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* [[Innerer Stein]]
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* [[Äußerer Stein]]
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* [[Bürglstein]]
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* [[Kapuzinerberg]]
    
== Die Kirchen der Rechten Altstadt ==
 
== Die Kirchen der Rechten Altstadt ==
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Als der Schwedenkönig im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] [[1632]] in Bayern einfiel und München besetzte, flohen die Nonnen des Frauenklosters zu Landshut, die dem dritten Orden des Heiligen Franziskus angehören, nach [[Altstadt|Salzburg]] und baten hier um Schutz und Hilfe. [[1637]] konnte mit maßgeblicher Unterstützung des Erzbischofs das neue Kloster eingeweiht werden. [[1800]] war das Kloster in der Zeit der Franzosenbesatzung demonstrativ Soldatenunterkunft und Magazin. Mehrfach in der Geschichte war das Kloster von der Schließung bedroht. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg ]] durch Bomben schwer beschädigt wurde das Kloster schon [[1946]] wieder aufgebaut.  
 
Als der Schwedenkönig im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] [[1632]] in Bayern einfiel und München besetzte, flohen die Nonnen des Frauenklosters zu Landshut, die dem dritten Orden des Heiligen Franziskus angehören, nach [[Altstadt|Salzburg]] und baten hier um Schutz und Hilfe. [[1637]] konnte mit maßgeblicher Unterstützung des Erzbischofs das neue Kloster eingeweiht werden. [[1800]] war das Kloster in der Zeit der Franzosenbesatzung demonstrativ Soldatenunterkunft und Magazin. Mehrfach in der Geschichte war das Kloster von der Schließung bedroht. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg ]] durch Bomben schwer beschädigt wurde das Kloster schon [[1946]] wieder aufgebaut.  
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Eine besondere Anziehung übt hier das um [[1620]] geschaffene "Loretokindl", eine kleine geschnitzte Elfenbeinfigur in kostbarem edelsteinbesetztem Gewand aus, die um [[1650]] ins Kloster kam. Krone, Szepter und Kreuz wurden aus dem Schmuck adeliger Spender gefertigt. Seit [[1731]] besitzt das Kloster einen eigenen Altar für das Gnadenbild, wo es zu bestimmten Festzeiten ausgesetzt wird. Dieses Gotteshaus ist vielen Frommen eine besondere Stätte der Andacht und Zuflucht. So wird verständlich, dass  gerade diese Kirche zu allen Tageszeiten häufig besucht wird.
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Eine besondere Anziehung übt hier das um [[1620]] geschaffene "Loretokindl", eine kleine geschnitzte Elfenbeinfigur in kostbarem Edelstein besetztem Gewand aus, die um [[1650]] ins Kloster kam. Krone, Szepter und Kreuz wurden aus dem Schmuck adeliger Spender gefertigt. Seit [[1731]] besitzt das Kloster einen eigenen Altar für das Gnadenbild, wo es zu bestimmten Festzeiten ausgesetzt wird. Dieses Gotteshaus ist vielen Frommen eine besondere Stätte der Andacht und Zuflucht. So wird verständlich, dass  gerade diese Kirche zu allen Tageszeiten häufig besucht wird.
    
=== Das Kapuzinerkloster ===
 
=== Das Kapuzinerkloster ===
 
: ''Hauptartikel: [[Kapuzinerkloster]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Kapuzinerkloster]]''
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Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] holte als Antwort auf die Reformation Luthers als zweiten Bettelorden nach den [[Franziskanern]] [[1596]] die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach [[Altstadt|Salzburg]] und ließ das [[Kapuzinerkloster]] am [[Kapuzinerberg]] errichten.  
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Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] holte als Antwort auf die Reformation Luthers als zweiten Bettelorden nach den [[Franziskanerorden|Franziskanern]] [[1596]] die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach [[Altstadt|Salzburg]] und ließ das [[Kapuzinerkloster]] am [[Kapuzinerberg]] errichten.  
    
Die Klosterkirche am [[Kapuzinerberg]] wurde [[1602]] zu Ehren der Heiligen Franziskus von Assisi und Johannes Bonaventura geweiht. [[1620]] erfolgte eine erste Vergrößerung des Klosters, [[1690]] musste es nochmals erweitert werden. Die Ordensleute blieben im Lauf der Jahrhunderte gegenüber dem Landesherren und Bischof stets unabhängig, sie waren einzig dem Papst untergeben. Neben der Bereitstellung der Kost sorgte trotzdem der Erzbischof für das Wohl der Klosterbrüder.  
 
Die Klosterkirche am [[Kapuzinerberg]] wurde [[1602]] zu Ehren der Heiligen Franziskus von Assisi und Johannes Bonaventura geweiht. [[1620]] erfolgte eine erste Vergrößerung des Klosters, [[1690]] musste es nochmals erweitert werden. Die Ordensleute blieben im Lauf der Jahrhunderte gegenüber dem Landesherren und Bischof stets unabhängig, sie waren einzig dem Papst untergeben. Neben der Bereitstellung der Kost sorgte trotzdem der Erzbischof für das Wohl der Klosterbrüder.