| − | Das Vogelbauerwohnhaus wurde [[1865]] im sogenannten ''Scherbenputz'' errichtet. Dabei werden kleine irdene Gefäßscherben mosaikartig in die noch nicht erhärteten Mörtelfugen zwischen den Mauersteinen oder in den Außenputz einer Natur- oder Ziegelwand eingedrückt. Bei den Scherben handelt es sich um glasierte und unglasierte Keramikscherben aus Tellern, Schüsseln und Krügen, die bis zum [[Erster Weltkrieg|1. Weltkrieg]] zum bäuerlichen Haushalt gehörten. Viele Scherben fielen am Polterabend vor der Hochzeit an, wo das Zerschlagen irdener Töpfe zum Brauchtum gehörte. Hauptzweck für die Verwendung von Tonscherben und Ziegelstücken war, dass man dadurch Mörtelmenge reduzieren und den Außenputz witterungsbeständiger machen konnte. | + | Das Vogelbauerwohnhaus wurde [[1865]] im sogenannten ''Scherbenputz'' errichtet. Dabei werden kleine irdene Gefäßscherben mosaikartig in die noch nicht erhärteten Mörtelfugen zwischen den Mauersteinen oder in den Außenputz einer Natur- oder Ziegelwand eingedrückt. Bei den Scherben handelt es sich um glasierte und unglasierte Keramikscherben aus Tellern, Schüsseln und Krügen, die bis zum [[Erster Weltkrieg|1. Weltkrieg]] zum bäuerlichen Haushalt gehörten. Viele Scherben fielen am Polterabend vor der Hochzeit an, wo das Zerschlagen irdener Töpfe zum Brauch gehörte. Hauptzweck für die Verwendung von Tonscherben und Ziegelstücken war, dass man dadurch Mörtelmenge reduzieren und den Außenputz witterungsbeständiger machen konnte. |