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Obwohl es eine Kanalisation und eine [[Trinkwasser]]<nowiki>leitung</nowiki> vom [[Untersbergstock]] her gab, traten immer wieder Infektionskrankheiten auf wie Blattern, Ruhr, Cholera und Typhus. An manchen Tagen starben daran bis zu 40 Menschen. Rund 2&nbsp;000 Lagerinsassen verloren in dieser Zeit ihr Leben und fanden ihre letzte Ruhe auf dem sogenannten Russenfriedhof. Dennoch waren Fluchtversuche selten. Am [[1. April]] [[1918]] brach im Lager ein Aufstand aus, an dem sich 3&nbsp;000 Lagerinsassen aus den Reihen der Zivilflüchtlinge beteiligten. Dieser wurde unter Militäreinsatz ohne Blutvergießen beendet. Ab dem Februar desselben Jahres kam es zum ersten Rücktransport der Flüchtlinge. Im November 1918 begannen die Entlassungen und die Heimtransporte der Kriegsgefangenen und ab dem [[15. Jänner]] [[1919]] die Schließung der Lager I und II.  
 
Obwohl es eine Kanalisation und eine [[Trinkwasser]]<nowiki>leitung</nowiki> vom [[Untersbergstock]] her gab, traten immer wieder Infektionskrankheiten auf wie Blattern, Ruhr, Cholera und Typhus. An manchen Tagen starben daran bis zu 40 Menschen. Rund 2&nbsp;000 Lagerinsassen verloren in dieser Zeit ihr Leben und fanden ihre letzte Ruhe auf dem sogenannten Russenfriedhof. Dennoch waren Fluchtversuche selten. Am [[1. April]] [[1918]] brach im Lager ein Aufstand aus, an dem sich 3&nbsp;000 Lagerinsassen aus den Reihen der Zivilflüchtlinge beteiligten. Dieser wurde unter Militäreinsatz ohne Blutvergießen beendet. Ab dem Februar desselben Jahres kam es zum ersten Rücktransport der Flüchtlinge. Im November 1918 begannen die Entlassungen und die Heimtransporte der Kriegsgefangenen und ab dem [[15. Jänner]] [[1919]] die Schließung der Lager I und II.  
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=== Lagerkommando ===
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Das K.u.k. Kriegsgefangenenlager Grödig stand unter dem Kommando von Lagerkommandant Generalmayor Urban.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=krz&datum=19160719&query=%22Gr%c3%b6dig%22+%22Lagerkommandant%22&seite=4 ANNO], Illustrierte Kronen Zeitung, 19. Juli 1916, Seite 4</ref>
    
=== k. k. Post- und Telegraphenamt ===
 
=== k. k. Post- und Telegraphenamt ===
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Zur Versorgung der Kriegsgefangenen wurden [[1916]] auf dem Gebiete der beiden Lager 74&nbsp;780 Quadratmeter mit Frühgemüse, 65&nbsp;000 Quadratmeter mit Mittelfrühgemüse und 355&nbsp;200 Quadratmeter mit Spätgemüse bepflanzt. Zu Essen gab es auch Hering.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tpt&datum=19160713&query=%22Gr%c3%b6dig%22+%22Kriegsausstellung%22&seite=4 ANNO], (Linzer) Tages-Post, 13. Juli 1916, Seite 7</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19160310&query=%22Kriegsgefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, 10. März 1916, Seite 8</ref>
 
Zur Versorgung der Kriegsgefangenen wurden [[1916]] auf dem Gebiete der beiden Lager 74&nbsp;780 Quadratmeter mit Frühgemüse, 65&nbsp;000 Quadratmeter mit Mittelfrühgemüse und 355&nbsp;200 Quadratmeter mit Spätgemüse bepflanzt. Zu Essen gab es auch Hering.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tpt&datum=19160713&query=%22Gr%c3%b6dig%22+%22Kriegsausstellung%22&seite=4 ANNO], (Linzer) Tages-Post, 13. Juli 1916, Seite 7</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19160310&query=%22Kriegsgefangenenlager%22+%22Gr%c3%b6dig%22&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, 10. März 1916, Seite 8</ref>
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=== Lagerkommando ===
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Das K.u.k. Kriegsgefangenenlager Grödig stand unter dem Kommando von Lagerkommandant Generalmayor Urban.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=krz&datum=19160719&query=%22Gr%c3%b6dig%22+%22Lagerkommandant%22&seite=4 ANNO], Illustrierte Kronen Zeitung, 19. Juli 1916, Seite 4</ref>
      
== Daten ==
 
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